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Die erste Woche auf dem Campus

In den ersten Wochen vor Semesterbeginn ist auf dem Campus und im Village wenig los. Hauptsächlich habe ich mich mit der Uni vertraut gemacht, das Programm des Campus Fitnessstudios ausprobiert und an Aktivitäten im Village teilgenommen.

Da ich das Semester über im University Village wohne, beginnt mein Mietvertrag bereits einen Monat vor Semesterbegin. Allerdings sind in den Semesterferien die meisten Studenten im Village im Urlaub oder besuchen ihre Familien. Leider auch alle der insgesamt 40 Study-Abroad und exchange Studenten sind erst kurz vor Semesterbeginn angereist.

Durch die frühzeitige Anreise konnte ich an meiner Heimathochschule keine Klausuren mehr mitschreiben. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, die Klausurphase in Deutschland abzuwarten, die Orientierungswoche in Australien ausfallen zu lassen und erst zum Semesterstart anzureisen. Um in den Uni- Alltag zu finden und Kontakte zu knüpfen ist die Orientierungswoche zwar hilfreich, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Der Campus ist großflächig mit vielen kleinen Parks und Grünflächen. Ein Highlight ist der Bush Court, eine mit Sitzsäcken ausgestattete Parkanlage im Zentrum der Universität. Er bietet eine ideale Atmosphäre zum Lernen, für Gespräche mit Kommilitonen oder einem kleinen Nickerchen. Ein weiteres Highlight ist der Chinesische Garten mit einer kleinen Brücke, die über einen Teich führt und vielen verschiedenen Pflanzenarten. Die Bibliothek ist modern eingerichtet und die ausreichenden Arbeitsplätze können 24h genutzt werden.

Auf dem Campus befinden sich einige hilfreiche Einrichtungen. In dem STA Reisebüro können Pauschalreisen und Kurztrips kostengünstig gebucht werden. Viele Studenten planen beispielsweise einen Trip nach Bali, Malaysia oder Thailand in einer der Study Breaks oder am Ende des Semesters.

Die meisten Studenten eröffnen nach ihrer Ankunft ein Konto bei der auf dem Campus gelegenen UniBank. Die Konditionen sind studentenfreundlich und Rückfragen können schnell beantwortet werden. Um Bargeld abzuheben, befinden sich in der Nähe der Filiale zwei Bankautomaten. Es ist jedoch einfacher, eure Kredit- oder australische Bankkarte, die in fast allen Geschäften akzeptiert wird, zu verwenden.

Weiterhin befindet sich auf dem Campus ein Student-Center für alle Fragen rund ums Studium, eine Arztpraxis für Notfälle und körperliche Beschwerden, eine ärztliche Seelsorge für beispielsweise Ängste im Studium oder andere psychische Beschwerden und ein Career Service für Fragen zur Bewerbung und zur Firmenkontaktvermittlung.

Auf dem Campus befinden sich eine Menge Cafés, Imbissbuden und Food Trucks. Alkoholische Getränken und das Rauchen ist auf dem Campus allerdings nur in der Taverne, einer gemütlichen Bar/Bistro mit Biergarten erlaubt. Die Mahlzeiten sind relativ teuer und nicht wie in deutschen Mensen subventioniert. Zum Mittagessen gehe ich meist zurück ins Wohnheim und koche mit meinen Mitbewohnern oder gönne mir für umgerechnet 7 Euro eine Portion Butter Chicken bei der indischen Essensausgabe auf dem Campus.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Campus einfach nur schön ist und mich mehr an eine Parkanlage als an eine Universität erinnert. Zumal der Campus meiner Heimathochschule hauptsächlich aus schlichten Plattenbauten besteht und auf dem Murdoch Campus viele kleine niedrigstöckige Gebäude über die Grünflächen verteilt sind.

Der Bush Court ist für mich das Herz der Universität und es vergeht kein Unitag, an dem ich nicht unter den Bäumen liege und entspannt auf die nächste Vorlesung warte oder mein Mittagessen genieße:

Der Bush Court im Herzen des wunderschönen Campus der Murdoch University

Gaetano Vasta zuletzt bearbeitet am 18.09.2019