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Merry Christmas and a Happy New Year

Kia ora und Tena koutou,

das ist Maori und bedeutet Hallo, seid gegrüßt. Wie ich darauf nun wieder komme? Nun, das rührt daher, dass ich für 1 Woche die Nordinsel Neuseelands unsicher gemacht habe. Da meine Freunde hier zu Weihnachten Besuch von Freunden und Familie bekommen haben, wollte ich wohl nicht alleine sein. Kurzerhand bin ich also geflüchtet und habe mich einer kleinen Reisegruppe angeschlossen. Gemeinsam haben wir uns von Auckland in einem Kleinbus auf die Reise nach Wellington gemacht. Unterwegs haben wir viele kleine Abenteuer, Ausflüge und vor allem die Kultur und Natur Neuseelands gemeinsam erleben können.

An meinem ersten Tag habe ich Auckland noch auf eigene Faust erkundet. Die Zeit habe ich genutzt, um den vierstündigen Flug aus den Beinen zu vertreiben. Zu Fuß habe ich eine Tour durch die Stadt gemacht und u.a. vom Skytower die Aussicht genossen. Am Abend habe ich im Hostel meine Gruppe kennengelernt. Die Stimmung war von Anfang gut und so wurden wir schnell zu einer kleinen whanau (Familie) auf Zeit ;)

Unsere Route führte uns am nächsten Morgen als erstes nach Raglan, wo ich das erste Mal auf einem Surfboard stand. In Rotorua hatten wir die Ehre, hautnah in einem Maori Dorf mehr über ihre Kultur und Spiritualität zu erfahren. Auf dem Weg nach Taupo gab es einen Stop bei den märchenhaften Waitomo Glowworm Caves, die mich zum Staunen gebracht haben. Auf der letzten und längsten Fahrt nach Wellington haben wir uns mit einem internationalen Mix aus Weihnachtsliedern stimmungstechnisch auf den Abend eingestellt. Vor dem großen Abend war aber noch genug Zeit, um mit dem Cable Car auf einen Aussichtshügel zu fahren und das Museum of New Zealand Te Papa zu besuchen. Davon abgesehen, dass es kostenlos ist, bietet es große Auswahl an Ausstellungen von der geschichtlichen Verwicklung in den ersten Weltkrieg über die kulturellen Ursprünge bis hin zu Kunst.

Pünktlich zu Weihnachten waren wir also in der Hauptstadt Neuseelands. Als Auftakt für eine großartige Weihnachtsparty veranstalteten wir eine Runde Secret Santa, wobei wir uns in der Gruppe gegenseitig beschenkten. Das war also mein Weihnachten in der Ferne. Heimweh? Klar, ein bisschen. Aber nicht so schlimm wie gedacht. Das war aber bestimmt den vielen Ablenkungen geschuldet und dass man gar nicht so viel Zeit hatte, die Heimat zu vermissen. Am Ende kam es mir nicht wie nur 7 Tage vor. Das lag wahrscheinlich an den ereignisreichen Tagen und der tollen Gruppe, die mir ans Herz gewachsen ist.  Ganz ehrlich, 1 Woche ist nicht einmal annähernd genug, um die Nordinsel zu bereisen. Ich bin aber dennoch froh, die Reise gemacht zu haben und das Land der Hobbits gesehen zu haben ;)


Nach Neuseeland hatte ich 4 Tage in Melbourne, bevor es am 30.Dezember mit 3 Jungs in einem 19 Jahre alten Van Richtung Sydney ging. Mann, war das eine Tour, weil wir immer nach gefühlt 200km tanken mussten. Aber in Australien gibt es andere Maßstäbe von Distanzen. Da ist es Luxus in Deutschland, wenn die nächstgelegen Großstadt 1h entfernt liegt ;)

Silvester in Sydney. Davon habe ich geträumt. Früher habe ich das Feuerwerk im Fernseher gesehen und nun konnte ich live dabei sein. Schon am Morgen wurde rund um den Hafen fleißig abgesperrt und Kontrollen eingeführt. Ich habe mich also rundum sicher gefühlt. Für den Abend hatte ich geplant, in den Pirrama Park zu gehen, um dort das Feuerwerk an der Habour Bridge zu sehen. Es kam aber ganz anders, als es plötzlich anfing wie aus Eimern zu schütten und ich vertrieben wurde. Spontane Aktionen sind bekanntlich die schönsten. Also habe ich mich mit Studenten, die gerade auch in Sydney waren auf einer Dachterrasse verabredet. Von da aus hatten wir eine fantastische Sicht auf das erste kleine Familien-Feuerwerk um 21:00. Für mich ging es dann in den Darling Habour, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. Es war spektakulär, in und mit den Massen das Feuerwerk zu verfolgen und zu feiern.

Da ich erst am 04.Januar zurückfliegen würde, hatte ich nach der Silvesternacht auch noch ausreichend Zeit, um Sydney als Tourist zu erkunden. Auf Rat eines Freundes, habe ich 2 Küstenspaziergänge unternommen, die beide sehr zu empfehlen sind. Der erste führte mich vom Cogee Beach zum Bondi Beach und der zweite war entlang Manly‘s Küstenlinie. Am Ende blicke ich nun auf unzählige Kilometer entlang der Küste und durch die Stadt zurück. Ich habe auf einer Free Walking Tour durch Sydney viel Interessantes gehört, habe den Royal Botanical Garden und den Chinese Garden of Friendship durchquert. Daneben durfte auch ein Besuch im Manly Art Gallery & Museum und dem Australian Museum nicht fehlen. Und zu guter Letzt bin ich mindestens einmal mit der Fähre durch den Hafen gefahren, damit ich auch aus jedem Blickwinkel die Habour Bridge und die Sydney Opera bewundern konnte.  

Die beiden Trips waren genau das, was ich gebraucht hatte. Geladen mit neuer Kraft und tollen Erlebnissen, bin ich zuversichtlich, nun die letzten 5 Wochen Uni meistern zu können.

Ich wünsche euch das Beste für 2019, Gesundheit, Kraft und dass ihr euren Träumen näher kommt.

Eure Marie

Marie Kloppe zuletzt bearbeitet am 06.01.2019