< zurück zum Blog von Samantha Stadler
< zurück zum Universitätsprofil: Carleton University

Ottawa - Klappe die Zweite

Fairmont Chateau Laurier

Hallihallo,

Letztes Mal hab ich ja den Byward Market und den Lansdowne Park angepriesen, da war ich jetzt und kann euch Auskunft geben. Außerdem - wenn ihr euch erinnert - wollte ich euch auf dem Laufenden halten zwecks meiner Wohnungssuche. Darum geht’s heute auch.

Mittlerweile bin ich in ein neues Airbnb umgezogen, leider etwas weiter weg, aber auch super sauber und hat alles was man braucht. Mein Host hat mich auch gleich nett empfangen, obwohl ich viel zu früh angereist bin. Ups. Naja, während das alte Airbnb eher im Westen lag, liegt das Jetzige genau am anderen Ende sozusagen im Osten der Stadt. Dauert alles etwas länger mit dem Bus, aber ich bin näher am Rideau Centre - hehe - und somit auch näher am Byward Market. Dieser liegt nämlich genau um die Ecke der Mall, also total zentral.

Der besagte Markt hat auch eine wirkliche Markthalle, die von außen ziemlich genauso aussieht wie die Halle des St. Lawrence Market in Toronto. Nur um einiges kleiner. Diese hier hat nur eine Ebene und man ist ziemlich schnell durch. Auch ist dieser kein so wirklicher Markt, sondern es gibt verschiedene kleine Restaurants und To-Go Stände. Außerdem ein paar kleine Läden, die zum Beispiel handgemachten Schmuck oder anderes schönes Zeug verkaufen, die kein Mensch braucht. Die Halle hat eine Galerie, auf die man raufgehen kann und man so auch aus der Vogelperspektive alles überblicken kann. Klein, aber charmant.

Markthalle

Um die Markthalle außen rum haben sich dann tatsächlich Marktstände aufgereiht. Frisches Obst und Gemüse - inklusive der größten Tomaten, die ich je in meinem Leben gesehen habe - auf der einen Seite und auf der anderen Seite wieder Handgemachtes. Um die Ecke gibt es noch mehr Stände mit Schmuck und „Hippiezeugs“, nennen wir’s mal so. Also so Indie-Taschen und Schals, Decken und noch mehr Schmuck. Dort hab ich mir zwei Ringe für 10$ geschnappt. Nicht die allerbeste Qualität, aber eine schöne Auswahl.

UND was ich super finde, es kommt kein zusätzliches Tax drauf. Egal wo man sonst Geld ausgibt - außer vielleicht im Bus - muss man gedanklich immer noch die Steuer mit dazurechnen, da alle Preise immer ohne angegeben werden. Meiner Meinung nach der reinste Schwachsinn, aber mich fragt ja keiner… ;)

Außerdem gibt es natürlich wieder unglaublich viel zu Essen. Keine großen Ketten, sondern kleine selbstständige Lokale. Persönlich empfehlen kann ich das El Camino. Dort gibt es mexikanische Köstlichkeiten. Wirkliche Köstlichkeiten. Tacos, nicht-Tacos, Entrées und Desserts. Ein Gaumenschmaus. Ich hatte zwei mal den „Crispy fish Taco“ und habe mir noch das „Corn“ geteilt. Bin eigentlich nicht so der Fan von Mais, aber dieser Maiskolben hat mich glaub ich umgestimmt. Müsst ihr probieren. (Auch die Tacos. Hashtag yummy) Was auch cool ist bei dem Laden: die haben eine Dachterasse! Leider hats bei unserem Besuch geschüttet wie nie zuvor…

Das zweite Restaurant, das ich bis dato empfehlen kann ist ein Diner namens Zak’s Diner. Auch hier hat man die Möglichkeit draußen zu sitzen. Er befindet sich gleich neben Zak’s Cantina. Die zwei gehören wohl zusammen ;) Innen total originell und kitschig eingerichtet. So wie man sich einen Diner eben vorstellt.

Alle Kanadier schwärmen ja immer so vom berühmt berüchtigten Poutine. Poutine sind Pommes mit Gravy und Käsewürfeln oben drauf. Also dachte ich mir, gut probier ich’s mal. Dazu gab’s für mich noch einen kleinen griechischen Salat und meine Begleitung hat sich - sehr sehr gute - Mac’n’Cheese Bites gegönnt. Weil das natürlich noch nicht gereicht hat, haben wir uns noch einen - streng genommen waren es zwei, so viel war’s - Nutella Milchshake geleistet. Man gönnt sich ja sonst nichts ;) Also sagen wir so, das Poutine hab ich jetzt probiert und ich denke dabei bleibt’s. Bekommt eine 6/10. Bin einfach nicht so der Fan von diesem Gravy. Die restlichen Zutaten waren geil! Kurz noch zum Milchshake: der war der Hammer. Ohne Witz. Ich hab ihn mit laktosefreiem Eis und Mandelmilch bestellt, weil ich ein armer Mensch mit Laktoseintolleranz bin. Trotzdem nach wie vor 10/10! Also vorbeischauen.

