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A new journey

Ein Auslandssemester zu absolvieren gehört im Bereich Wirtschaftswissenschaften in Deutschland mittlerweile fast schon zum guten Ton. Als ich mein Studium begonnen habe konnte ich den Wunsch vieler Kommilitonen, ein Semester im Ausland zu studieren, oft nicht nachvollziehen. Die Heimat, Freundin, Freunde und Familie für mehr als ein paar Wochen Urlaub zu verlassen kam für mich Anfangs nicht infrage. Erst während meines Bachelor, zwischen Unileben und Alltag, bekam ich Lust auf etwas Neues.

Zu mir: Ich heiße Moritz, bin 25 Jahre alt und studiere Wirtschaftsingenieurwesen im Master an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Mein Bachelor war ziemlich vollgepackt mit jeder Menge Pflichtveranstaltungen und meine Uni oft zu unflexibel bezüglich Anrechnung von Pflichtleistungen im Ausland (vor allem im technischen Bereich). Da ich im Master viele Wahlmöglichkeiten habe, entschied ich mich nun doch noch dafür ein Semester im Ausland zu studieren. Mit IEC kam ich zum ersten Mal 2015 im Rahmen einer Info-Veranstaltung an der Uni in Kontakt. Überzeugt hat mich vor allem die breite Auswahl an Universitäten in verschiedenen Ländern und die hohe Annahmequote von 98%.

Wahl der Universität:

Für die Griffith University entschied ich mich aufgrund der Stadt Brisbane und des warmen Klimas im australischen Winter, der im Vergleich zum deutlich kälteren Sydney und Melbourne auch als "deutscher Sommer" durchgehen könnte. Die Griffith University hat außerdem seit 2017 das neue Trimester-System eingeführt. Die Trimester sind etwas kürzer als die Semester (nur ca. 2 Wochen) und passen besser in den deutschen Studienplan. Trimester 2 endet Mitte Oktober. Dadurch entstehen keine Überschneidungen mit dem deutschen Wintersemester an meiner Uni.

Vorbereitung:

Ende 2016, im ersten Mastersemester, fing ich an mein Auslandssemester für 2017 zu planen. Die größten Hürden waren der DAAD Sprachtest und die Auswahl der Kurse an der Uni sowie die Rücksprache mit meiner Uni, ob ich die Kurse angerechnet bekomme.

Der DAAD Sprachtest ist verglichen mit dem TOEFL oder dem IELTS mit weniger Aufwand und Kosten verbunden. An meiner Uni hat das Ganze nur 15 € gekostet und war innerhalb von einer Stunde erledigt. Die Auswahl der Kurse bedarf schon etwas mehr Aufwand und Schreibarbeit. Letzten Endes aber auch machbar.

Zusammen mit dem IEC Deckblatt, dem Bewerbungsformular der Uni, dem beglaubigten Bachelorzeugnis (gibt's normalerweise vom Prüfungsamt), dem Sprachnachweis, Lebenslauf auf Englisch und einer Kopie des Reisepasses schickt man alles an IEC, die sich um den Rest kümmern. Innerhalb von ca. 4-6 Wochen bekommt man Rückmeldung, ob man einen Studienplatz erhält.

Annahme des Studienplatzes:

Nach Erhalt meines Studienplatzangebotes habe ich dieses lediglich per Email bestätigt. Für die Überweisung der Studiengebühren gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Auslandsüberweisung (meist ziemlich teuer)
  2. Bezahlung per Kreditkarte
  3. Bezahlung über den Zahlungsdienst Western Union GlobalPay

Ich habe mich für letztere Variante entschieden, da dies für mich die einfachste Methode war. Es wird angeboten die Zahlung in Dollar oder Euro durchzuführen. Oft wird abgeraten in Euro zu zahlen, da behauptet wird, man bekomme einen schlechteren Wechselkurs. Ich kann das in meinem Fall nicht bestätigen. Ich habe mir den Wechselkurs aus dem Betrag in Euro und den tatsächlichen Studiengebühren in Dollar ausgerechnet und festgestellt, dass ich damit günstiger fahre, als die Studiengebühren in Dollar zu bezahlen – unter Berücksichtigung des Wechselkurses meiner Bank, den Gebühren für Auslandsüberweisung/Kreditkarte und Wechselgebühren . Informiert euch also vorab über die Gebühren eurer Bank. Die Studiengebühren habe ich dann auf ein deutsches Konto von Wester Union überwiesen (dadurch keine Gebühren für Auslandsüberweisung). Wester Union transferiert das Geld ohne weiter Kosten an die Uni in Australien.

Flugbuchung:

Meinen Flug habe ich ca. einen Monat vor Abflug gebucht und in etwa 1100 € gezahlt. Gebucht habe ich über STA Travel, da ich dort das beste Angebot erhalten habe. Je früher Ihr bucht, desto günstiger ist im Normalfall der Flug. Checkt also im Vorfeld alle möglichen Webseiten und vergleicht die Preise. Bei STA Travel bekommt man außerdem für einen Aufpreis von ca. 30 € ein Flex Ticket, mit dem Ihr das Rückflugdatum nachträglich einmal ändert könnt. Ziemlich nützlich, wenn man noch nicht genau weiß, wann man seine letzte Prüfungen hat oder falls man noch reisen möchte. Mir war außerdem wichtig nicht 30+ Stunden durch die Welt zu fliegen, weshalb ich einen Flug mit nur einem Zwischenstopp und einer Wartezeit von lediglich 1,5 Stunden gebucht habe. Geflogen bin ich letztendlich von München – Abu Dhabi – Sydney (da ich im Vorfeld gereist bin – dazu später mehr).

Visum:

Zwecks Visum könnt Ihr euch zwischen einem Working Holiday Visum (WHV) und einem Studentenvisum entscheiden. Letzteres kostet ca. 560 $ und ist somit 120 $ teurer als das WHV (440 $). Falls Ihr euch für das Studentenvisum entscheidet müsst Ihr außerdem zusätzlich zu den Studiengebühren 330 $ für die australische Krankenversicherung zahlen, die die Uni für euch abschließt. Der Nachteil des WHV ist, dass man es nur einmal im Leben beantragen kann. Ich habe mich dennoch für das WHV entschieden, da ich bereits eine Auslandskrankenversicherung in Deutschland abgeschlossen hatte. Man kann hier einige Euro sparen. ACHTUNG: Ich musste leider im Nachhinein feststellen, dass man mir keine Confirmation of Enrolment (COE, schriftlicher Bestätigung der Annahme) ausgestellt hat. Dies hängt vermutlich mit dem Studentenvisum zusammen, da mir ein Kommilitone sein COE gezeigt hat und auf dem Deckblatt die Bestätigung für das Studentenvisum zu sehen war. Auf dem COE stehen viele interessante Information zur Einschreibung und Kursbelegen sowie Weekendtrips, die von der Uni organisiert werden. Somit habe ich leider die Anmeldung für den Byron Bay Trip verpasst. Achtet also darauf, damit Ihr den Trip nicht verpasst oder lasst euch den Anmeldelink von einem Kommilitonen geben (falls Ihr das WHV beantragt).

Das waren auch schon die wichtigsten Dinge, die Ihr für vor dem Auslandssemester organisieren müsst. Für die Kursauswahl wird es noch einen extra Beitrag geben, bleibt also am Ball ;-)

Australien

 

Moritz Schmehling zuletzt bearbeitet am 22.07.2017