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Das Ende naht

Gestern hatte ich meine letzte Vorlesung hier an der University of Victoria und so langsam realisiere ich, dass die Zeit hier fast vorbei ist. Ich bleibe zwar noch über einen Monat lang in Kanada, aber das Auslandssemester selbst ist schon fast rum. Mit den letzten Vorlesungen und Assignments bin ich auch schon mit zwei meiner Kurse, Entrepreneurship und Business Englisch durch. Heute geht es für mich ein letztes mal ins Pet Cafe und die nächsten Tage wird für die Finals in Accounting und Business Decision Making gelernt. Da ich ansonsten aber eben keine Verpflichtungen mehr habe, bleibt zum Glück auch noch etwas Zeit für Ausflüge, Strandspaziergänge und Filmabende mit Freunden. 

 

Was ich ein bisschen schade finde ist, dass hier alle nach und nach die Uni verlassen und es eben nicht EINEN großen Abschied gibt. Daher finde ich es wichtig die letzten Tage nochmal richtig zu genießen. Hier ist eine kleine Liste mit Tipps und Empfehlungen, die ich euch für euer Auslandssemester mit auf den Weg geben möchte.

 

1. Probiert neue Dinge aus

Nordamerikanische Unis haben echt unglaublich viel an Freizeitaktivitäten zu bieten und für vieles muss man kaum oder gar kein Geld zahlen. Man muss nicht unbedingt direkt einem Club beitreten um etwas auszuprobieren, sondern kann fast überall mal reinschnuppern. Ich hatte zum Beispiel vor Kanada nie den Wunsch gehabt, Stand-up Paddling zu probieren, aber jetzt weiß ich, dass es mir richtig Spaß macht! 

 

2. Verbringt Zeit in der Natur

Das knüpft ein bisschen an den letzten Punkt an, aber mir ist wirklich sehr stark aufgefallen, dass ich hier viel mehr in der Natur unterwegs bin als in Deutschland. Vancouver Island hat an Hiking Trails, inklusive Wäldern und Wasserfällen wirklich viel zu bieten! So ziemlich jeder, der es nicht ohnehin schon gemacht hat, hat hier das Wandern für sich entdeckt. Besonders gefallen hat mir der Mount Manuel Quimper in Sooke und der Trail zum Mount Finlayson. Beim zweiten war die Aussicht am Berggipfel zwar nicht sooo überragend, der Weg dahin aber umso mehr. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass Victoria direkt am Meer liegt. Mitten im Semester bin ich zwar recht selten zum Strand gekommen, aber gerade am Anfang des Semesters und auch jetzt wieder, nehme ich mir wieder öfter die Zeit für einen Spaziergang am Cadboro Bay. 

 

 

3. Findet Freunde aus anderen Ländern

Wie ich schon beim Reisen nach meinem Abi gemerkt habe, sind Deutsche echt überall, ganz egal wo man hingeht. Hier an der Uvic habe ich es aber ganz gut geschafft nicht allzu viele Deutsche kennenzulernen und in einer “gemischten Gruppe“ unterwegs zu sein. Zum einen will man ja schließlich möglichst viel Englisch reden und zum anderen ist es auch einfach interessant sich mit Leuten aus anderen Ländern auszutauschen. 

 

4. Wohnt auf dem Campus

Ich hatte ja bereits vor einigen Wochen einen Blogpost zum Thema Housing und den verschiedenen Möglichkeiten geschrieben. Alle Varianten haben zwar ihre Vor- und Nachteile, aber nach über drei Monaten kann ich euch wirklich nur ans Herz legen direkt auf dem Campus zu wohnen. Es ist super praktisch und zeitsparend alles direkt um sich herum zu haben, die Uni selbst, die Bib, das Gym und die Freunde. Ich würde mich immer wieder für diese Variante entscheiden. Man ist einfach viel spontaner, als wenn man weiter weg wohnt und auf die nicht ganz so regelmäßigen Buszeiten angewiesen ist.

 

Das wars für heute. Bis nächste Woche!

Nadine Butke zuletzt bearbeitet am 05.12.2018