Poutine

Was auch noch typisch kanadisch ist, ich aber noch (!) nicht probiert habe sind die „Beaver Tails“. Ist eine gebackene Süßspeise. Die kommt als nächstes dran.

Fazit Byward Market:

Eins meiner Lieblingsviertel glaub ich. Hat mich ganz entfernt etwas an den Kensington Market aus Toronto erinnert. Hier hat man wieder ganz viel Charm und Charakter auf einem Fleck. I like! Hier werde ich definitiv öfters vorbeikommen! Vor allem, weil meine „Forever-Wohnung“ ganz in der Nähe sein wird. Hehe (Dazu später mehr)

Nun noch kurz zum Lansdowne Park. Der ist leider von meinem Airbnb aus gesehen am Arsch der Welt… Über eine Stunde mit dem Bus. Aber was tut man nicht alles um die Stadt zu erkunden. Hier steht das stadteigene Footballstadion, mehrere Restaurants und ein Kino. Das war’s aber auch schon - zumindest habe ich nicht mehr gefunden. Außer: einen Whole Foods Market. I’m in heaven. Hier gibt es alles in Bioqualität und so viele geile Alternativen, Unverpacktstationen, ein Buffet, Pizza… was will man (ich) mehr. Solche Supermärkte sind eine willkommene Abwechslung!

(„Farm Boy“ ist so ziemlich das Gleiche. I like) Mehr muss man zum Lansdowne Park eigentlich nicht sagen.

Okey, letzter Punkt für heute: Wohnungsdebakel.

Ich hatte mich, ich glaube es war Mitte März beim Studentenwohnheim an der Uni beworben. Ich habe mich auf der Warteliste bis auf Platz eins hochgearbeitet, aber weiter ging’s dann nicht. Also hieß es privat im Internet nach Wohnungen suchen… 

Seiten, die ich empfehlen kann: „places4students.com" und „kijiji.ca".

Was die Wohnungssuche halt schwierig macht ist zum Einen, dass man Student ist und nicht so viel monatlich ausgeben kann; man gerne nahe an der Uni wohnen möchte, da man ja kein Auto hat; nur ein Semester in Kanada ist und ganz einfach, weil zu dieser Zeit gefühlt ganz Ottawa nach einer Wohnung sucht. Das hat mich einige Nerven gekostet. Unzählige Leute angeschrieben, viele antworten gar nicht oder wollen mindestens acht Monate vermieten oder haben das Zimmer schon vergeben oder oder oder.

Drei Wohnungsbesichtigungen hatte ich, zu zwei bin ich hingegangen. Bei einer habe ich dann den Vertrag eigentlich schon unterschrieben gehabt, aber die Vermieterin wollte das Geld dann logischerweise so schnell wie möglich. Ist unpraktischerweise am nächsten Tag aber los nach Amerika zur Arbeit. Online überweisen per „Xoom“ (ein Service von PayPal) hat sich dann als äußerst schwierig und langwierig herausgestellt, sodass ich das Ganze letztendlich abgeblasen habe. Sie war leider auch total ungeduldig und hat mich ständig „daran erinnert“, dass das Zimmer sehr begehrt ist und sie viele andere in der Schlange hat sozusagen. Danach stand ich wieder mit leeren Händen da und mittlerweile war das Meiste einfach schon weg.

Long Story short: Ich hab jetzt mit meiner Begleitung ein Airbnb gebucht für die gesamte Zeit. Nein, das ist nicht günstig. Aber besser als gar nichts. Zudem liegt es ziemlich zentral und ich bin einfach froh, dass dieser Stress jetzt rum ist. Was lernen wir daraus? Ehrlich gesagt keine Ahnung, weil ich dachte sich Mitte März zu bewerben wäre früh genug. Aber bewerbt euch einfach sobald ihr euch sicher seid, ihr wollt an die Carleton. Keine Zeit verschwenden!

So viel dazu. Ich denke der nächste Blog wird über den I-Start Orientation Day (das ist Pflicht für alle internationalen Studenten), das Welcome Event und die Orientation Week gehen. Mal sehen ;)

Achja, sorry, dass der Blog so Food-lastig ist. Ich habe euch gewarnt: Ich bin ein Foodie ;)

Bis dann,

See ya!

Samantha Stadler zuletzt bearbeitet am 14.10.2019