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Surfin' Byron Bay

Byron Bay Beach

Um meine letzten Tage in Australien sinnvoll zu gestalten, habe ich mit meinem Mitbewohner einen Trip nach Byron Bay geplant um dort surfen zu gehen. Nachdem ich vergangenen Mittwoch meine letzte Prüfung hatte, ging es dann am Donnerstagnachmittag mit dem Bus von Brisbane nach Byron Bay. Da ich bereits zweimal in Byron Bay war, ging es mir vorrangig ums Surfen und ein paar entspannte Tage am Strand (der ja leider in Brisbane schwer zu erreichen ist :P). Byron Bay ist dabei der richtige Ort um nach einem stressigen Semester einfach mal runter zu kommen. Die Fahrt von Brisbane nach Byron dauert in etwa 3 Stunden. Dabei muss man aufpassen, dass man seine Uhr richtigstellt, da Byron Brisbane eine Stunde voraus ist! Byron Bay besitzt eine ungemein angenehme Atmosphäre, was nicht zuletzt an den vielen entspannten Touristen und Einwohnern liegt – man fühlt sich jeden Tag erholter. Innerhalb weniger Minuten erreicht man zu Fuß jede Menge Shops und kleine Restaurants, die alle ihren eigenen, einzigartigen Charakter haben. Wer gerne einkaufen geht findet in Byron außerdem Eigenmarken wie „Afends“ oder „Thrills“, welche ihren Ursprung im Ort haben. Wer ein begrenztes Budget hat, kommt in Byron dennoch weit. Unzählige Hostels bieten Zimmer von 2-8 Personen ab ca. 25 $ an. Dort lernt man auch immer nette Leute kennen, mit denen man zusammen reisen oder andere Aktivitäten planen kann. Außerdem bekommt man über die meisten Hostels 50% Rabatt in einigen Bars und Restaurants. Für 5-8 Dollar gibt es bereits ein sättigendes Abendessen – günstiger geht’s in Australien kaum. Tagsüber erkundet man die Stadt, entspannt an einem der endlosen Strände, geht surfen oder erkundet den bekannten Leuchtturm („Cape Byron Light“) in Byron Bay. Letzterer ist der nördlichste Punkt der Ostküsten, von dem aus man einen sehr guten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Den Leuchtturm erreicht man entweder mit dem Auto oder – für alle Wanderer, die fit genug sind – zu Fuß. Wer Glück hat kann von Mai bis November sogar Buckelwale oder Delphine vom Leuchtturm aus sehen. Falls man ein paar Tage mehr Zeit hat, kann man ebenfalls einen Trip nach Nimbin planen. Das kleine Dorf ist zur Heimat vieler Hippies geworden und lockt mit authentischen Märkten, kleinen Läden und Restaurants.

Byron Bay Lighthouse

Wer surfen möchte bucht einen Kurs über eine der zahlreichen Surfschulen in Byron Bay. Unabhängig davon in welchem Hostel man wohnt, gelangt man in wenigen Gehminuten zu einer der Surfschulen. Ich kann euch www.blackdogsurfing.com empfehlen, um einen Kurs zu machen, oder Material zu leihen. Die Mitarbeiter dort sind wirklich sehr freundlich und entspannt und bringen einem das Surfen mit viel Geduld bei. Am ersten Tag ging es erstmal darum, vom Surfboard aufzustehen und die Balance zu halten – das schwierigste beim Surfen. Das klappte bei mir eigentlich ziemlich gut, was wohl auch an dem großen Surfboard lag. Am zweiten Tag hatten wir leider kein Glück mit den Wellen. Prinzipiell gibt es in Byron Bay mehrere Spots mit kleinen oder großen Wellen. Es werden jedoch meist die Spots mit kleineren, anfängerfreundlichen Wellen angesteuert. Der dritte Tag war der beste Tag. Die Wellen waren groß genug um das Aufsteigen zu üben und sogar die Wellen komplett entlang zu surfen! Nachdem sich nach drei Tagen bei mir der Eindruck ergeben hatte, dass Surfen gar nicht zu schwer ist, wurde ich am vierten Tag (an dem wir Surfboards geliehen hatten) auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Da alle großen „Soft“-Boards bereits vergeben waren, bekam ich ein kleineres „Hard“-Board, welches auch Fortgeschrittene verwenden. Obwohl die Wellen groß genug waren, habe ich mir sehr schwer getan die Welle entlang zu surfen, da ich immer wieder die Balance verlor oder einfach einsank. Hier bedarf es also noch etwas an Übung :-P. Dennoch haben die vier Tage Surfen super viel Spaß gemacht. Ein dreitägiger Surfkurs kostet 165 $, Materialverleih 20 $/Board und 8 $/Neopren (den man im Frühling noch braucht) für einen halben Tag (ca. 3 Stunden). Im Nachhinein würde ich jedoch nur einen eintägigen Surfkurs buchen und danach einfach Material leihen, da man bereits am ersten Tag die Basics lernt und danach einfach üben muss.

Surfing

Abschließend kann ich sagen, dass Byron Bay definitiv einen Besuch wert ist und man sich dort sehr gut erholen kann. Ich habe hier viele Backpacker getroffen, die mehrere Wochen dort verbringen und nebenbei in Hostels arbeiten um kostenlos übernachten zu können.

Moritz Schmehling zuletzt bearbeitet am 10.10.2017