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Ottawa - die ersten Eindrücke

Hallihallo,

Ich bin jetzt ziemlich genau seit einer Woche in Ottawa und hab schon einiges gesehen. Aber bei weitem noch nicht alles! Auch wenn’s gegenüber Toronto winzig wirkt, hat Ottawa immerhin noch grob 1Mio. Einwohner und ist somit für mich Kleinstadtkind nach wie vor eine riesengroße Stadt. Ich bin in einem supersüßen kleinen Airbnb untergekommen - dem stand ich ja bis vor diesem Trip immer etwas skeptisch gegenüber - und das hat alles super geklappt. (Bei Bedarf an weiteren Informationen: meldet euch einfach über Instagram)

Ottawa

Das besagte Airbnb war im Viertel Hintonburg-Mechanicsville, welches schon einiges zu bieten hat. Zum Beispiel so ziemlich den besten Donutladen: Suzy Q. Wirklich genau um die Ecke, ob das jetzt was Gutes oder Schlechtes ist, naja ;) Die Straße (Wellington/Somerset Street) kann man ganz entspannt vor und zurücklaufen und bekommt so viele Inspirationen was man die kommenden drei Wochen essen möchte. Pubs, vegane Restaurants, (Frühstücks)-Diner, Pizzarestaurants, verschiedene originelle Cafés, und so weiter und so fort. Ihr versteht mich. Also wenig Restaurantketten, sondern eher kleine Originale. I love it. Außerdem ist genau um die Ecke eine Bushaltestelle, die relativ verlässlich und regelmäßig angefahren wird und euch unter anderem nach Little Italy bringt.

Kurze allgemeine Zwischeninformation - bzw. zwei: Die öffentlichen Verkehrsmittel in Ottawa bestehen aus Bussen und zwei - momentan einer - sogenannten O-Train-Linien. Bei den Bussen gibt es auch wieder Unterscheidungen, manche fahren alle 15min, manche sind „local“ und fahren nicht so häufig (bzw. nicht so verlässlich…). Die sind farblich unterteilt. An jeder größeren Bushaltestelle gibt es aber einen Fahrplan und dort kann man in der Legende alles nachlesen. Der O-Train fährt nur ca. fünf-sechs Stationen an - glücklicherweise aber die Carleton University - und wird deshalb noch nicht so genutzt von den Einheimischen. Außerdem fährt dieser Zug in Zeitlupe. 

Zusammengefasst: Man kommt schon irgendwie von A nach B, nicht immer wenn man möchte oder es plant, aber es funktioniert schon (meistens). Aber ich bin auch schon sehr viel zu Fuß gegangen muss ich gestehen. Also es ist immer etwas spannend ob und wann jetzt der Bus kommt. Da werd ich den Dreh schon auch noch rauskriegen - hoffe ich ;) Noch was, im Bus kann man Tickets für Einzelfahrten kaufen. Kosten immer zwischen 3,25$ und 3,50$. Wichtig: Es geht nur mit Kleingeld und es wird auch nicht gewechselt. Also immer schön passend dabei haben. Die Tickets gelten dann aber ab Kauf 1,5 Stunden und auch für den O-Train. 

3-7-Tagestickets gibt’s bei O-Trainstationen an Ticketautomaten. Allerdings noch eine Seltenheit!

Und: nehmt auch im Hochsommer immer einen Pulli oder eine Jacke mit, wenn ihr das Haus verlasst und plant Grocery shoppen oder in eine Mall zu gehen. Oder auch einfach nur essen zu gehen.  Es  ist  einfach  so  kalt  überall.  

Googelt man Ottawa nur mal schnell liest man sofort Little Italy, Chinatown und Parliament Hill. Little Italy ist nur eine kurze Busfahrt von meinem ersten Airbnb entfernt - oder ein kleinerer Spaziergang. Ursprünglich haben sich hier wohl wirklich nur Italiener angesiedelt, aber mittlerweile ist es einfach ein charmantes Viertel mit vielen, größtenteils italienischen Restaurants. Abends ist es schön beleuchtet und bietet ein ganz kleines europäischen Flair. Hier kann man mal etwas schicker essen gehen oder ein leckeres Gelato genießen. Auch unterm Tag eine nette Straße zum durchspazieren.

Little Italy

Chinatown hab ich mir natürlich auch angeschaut. Eine kleine Version der Chinatown in Toronto. Ich denke die sehen alle ähnlich aus. Bzw. erkenne ich da wenig Unterschied ;) Asiatische Restaurants und Supermärkte. In einem war ich drinnen. Finde ausländische Supermärkte immer total interessant. Dort gab es frische Fisch- und Fleischtheken mit noch lebenden Krebsen und Hummern… Mein liebstes asiatisches Dessert: Mochis. Und vieles Mehr. Allzu viel Zeit hab ich hier aber nicht verbracht, einmal entspannt entlang spaziert und das reicht meiner Meinung auch.

Die meisten Bilder von Ottawa, die man im Internet findet zeigen Parliament Hill. Der befindet sich mitten in der Stadt vor dem Ottawa River - der übrigens Ontario und Quebec voneinander trennt - und ist wirklich schön anzuschauen. Die Gebäude sehen aus wie ganz viele Schlösschen. Allgemein zieht sich der britische Einfluss durch die gesamte Innenstadt. Immer wieder sieht man „alte“ Gebäude, die sich sehr schön von den neuen Glasbunkern absetzen. Eine schöne kleine „Fußgängerzone“ ist die Spark und Bank Street. Hier findet man wieder ein paar Restaurants und Geschäfte.

Parliament Hill

Zum Shoppen gehen kann ich Ottawas größte Mall empfehlen: das Rideau Centre. Hier kann man sich definitiv austoben und hungrig wird man auch nicht wieder rausgehen. Die Mall befindet sich ziemlich genau neben Parliament Hill, also super mit dem Bus zu erreichen.

Ach ja, es gibt sogar einen kleinen „Stadtstrand“. Mooney’s Bay Beach. Viel braucht man dazu eigentlich nicht sagen, ich hab mir den mal angeschaut und der war echt gut besucht! Viele kommen zum Grillen, zum Buch lesen, manche kommen aber auch wirklich zum Baden. Eine kleine Snackbar und einen Eisverkauf gibt es auch. Für ein mini Getaway also eigentlich gar nicht so schlecht.

Die Uni habe ich natürlich auch schon kurz angeschaut. Ziemlich überwältigend, einfach gigantisch groß. Mehr zur Uni kommt wenn sie angefangen hat (ab 4.9.2019).

Das waren jetzt mal grob die größten Must-Sees, die ich in der Woche erkunden konnte. Die nächsten Tage stehen noch der Byward Market und das Lansdowne Viertel an. Ich kann aber auf jeden Fall schon sagen, dass Ottawa eine gute Wahl war denk ich. Die Stadt ist nicht zuuu groß, aber immer noch groß genug für das Großstadtflair - obwohl ich gestehen muss, dass mir bisschen das typische Natur-Kanada-Feeling fehlt. Da muss ich wohl noch etwas außerhalb rumreise. Aber es ist eine schöne Stadt mit Charakter und sie fühlt sich sicher an. In manchen Dingen ist sie noch nicht so fortschrittlich, aber ich fühl mich schon heimisch.

Also bis dann,

See ya!

Samantha Stadler zuletzt bearbeitet am 14.10.2019