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Halbzeit!?

Die Hälfte meiner Zeit in Kanada ist jetzt schon um und daher werde ich jetzt einfach ohne groß nachzudenken, ein bisschen drauf los schreiben.

In den letzten Tagen habe ich immer mehr realisiert, wie schnell die Zeit hier vergeht und hatte ein paar Flashback Momente an die Anfangszeit. Alles war neu, man kannte niemanden außer sich selbst und hat sich regelmäßig auf dem Campus verlaufen. Und jetzt, zweieinhalb Monate später, hat man seinen Stammplatz in der Bib und im Hörsaal, ein Lieblingsgericht in der Mensa, was man mindestens zweimal die Woche isst und natürlich neue Freunde, mit denen man seine Freizeit verbringt. Schon in weniger als einem Monat ist Vorlesungsende und knapp drei Wochen später werde ich die Uni verlassen, um anschließend nach Lake Louise, Banff, Montreal und Toronto zu reisen. Natürlich freue ich mich schon auf all das, was mich nach meiner letzten Klausur erwartet, aber irgendwie ist es natürlich trotzdem schade zu wissen, dass man nur noch so „wenig“ Zeit hier in Victoria hat. Man hat sich mittlerweile schon lange hier eingelebt und ist trotz der regelmäßigen Ausflüge im Alltag angekommen, was natürlich auch bedeutet, dass man nicht mehr viel darüber nachdenkt, dass man hier nur begrenzt Zeit hat.

Letzten Donnerstag habe ich meinen letzten Midterm geschrieben und ein ziemlich zeitfressendes 10 Seiten Assignment abgegeben, aber jetzt habe ich erst mal für eine Woche lang Reading Break. Die Reading Break ist eigentlich dafür gedacht, dass man Zeit hat den Stoff nachzuholen, aber im Endeffekt sind es doch eher inoffizielle Ferien. Viele Exchange Studenten verbringen die Reading Break auf Hawaii oder woanders in den USA, aber ich habe mich dazu entschieden hier in Victoria zu bleiben, denn das Reisen nach der Uni wird natürlich nicht gerade günstig werden. Klar wäre es schön, jetzt irgendwo spätsommerliche Temperaturen zu genießen und nochmal etwas neues zu sehen. Aber ich bin eigentlich ganz froh darüber die freien Tage hier „zu Hause“ zu sein, einfach in den Tag zu leben und zu machen, worauf ich gerade Lust habe. Außerdem habe ich vor ein paar Wochen eine kleine Bucketlist mit Dingen geschrieben, die ich machen will, bevor ich die Uvic verlasse. Die Uni hat echt so vieles zu bieten, dass man einiges einfach mal ausprobieren sollte, wie zum Beispiel Laughter Meditation. Was Laughter Meditation ist? Genau das wonach es sich anhört, man liegt mit einer Gruppe von Leuten auf dem Boden und lacht… zehn Minuten lang! :D Klingt bescheuert, ist aber echt lustig! Ich war jetzt schon zwei mal dort und werde bestimmt die nächsten Wochen nochmal hingehen. Praktischerweise findet die Laughter Meditation im gleichen Gebäude wie das Pet Cafe statt, wo ich jeden bis jeden zweiten Mittwoch hingehe, um Hunde zu streicheln.

In den nächsten Tagen und Wochen möchte ich unter anderem einmal hier im CARSA (dem Unigym, in dem ich angemeldet bin) klettern gehen und außerdem gibt es auf dem Campus auch ein Schwimmbad, indem ich bis heute noch nicht war. Anfangs nimmt man sich so vieles vor, aber durch die Tatsache, dass man hier eben nicht nur vor sich hin lebt, sondern auch studiert, rücken manche Sachen dann leider in den Hintergrund. Aber noch habe ich knapp fünf Wochen Zeit, um noch einiges zu sehen und zu erleben. 

Vor zwei Wochen habe ich übrigens einen kleinen Roadtrip mit ein paar Freunden unternommen und Vancouver Island erkundet. Dabei sind wir teilweise ziemlich steile und rutschige Hiking Trails entlang gewandert (und teilweise gekrochen und geklettert). Am ersten Tag waren wir bei den Sooke Potholes und haben dort unter anderem Lachse und Adler gesehen. Was mir dort besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass wir kaum anderen Menschen begegnet sind und einfach für uns mitten in der Natur waren. Anschießend ging es weiter zum China Beach und Mystic Beach, an denen wir ebenfalls fast alleine waren. Den darauf folgenden Tag haben wir in Nanaimo verbracht und uns den Hafen und die Natur dort angeguckt. Nanaimo ist eine ziemlich kleine, nicht allzu spannende Stadt, aber für einen Tagestrip lohnt es sich meiner Meinung nach. 

 

 

 

Jetzt genieße ich erstmal meine Reading Break und berichte in ein paar Tagen über das, was ich alles so gemacht und gesehen habe. :)

Nadine Butke zuletzt bearbeitet am 12.11.2018