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Toronto - Pt.2 & Niagara Falls

Hallihallo!

Den letzten Eintrag habe ich ja komplett dem Kensington Market gewidmet. Auch wenn ich jetzt wieder so viel schreiben könnte, werde ich hier den St. Lawrence Market, das Eaton Centre und sogar die Niagarafälle zusammenfassen. Ach halt, auf einem Baseballspiel war ich ja auch noch!

Fangen wir mit ersterem an: Ich habe dazugelernt und einen günstigeren Parkplatz gefunden um mein KFZ abzustellen und zwar in einem Parkhaus am Kensington Market (habe schlussendlich dafür 14$ gezahlt). Der Nachteil: ca 50min Gehzeit von einem Market zum Anderen. Der Schrittzähler wird sich freuen. Also losmarschiert durch Oldtown Toronto durch, am Eaton Centre und dem davor liegenden Platz vorbei und vor der großen Markthalle angekommen. Möchte kurz anfügen, dass das Viertel - bzw. der Miniteil den ich gesehen habe - um das Eaton Centre herum auf seine Art und Weise auch recht cool war. So wie man sich eine nordamerikanische Großstadt eben vorstellt. Wolkenkratzer, haushohe leuchtende Werbetafeln und ganz viele Shops und Restaurants um einen herum. 

Den St. Lawrence Market und den Kensington kann man eigentlich nicht mit einander vergleichen. Währen der St. Lawrence ein richtiger Markt ist, ist der Kensington eher ein Viertel - aber das wisst ihr ja schon ;) Aber ein wirklich cooler Markt! Wie alles in Nordamerika ist auch diese Halle riesig und sogar zweistöckig. Bzw. gibt es noch ein „Kellergeschoss“. Kommt man vom Haupteingang rein wird man zuerst mal von zwei klassischen Souvenirläden empfangen. Daran vorbei geht’s dann aber erst los. Essen so weit das Auge reicht. Und alles frisch! Fisch & Meeresfrüchte, Fleisch & Schinken, Obst & Gemüse, Käse & Brot, Gebäck & Desserts… Ich war sozusagen im Himmel. 

Einmal die Treppe runter sind wieder internationale Läden angesiedelt und mehrere „Unverpacktläden“. Hier kann man einkaufen. Aber nicht nur, es gibt auch ganz viele kleine Imbisse, bei denen man seinen Hunger sofort stillen konnte. Meine Begleitung hat sich bei „Uno Mustachio“ ein „italienisches Sandwich“ geholt. Den „Godfather“ der Sandwiches um genau zu sein. Schlappe 13$ hat’s gekostet. Aber geil war’s. (Ich hab natürlich probiert) Ich habe mir oben bei einer Bäckerei einen gigantischen Shortbread-Cookie geholt. Getestet und für gut befunden! Nachdem ich alles einmal ganz genau unter die Lupe genommen habe. Ging es weiter - nach einer kurzen Wartezeit, da es kurzzeitig heftig geschüttet hat draußen.

Der nächste Stopp war das Eaton Centre. Von außen eher unscheinbar. Von Innen beeindruckend schön - für ein Kaufhaus. Hell, weitläufig und modern. Sehr weitläufig ist mir nach und nach aufgefallen. Ich habe ungefähr den halben Tag dort verbracht und bin trotzdem immer wieder auf neue Läden gestoßen. 

Eaton Centre

Hier wird geworben mit „Shop til you drop“ und damit wird nicht zu viel versprochen meiner Meinung nach. Ich hab mir wirklich Zeit gelassen und auch in mehreren Läden schöne Sachen gefunden und eingepackt. Aber selbst mir - der ultimativen Shopperin - ist es irgendwann zu viel geworden… wer hätte das gedacht. Ich hab mir dann im Foodcourt eine kleine Auszeit genommen und da es schon früher Abend war - wo ist die Zeit hin ?! - einen Snack gegönnt. Es wurde ein Falafelwrap bei einem Imbiss dessen Namen ich leider vergessen habe. Aber sie haben sich als „Mediterreanen cuisine“ beschrieben, soweit ich mich erinnere. Mit kleinem Salat und einer Flasche Wasser ca. 15$. Sehr lecker und zu viel, den Rest hab ich für später mitgenommen. 

Meine Begleitung hat herausgefunden, dass heute im stadteigenen Stadion ein Baseballspiel stattfindet. Spontan dazu entschlossen sind wir hinmarschiert. Schnell hab ich gemerkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin - auch wenn das Rogers Centre schwer zu übersehen ist, da es direkt neben dem CN Tower ist - weil richtige Menschenmassen in blau gekleidet in dieselbe Richtung geströmt sind. Es spielten die Toronto Blue Jays (in blau) gegen die New York Yankees (in grau). Ich hab keine Tickets online gekauft, da mir das mit den ganzen Servicegebühren irgendwie etwas teuer vorkam. Also hieß es: anstellen. Um 19:00 ging das Spiel los, sagen wir so um 19:00 saß ich noch nicht auf meinem Platz. Trotzdem ging es verhältnismäßig schnell und ich hab noch zwei Karten bekommen für je 30$. Ich hab zu dem netten Herren hinter dem Schalter gesagt, ich hätte gern die Billigsten :) Auf einem Baseballspiel war ich schon einmal, aber nur von einer High School Mannschaft, noch nie auf einem Richtigen. 

