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Fraser Island

Fraser Island

Auf unserem Trip entlang der Ostküste Australiens durfte Fraser Island natürlich nicht fehlen. Die Insel, nahe dem Ort Hervey Bay, ist mit etwa 1800 km² die größte Sandinsel der Welt und liegt ca. 190 Kilometer nördlich von Brisbane. Da es auf der Insel keine geteerten Straßen gibt und daher das Fahren dort nur mit Allradantrieb erlaubt ist und sich eher für geübte Offroad Fahrer eignet, empfiehlt es sich eine komplette 1-3 Tagestour im Vorfeld zu buchen. Außerdem bekommt man über die Guides interessante Infos zur Insel, ihrer Geschichte und Einwohnern. Da die Insel Heimat der Dingos (wilde Hunde) ist und diese in der Vergangenheit ein aggressives Verhalten aufwiesen kam es bereits zu einigen Vorfällen zwischen Dingos und leichtsinnigen Touristen. Trips kann man prinzipiell in jedem Hotel oder Caravanpark buchen. Die Preise variieren zwischen ca. 160 und 280 $ pro Tagestour, je nachdem, wie viele Personen teilnehmen. Wir haben eine etwas teurere Tour gebucht, hatten aber dafür auch eine bessere Führung. Viele Touristen buchen eine 3-tägige Tour und übernachten auf der Insel.

Schiffswrack

Zur Insel gelangt man mittels Autofähre. Wir konnten sogar Delphine von der Fähre aus beobachten. Wenn man Glück hat bekommt man zur Walsaison sogar Buckelwale zu sehen. Auf der Insel angekommen ging es erstmal über eine sehr holprige Sandstraße. Der komplette Strand an der Ostseite der Insel ist außerdem als Straße markiert, sogar Schilder mit Tempolimits gibt es. Außerdem gibt es einen Fluglandeplatz direkt am Strand. Die Fahrt entlang des Strandes ist schon eines der Highlights auf dem Trip. Mit ca. 80 km/h flitzen die Guides in ihren 4WDs über den Sand. Erstes Ziel war das berühmte Schiffswrack der S.S. Maheno, welches 1935 während eines Sturms auf Grund lief und seitdem an der Ostseite der Insel als Touristenattraktion dient. Der Großteil des Schiffes liegt unter dem Sand begraben. Zu sehen sind lediglich die obersten Decks des Schiffes. Die nächsten Stationen waren diverse Aussichtspunkte, von denen man einen guten Blick über die Insel hatte, sowie Naturpools um sich zu erfrischen. Das größte Highlight für mich war der Lake McKenzie im Herzen der Insel. Der See ist ein komplett natürlicher Regenwassersee und so klar, dass man selbst beim Schwimmen and der Oberfläche den ca. 10 Meter tiefen Grund sehen kann. Obwohl es an dem Tag ziemlich kalt und wir uns mitten in der Winterzeit befanden konnte ich nicht widerstehen in dem See baden zu gehen. Danach ging es dann auch schon wieder mit dem Auto über die holprigen Sandstraßen und mit der Fähre zurück ans Festland. Fraser Island ist sicherlich eins der „must see“ in Australien. Für mich hat sich die Tour allein schon wegen der Spritztour direkt am Strand gelohnt und ich kann wirklich jedem empfehlen die Insel zu besichtigen! Die mehrtägigen Touren mit Übernachtung sollen ebenfalls sehr erlebnisreich sein.

Lake McKenzie

Moritz Schmehling zuletzt bearbeitet am 18.10.2017