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Poutine, Stir-fry, Burger - Essen an der Brock University

Solltet ihr die Blogbeiträge über Finanzen und Wohnen schon gelesen haben, dann wisst ihr, dass ich hier in Kanada im Studentenwohnheim wohne und größtenteils die Essensangebote auf dem Campus nutze. Bei der Buchung der meisten Studentenwohnheime muss man einen Meal Plan dazu buchen. Das gilt nicht für die Wohnheime, die eine eigene Küche haben, aber das betrifft nur wenige. Es gibt die Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Meal Plans. Einige Austauschstudenten waren sich wohl zu Beginn nicht sicher, was das überhaupt bedeutet. Es geht aber einfach nur um die Höhe des Guthabens, welches man zur Verfügung hat. Ich habe daher erstmal den geringsten Betrag für mein Meal Plan genommen, auch weil der Betrag nicht für ein Semester runter gerechnet wird, sondern pro Jahr gilt. Für Austauschstudenten wird aber eine Ausnahme gemacht, sodass wir das nicht verbrauchte Guthaben am Ende wieder zurückerstattet bekommen.

Das bedeutet, dass ich mit meiner Studentenkarte die meisten Angebote auf dem Campus nutzen kann, ohne zusätzlich Geld dabei haben zu müssen. Bei einigen externen Anbietern, beispielsweise Pita Pit und Tim Hortons, kann ich mit meiner Studentenkarte bezahlen, bei Burrito Boyz und Hopscotch nicht. Tim Hortons, das kanadische und viel günstigere Pendant zu Starbucks, hat uns hier definitiv schon öfters gerettet. Da es dort auch ein Frühstücksangebot gibt, hilft das besonders am Wochenende, wenn die Mensa unseres Wohnheims geschlossen hat.

Es gibt definitiv eine große Auswahl, alleine schon in den verschiedenen Mensen. Das größte Angebot bietet der „Market“: hier gibt es ein Frühstücksangebot, Smoothies, Salatbar, Sandwiches, Pizza, Burger, Buritto, ein Tagesgericht und gebratenes Gemüse mit Fleisch oder Tofu. Das tolle ist, dass vieles davon frisch und individuell zubereitet wird und nicht aufgewärmt schon einen halben Tag vor sich hin liegt. Dafür ist es ja auch nicht grade günstig, verglichen mit Mensaessen in Deutschland.

Da ich mich seit vielen Jahren vegetarisch ernähre, war ich gespannt, ob das hier ein Problem darstellen wird oder nicht. Ich muss sagen, dass mich das positiv überrascht hat und ich sehr gut und lecker essen kann. Meistens esse ich Burritos, Salat, gebratenes Gemüse mit Tofu und Glasnudeln, Falafel, den Beyond Meat Burger oder das Tagesgericht, dass es immer in fleischhaltig und fleischlos gibt. Klar hat man auch davon mal die Nase voll, dann kann man natürlich in die Stadt ausweichen, wo ich erst gestern ein rein veganes Restaurant entdeckt habe. Auf dem Campus vegan zu leben geht auch, es gibt sogar einen Verein dafür, ist aber wahrscheinlich so wie immer ohne eigene Küche recht aufwendig und eingeschränkt.

Während der Ausflüge und Road Trips hatte ich auch keine Probleme als Vegetarier und habe immer was gefunden. Was ich wohl definitiv auslassen werde ist das Nationalgericht Poutine, was Käse, Bratensoße und Fleisch über Pommes bedeutet. Den Sinn versteh ich nicht so ganz, weil ich Pommes gerne knusprig mag, aber beliebt ist es hier sehr. Wovon ich allerdings ein riesen Fan geworden bin, ist die Idee der Water Fountains, die überall in der Uni zu finden sind (normal in den USA und Kanada). Da gibt es dann frisches, gefiltertes Leistungswasser und meine Thermosflasche ist mein ständiger Begleiter geworden. Das Leistungswasser aus dem Hahn schmeckt meistens ziemlich nach Chlor, sodass das gefilterte, kalte Wasser wirklich toll ist.

Ansonsten ist Kanada ein Land der Einwohner. Daher findet man natürlich die kulinarischen Highlights aus vielen Ländern wieder.

Lisa Marie Erb zuletzt bearbeitet am 06.11.2019