< zurück zum Blog von Marie Kloppe
< zurück zum Universitätsprofil: Deakin University

Wochenendtrip Nr.1

Auf den Spuren der Great Ocean Road

Hallihallo ihr Lieben,

heute melde ich mich, um euch von meinem ersten kleinen Abenteuer zu berichten. Gleich am ersten Wochenende habe ich gemeinsam mit anderen Austauschstudenten einen kurzen Roadtrip gemacht. Im Großen und Ganzen eine relativ spontane Sache, die ihren Anfang an einem sonnigen Nachmittag am Strand von St. Kilda genommen hat.

Beim Schmökern in einem Reiseführer von Lonely Planet haben wir uns drei Mädels gefragt, warum eigentlich nicht schon an diesem Wochenende die freie Zeit zu nutzen und in Victoria herumzureisen. Und so wurde aus der Idee von einem Roadtrip rasch ein waschechter Organisationsakt. Wo soll es eigentlich hingehen? Was wollen wir dort machen? Wie weit kommen wir an einem Tag? Und was gibt überhaupt unser Budget her?

Zu allererst aber haben wir unser Reiseteam aufgestockt. Zum einen der Kosten wegen, aber vor allem, um das einmalige Erlebnis zu teilen. Im kleinen Pool der Exchange Students fanden sich zum Glück noch zwei Kerle, die uns begleiten wollten.

 

Ein Hostel war dann auch schnell organisiert. Von allzu kurzfristigen Geschichten wie dieser ist aber generell abzuraten. Da die Great Ocean Road eine sehr beliebte Gegend ist, würde ich jedem raten, nicht auf den letzten Drücker zu buchen.
Die Sache mit einem Auto war hingegen schon schwieriger. Nicht dass es keine Auswahl gab. Ganz im Gegenteil. In Melbourne wimmelt es nur so vor Autovermietungen und Car-Sharing Angeboten. Aber wieder spielten uns der Zeitdruck und unser Alter nicht gerade in die Karten. Und dann gab es da noch die Frage nach einem internationalen Führerschein. In vielen Reiseblogs habe ich zuvor gelesen, dass es sinnvoll ist, sich im Vorhinein einen internationalen Führerschein zu organisieren. Andererseits habe ich auch genügend Stories gehört, in denen voll und ganz auf den deutschen Führerschein gesetzt wurde. Kontrollen hin oder her. Sicher ist sicher, da die Polizei hier ziemlich saftige Strafen verteilt. Aber zum Glück hatten Jordan und Tom sich in Deutschland eine internationale Lizenz ausstellen lassen. Da ich persönlich auch etwas Bedenken hatte auf der „falschen“ Seite zu fahren, war ich froh, den beiden das Steuer zu überlassen ;)

Als Fahrziel haben wir uns den Cape Otway National Park herausgepickt, um dort wandern zu gehen. Aber wie man so schön sagt: „Der Weg ist bekanntlich das Ziel“. Und wo ist das zutreffender als für die Great Ocean Road.


Unseren ersten Stopp am Bells Beach verdanken wir dem Geheimtipp von Toms Host. Bei einem Picknick am Strand bekam man einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Naturgewalt Australiens. Danach ging es meilenweit die Küstenlinie entlang mit einem nicht enden wollenden atemberaubenden Ausblick. Mit Spotify Musik auf den Ohren für den echten Roadtrip Spirit und einer salzigen Brise um die Nase vergingen die drei Stunden Fahrt auch wie im Flug.  Am Nachmittag sind wir schließlich an der Cape Otway Lightstation angekommen, unserem Ausgangspunkt für die Wanderung. Ausgestattet mit ordentlich Proviant und Wasser ging es für uns auf einen kleinen Abschnitt des sogenannten Great Ocean Walks.

Ich persönlich brauche auf solchen Touren immer ein Ziel vor Augen, anstatt wild in der Natur herumzulaufen. Also nahmen wir es uns zur Aufgabe, die angepriesenen Rainbow Falls zu suchen. Am Ende haben wir zwar keine Wasserfälle gesehen. Dafür wurden wir aber mit einem verlassenen Strandabschnitt ganz für uns alleine belohnt. Und ich kann euch sagen, es gibt nichts Besseres als einen Sonnenuntergang am Strand <3

Der Weg zu unserer Unterkunft in Apollo Bay am Abend glich dann einer kleinen Safaritour. Wir waren alle total aus dem Häuschen, als wie aus dem Nichts plötzlich erst ein Känguru und dann ein Koala unerschrocken mitten auf der Straße saßen. Der Trip hatte sich zu diesem Zeitpunkt also schon mehr als gelohnt :)

Platt vom Tag zuvor wollten wir die Rücktour etwas entspannter angehen lassen. Auf der Suche nach der morgendlichen Dosis Kaffee sind wir wieder Dank eines Tipps in dem Surferdorf Wye River fündig geworden. Danach ging es weiter bis nach Lorne, wo wir es uns am Strand gemütlich gemacht haben. Dank fantastischer Wellen gab es aber schnell kein Halten mehr. Handtuch raus, Bikini an und ab in die Wellen. Salzig, etwas zerzaust und über glücklich mussten wir dann schweren Herzens auch diese Station hinter uns lassen und die letzte Strecke zurück nach Melbourne antreten.

Alles in allem hat sich der Trip mehr als ausgezahlt. Und ich kann jedem nur ans Herz legen, die Zeit im Ausland effektiv zu nutzen, um Land und Leute kennenzulernen.

Geht raus und erobert die Welt.

Eure Marie

Roadtrip
Roadtrip

 

 

Marie Kloppe zuletzt bearbeitet am 15.11.2018