< zurück zum Blog von Nadine Butke
< zurück zum Universitätsprofil: University of Victoria

Wohnen in Victoria

Heute erzähle ich euch wie versprochen etwas über das Wohnen hier in Victoria und stelle euch die drei gängigsten Unterkunftsarten vor:

  1. On-Campus Housing

Leben und Studieren an einem Ort, so wie man es aus amerikanischen College Filmen kennt. Hierzu kann ich euch mit Abstand am meisten erzählen, da es die Alternative ist, für die ich mich entschieden habe. Hier ist man hautnah am klassischen Studentenleben dabei. Dauernd finden irgendwelche Events statt und es ist wirklich immer etwas los. Zudem ist einfach alles in unmittelbarer Nähe, was so einiges an Zeit spart. Vor allem weil ich in Deutschland eine Stunde zur Uni brauche (gerade im Winter auch gerne mal länger), habe ich mich dafür entschieden direkt auf dem Campus zu wohnen, um mir nach zwei Jahren Studium für ein Semester einen zehn Minuten Fußweg zu meinen Vorlesungen zu gönnen. Hier an der Uvic gibt es viele Dorms in unterschiedlichen Häuserblöcken und die sehr beliebte Cluster Neighborhood. In den Dorms hat man ein eigenes Zimmer (oder auch Doppelzimmer) und teilt sich mit dem gesamten Flur das Bad, also wie in einem Hostel, nur dass man eben alleine in seinem Zimmer ist. Zudem gibt es Gemeinschaftsräume und einen Mealplan, also einen recht hohen Betrag an Geld auf dem Studentenausweis, mit dem man in den Restaurants und Cafes der Uni bezahlen kann. 

In den Clustern leben vier Leute zusammen in einem kleinen Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer, es gibt zwei Bäder, ein Wohnzimmer und eine Küche mit Kühlschränken, Ofen und Herd, allerdings komplett ohne Besteck, Geschirr und andere Küchengeräte. Hier verpflegt man sich selbst und es ist daher kein Mealplan mit inbegriffen. Wenn man möchte, kann man sich allerdings trotzdem einen kaufen, oder in den Restaurants einfach bar oder mit Kreditkarte zahlen. Abgesehen davon, dass die Cluster in meinen Augen wirklich super schön aussehen, hat man wirklich sehr viel Platz für wenige Leute. Ich bin echt froh darüber, dass ich im Cluster wohne, denn ich habe schon einige Leute kennengelernt, die sich hierfür beworben, aber keinen Platz bekommen haben. Einen Tipp an alle Business Studenten: lasst euch auf die preferred list setzten, wenn ihr mindestens vier Business Kurse belegt, so erhöht ihr eure Chance angenommen zu werden. Ich bin jedenfalls super zufrieden mit meiner Unterkunft. In meinem Cluster leben außer mir eine Dänin, eine Nigerianerin und eine Holländerin, die mit zehn Jahren mit ihrer Familie nach Kanada gezogen ist.

Wohnen auf dem Campus der UVic
Wohnen auf dem Campus der UVic

2. Off-Campus Housing

Wenn man außerhalb des Campus wohnt, sucht man sich eigenständig eine Wohnung, so wie man es auch zu Hause tun würde, nur dass man den Mietvertrag eben nur für einen kurzen Zeitraum ansetzt. Die Kosten variieren hier natürlich sehr stark, je nachdem wo und wie man wohnt. Einige suchen sich bewusst eine Unterkunft, die nicht allzu weit von der Uni weg ist, andere ziehen eher etwas weiter in den Stadtkern, was auch seine Vorteile hat, denn obwohl Victoria nicht riesengroß ist, ist alles was sich nicht auf dem Unicampus abspielt schon ein Stück weiter weg. 

Zu Walmart und nach Downtown z.B. dauert es etwa 25 Minuten mit dem Bus, wobei die Busse hier „nur“ im 15 Minuten Takt fahren. Das Wohnen außerhalb des Campus ist allerdings auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Ich habe hier schon mehrere Leute kennengelernt, die absolut gar nicht mit ihrer Unterkunft zufrieden waren und während der ersten Tage hier den Stress hatten, eine neue Unterkunft finden zu müssen. Andere sind wiederum sehr glücklich, da gehört wohl einfach ein bisschen Glück dazu.

3. Homestay

Diese Alternative ist so ähnlich wie die zweite, nur dass man hier in einer kanadischen Familie lebt und die Mahlzeiten im Preis mit inbegriffen sind. Man hat also immer einen gefüllten Kühlschrank, kochen muss man allerdings selbst. Ich denke hier gilt genauso wie beim Off-Campus Housing, dass man einfach Glück haben muss, ob die Wohnung wirklich so ist, wie man sie sich vorgestellt hat.

Ich glaube, dass jede Unterkunftsform ihre Vor- und Nachteile hat, aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl und würde mich wieder so entscheiden. :)

Nadine Butke zuletzt bearbeitet am 11.09.2018