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Carleton Alltag

Chateau Laurier

Hallihallo,

Die Uni ging ja am 4.9.19 los, also ist das momentan die zweite richtige Woche an der Uni. Da glaub ich kann ich schon ein paar Einblicke verraten. Ich habe nur drei Kurse gewählt für das Semester hier, theoretisch kann man sich bis zu fünf antun. Jeder wie er meint, aber da man die Kurse nicht wirklich mit deutschen Kursen vergleichen kann, würde ich nur drei empfehlen. Denn - ist zumindest bei mir so - für jeden gibt es ein kleines wöchentliches Assignment und dazu noch drei bis vier größere Assignments über das Semester verteilt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich weder schriftliche Midterms noch Finals habe! Ein Hoch auf die Medien-Studiengänge ;) Hinzu kommt noch, dass man für jeden einzelnen Kurs extra zahlen muss. Also es ist nicht einfach ein Festbetrag an Studiengebühren für das Semester, sondern das variiert eben je nachdem wie viele Kurse man wählt. Je mehr desto teurer.

Meine ganzen Kurse sind alles Zweit-Jahr Kurse, da ist das Niveau noch nicht allzu hoch. Also ich langweile mich nicht, definitiv nicht. Aber es ist jetzt auch nicht so, als hätte ich große Angst nicht zu bestehen (*toi toi toi*). Das Gute bei mir ist, dass ich dadurch immer mit den gleichen Studenten zusammen bin. So ist es etwas einfacher Freunde zu finden. Manch anderer internationaler Student hat Kurse aus dem zweiten, dritten und vierten Semester. Das bedeutet jedes Mal ein anderer Jahrgang und jedes Mal andere Leute… Ich hab Writing for Media, Introductory Data Storytelling und Basics of Visual Communication belegt. Am besten gefallen mir die letzten Zwei. Das sind die eher Kreativeren und Praktischeren. 

Außerdem habe ich immer dienstags und donnerstags frei. Was ziemlich praktisch ist finde ich ;) Unter anderem, weil es an diesen Tagen bei Loblaws (eine Supermarktkette) 10% für Studenten gibt! Aber auch einfach, weil’s entspannt ist.

Was das Essen angeht, es gibt keine reguläre Kantine bzw. Mensa so wie wir sie gewohnt sind. Also zumindest habe ich noch keine gefunden. Ist man on-Campus scheint es schon so etwas zu geben, aber da haben eben nicht alle Zutritt. Jedoch gibt es einen Foodcourt, dort findet man Subway, Sushi, Shawarma, Poutine, Pizza usw. Außerdem gibt es glaube ich drei Tim Hortons auf dem Campus verteilt, ein „Caf“, die zwei schon angesprochenen Pubs und noch weitere Cafés bzw. so etwas ähnliches wie eine Bäckerei. Der gute alte Starbucks darf natürlich auch nicht fehlen - mehrmals. Also man verhungert definitiv nicht ;) Gezahlt wird der volle Preis entweder in bar oder mit Kreditkarte. Vergünstigungen gibt es nicht und man kann zwar auf seine Studentenkarte Geld laden, aber nicht fürs Essen.

Die Bus-Situation hat sich nicht wirklich gebessert. Ich brauche zwar nicht umzusteigen und bin, wenn es gut läuft, in gut 30min an der Uni. Aber eben nur wenn es gut läuft. Ich kann die App „Transit“ empfehlen, die zeigt einem alle Buslinien an, wann die nächste an der gewünschten Haltestelle hält usw. Funktioniert auch offline. Nur nicht ganz so genau. Leider halten sich die Busse nicht immer an die Zeiten, die in der App zu finden sind… Das heißt, entweder der Bus kommt zu früh, dann hat man ihn schnell verpasst. Oder er kommt gar nicht, sondern erst der nächste wieder. 

Was ich auch schon rausfinden konnte, je später es am Tag wird, desto unzuverlässiger werden die Busse.

Reden wir über was schönes. Das Fitnessstudio. In den Studiengebühren enthalten! Genauso wie der olympic Swimmingpool und das Squash-Centre. Von den drei Sachen habe ich bis jetzt nur das Gym getestet. Hat wirklich alles was man sich vorstellen kann! Ist dementsprechend auch immer gut besucht. Online bei Google kann man sich grob orientieren wann es unerträglich ist und wann eben nicht ;)  Außerdem hab ich mir einen CUFit Pass geholt - wisst ihr ja schon - mit dem ich einen Großteil der angebotenen Kurse nutzen kann. Den nutz ich auch wirklich fleißig! Und mein gewählter instructional Kurs ist Muay Thai Kickboxing geworden. Das macht richtig viel Spaß!

Gym

Ansonsten kann ich noch nicht allzu viel erzählen vom lieben Alltag. Achja, seit dieser Woche geht jetzt auch die zweite Linie des O-Trains. Auf die haben ja schon alle ganz gespannt gewartet! Ich hab sie noch nicht genutzt muss ich gestehen, aber wenn es soweit ist, berichte ich wieder.

Freizeittechnisch ist momentan schon einiges los. Ich war auf einem kleinen Festival in Gatineau (das liegt schon in Quebec, aber ist super schnell zu erreichen), hab bei einer Kneipentour mitgemacht um auch mal das Nachtleben zu erleben - die war echt gut - und dieses Wochenende geht’s zum White Water Rafting. Inklusive Übernachtung (im Zelt, darauf freue ich mich ja weniger), Bus und Verpflegung. Geht alles von diesem „Outdoor Club“ der Uni aus. Da bin ich ja mal wirklich gespannt und werde euch berichten.

Funfact: Hier wird Uber recht fleißig genutzt! auch Uber eats, da beschweren sich jedoch alle, dass es so teuer geworden ist. Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass es in Quebec kein Uber gibt. Das heißt man kann mit Uber nach Quebec fahren, aber von da aus nicht zurück nach Ontario. Dazu muss man erst wieder über die Grenze.

Was ich schon etwas vermisse ist die Natur, die man von Kanada so gewohnt ist. Ottawa ist ja immerhin eine Millionenstadt - auch wenn’s sich selten so anfühlt - und da kommt die Natur etwas zu kurz. Also versteht mich nicht falsch, es gibt einige kleine Parks und Grünanlagen, aber eben nicht das wahre, sag ich mal. Alle, die schon einmal in Kanada waren, wissen was ich meine. Heute habe ich allerdings ein kleines Fleckchen gefunden, vielleicht muss man einfach mehr danach suchen ;) Worauf ich eigentlich hinaus wollte, deswegen werde ich mal den Gatineau Park begutachten müssen und bald bekomme ich Besuch und da werden wir zum Algonquin Provincial Park fahren. Mal schauen was der so zu bieten hat.

Nature

Also dann,

See ya!

Samantha Stadler zuletzt bearbeitet am 14.10.2019