Als ich das Stadion betreten habe, muss ich gestehen war ich ziemlich beeindruckt. Man ist vielleicht die Allianz Arena gewohnt und die ist schon groß. Aber das war irgendwie noch einmal was anderes. Ich hatte Sitze ziiiiemlich weit oben. Aber von da hatte man die beste Aussicht! Die Baseballregeln hatte ich nur noch grob im Kopf. Spaß gemacht hat es aber trotzdem! Ich glaube ich werde in der Zeit hier in Kanada noch zum richtigen Baseballfan.

Rogers Centre

Leider haben die Blue Jays gegen die Yankees 6-12 verloren. Aber es war nur das Erste der vier aufeinander folgenden Spiele. Also Daumen drücken!

Neuer Tag neues Ziel: Die Niagara Fälle. Wenn man schonmal hier unten ist dacht ich mir, dann muss man die auch gesehen haben. Da ich ja ein Auto gemietet habe war das erst recht kein Problem. Habe mich vorher aber auch noch durch einen Blog informiert - der mir die Illusion ein bisschen genommen hat - es würde auch stündlich ein „Greyhound Bus“ fahren. Fahrtzeit beträgt ca 1,5 Stunden.

Illusion dahingehend genommen, da ich dachte die Niagara Fälle würden sich - wie gewohnt im Gebiet der Nationalparks und Rocky Mountains - in idyllischer Natur befinden und man könnte Außenrum noch etwas wandern gehen. Pustekuchen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die Wasserfälle befinden sich in mitten einer Stadt, die einfallsreicher weise „Niagara Falls“ heißt. Darum herum hat sich ein richtiges kleines Las Vegas entwickelt… War die Überraschung erstmal verdaut und die Menschenmassen ausgeblendet, kann ich sagen: wunderschöne Naturgewalt. Viel mehr braucht man zu den Wasserfällen an sich eigentlich nicht sagen.

Niagara Falls

Man kann an dem Fluss oben entlang gehen und damit sehr lange immer wieder die Wasserfälle anschmachten. Solche Naturphänomene faszinieren mich wirklich, ich hätte stundenlang einfach nur dastehen und beobachten können. Man hätte auch die Möglichkeit gehabt mit einem Boot direkt vor die Wasserfälle zu fahren (25$) oder mit einer Zipline am Fluss entlang zu fliegen (ca 56$), aber das hat mir irgendwie widerstrebt. 

Nunja, irgendwann bin ich dann doch weiter und hab mir mal die „Clifton Hill“ Fun Straße angeschaut. Die kann man recht schnell zusammenfassen: Bunt, schrill und teuer. Ein Casino, Restaurant, Fahrgeschäft nach dem anderen. Kinderherzen lässt das sicherlich höher schlagen. Ein Riesenrad gibt es auch! Da bin ich einmal die Straße hoch und wieder runter. In ein paar Läden bin ich auch rein, aber schnell wieder raus. Der Einzige, der mir gefallen hat war ein Fudge-Laden, da war alles rosa und es gab Fudge, Cookies, Schokolade und Variationen von allem zusammen ;) Es ist irre und irgendwie schwer zu umreißen, dass hier sozusagen ein Volksfest der Straße entlang gebaut wurde, das 24/7 offen hat. Weiter unten gabs natürlich noch das obligatorische Hard Rock Cafe und - das fand ich am coolsten - „Hershey’s world“. Ein Laden voll mit Hershey Schokolade und was man damit alles anstellen kann. (Hershey schmeckt für Deutsche - meiner Meinung nach scheußlich, aber der Laden war cool ;) )Allzu viel Zeit hab ich der Straße aber nicht gewidmet, sondern bin langsam wieder am Fluss und den Wasserfällen entlang zurück zum Auto, das ich an einem nachgelegenen und dafür ausgelegten Parkplatz für 25$ abgestellt hab. Wie ihr seht, gibt man fast am meisten Geld für das Parken aus…

Mein Fazit für Toronto und den Niagara Fällen:

Toronto ist eine gigantisch große Stadt, die wie ich nach und nach gemerkt habe, mehr zu bieten hat als seine Glasbauten. Mit ein bisschen mehr Zeit kann man sicherlich alle charmanten Ecken erkunden und finden. Hier ist auf jeden Fall immer was los und sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Ich hab so viele gut und interessant klingende Restaurants und Imbisse gesehen, so viel hätte ich gar nicht essen und probieren können… 

Was die Niagara Fälle angeht, so kann hier das Gleiche sagen. Die (Nord)-Amis haben das Potential erkannt und was draus gemacht. Muss ja nicht jedem gefallen. Die Wasserfälle an sich sind wunderschön und atemberaubend, ich würde nochmal hinfahren! So viel dazu ;)

Achja, wollt ihr noch mehr visuelle Begleitung? Mehr Bilder und Videos gibt’s auf meinem Instagramprofil ;) (Link finder ihr auf meiner Übersicht)

See ya!

Samantha Stadler zuletzt bearbeitet am 11.08.2019