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Nicht verzagen und Gehirn fragen!

Das Studieren in Newcastle hat vorerst Pause, denn ich habe FERIEN! Und das ist auch gut so! Bis das nächste Trimester wieder beginnt darf ich mich jetzt acht Wochen lang erholen. Nach all den lehreichen Wochen braucht mein Gehirn vom akademischen Englisch erst einmal eine Pause! Denn die restlichen Wochen wurde ausgiebig gelernt für die damals bevorstehenden schriftlichen Prüfungen.

Doch erst einmal möchte ich euch einen Überblick meiner Kurse geben. Ich besuchte ja insgesamt drei Kurse. Ihr könnt gerne mehr als drei belegen, aber bei dem Arbeitspensum hier, würe ich drei empfehlen. Gerade wenn man noch nebenher jobben geht und auch dem Schlafen nicht abgeneigt ist. Aber es kommt auch immer auf die jeweiligen Kurse und deren Prüfungsaufbau an, wie viele Assignments man tatsächlich zu absolvieren hat.

Ich besuchte die Kurse:

GSBS 6007: Managing Human Resource in International Organsiations

GSBS 6040: Human Resource Management

GSBS 6200: Accouning and Financial Management

Managing HR in International Organsiations befasst sich stark mit dem Thema Expatriates. Wer sich jetzt fragt: "Wat fürn Ding?" hier eine kurze Erläuterung: Die Hauptfragen sind wie, wo, wann entsende ich meine Miatarbeiter, was ist zu beachten bei der jeweiligen Vorbereitung eines solchen Einsatzes sowie erfolgt die Vor-Ort-Betreuung, was passiert, wenn die Mitarbeiter nach einiger Zeit wieder zurückkehren (Repatriates), welchen Einfluss hat die Internationalisierung bzw. Globalisierung auf mein Unternehmen usw. Die Prüfungsformen waren recht umfangreich und umfassten immer eine wöchentliche Case Study (10%). Hierfür wurden uns Artikel zur Verfügung gestellt und anhand vorgegebener Fragen sollten wir dieses Fallbeispiel schriftlich bearbeiten und jede Woche einreichen. Dies konnten 2 Seiten Lesestoff sein, aber auch mal durchaus 30 Seiten beinhalten. Dann musste ein Essay (25 %) zu einer vorgegebenen Fragestellung bearbeitet werden. Anschließend sollten wir eine Gruppenarbeit absolvieren. Wir haben hierzu wieder eine Unternhemenssituation bekommen und hinsichtlich eines Human Resource Thema wurde ein Group Report (15 %) erstellt. Ich hatte Glück und durfte mir meine Gruppenmitglieder auswählen und für das Thema haben wir uns dann in eine  Liste eingetragen. Die jeweiligen Themen wurden nämlich vom Dozenten gestellt und wir hatten dann die Qual der Wahl. Wir haben uns mit dem internationalen Aspekt des Trainings and Developments auseinandergesetzt. Danach folgte dann noch das schriftliche Examen. Dies zählte 50 %.

Der zweite Kurs befasste sich mit den generellen Themen des Human Resource Managements. Hierzu zählten Themen wie theoretische Grundlagen und Modelle, Training und Development, Performance Management, Evaluation, Career Development, Recruitment and Selection, Ethic, Vergütungs- und Belohnungssysteme (Remuneration) usw. Der Kurs hatte zwei Assignments vorgesehen in Form einer Case Study. Ich erheilt jeweils ein Fallbeispiel und musste immer die Human Resource Key Issues herausfiltern und dann näher erläutern sowie Lösungsmöglichkeiten darstellen und erklären. Diese beiden Case Studies zählten jeweils 30 % und zu 40 % dann das schriftliche Examen.

Mein absoluten "Lieblingsfach" befasste sich mit den Zahlen. Accounting and Financial Management setzte sich mit der Bilanz, Geschäftsvorfällen, Income Statements, Break Evene Point usw. auseinander In Deutsch war vieles für mich noch verständlich, aber nur mit den Fachbegriffen zu hantieren, fiel mir in der englischen Sprache doch etwas schwer. Und gerade wenn mein Interesse hinsichtlich solcher Formeln und Berechnungen gen NULL geht. ABER, die Dozentin ist sehr reizend, etwas zu schnell flogen mir die Power Point Folien von einer Seite zur nächsten. Aber gut, man befindet sich ja nun mal im Masterstudium und da wird eben einem nicht mehr alles Haargenau erklärt. Das Vorlesungstempo war generell recht zügig, aber eine Stunde vor Vorlesungsbeginn wurde immer ein Tutorial gehalten und hierbei bekam man die Möglichkeit, die schriftlichen Hausaufgaben zu besprechen und Fragen zu stellen. Ich schätze, für jemanden der Finance als Schwerpunkt in seinem Studium gewählt hat oder eine für mich nicht nachvollziehbare Affinität zu Zahlen und dem Rechnen besitzt, für den ist dieser Kurs bestimmt ein Leichtes. Der Kurs beinhaltete zwei Tests von jeweils 10 %, 30 % zählte die Gruppenarbeit. Auch hier hatte ich großes Gkück und wurde nicht zusammengewürfelt. Bei disem Group Report müssen zwei Firmen gegenübergestellt und eine entsrechende Fianzanalyse durchgeführt werden. Zum Schluss muss eine Investionsempfehlung dem sogenannten Kunden gegeben werden. Danach folgte dann noch das Examen, welches zu 50 % angerechnet wurde.

Aber auch diesen Kurs habe ich überlebt.

Die schriftlichen Klausuren finden nach der Vorlesungszeit statt, innerhalb von 14 Tagen. Es ist keine Seltenheit, dass zwei Klausuren durchaus an ein und demselben Tag durchgeführt werden. Ich hatte somit das phänomenale Glück, morgens von 9-12 Uhr Accounting zu schreiben. Und da dies noch nicht genug war, nach einer anderthalbstündigen Pause durfte ich dann International HR schreiben. Ebenfalls für drei Stunden. Es wird dann einem doch stark bewusst, dass man nicht in seiner Mutterpsrache schreibt und das Vokabular sowie die Grammatik dann doch zu wünschen übrig lassen.

Was aber sehr vorteilhaft an dem Prüfungsaufbau in Australien ist, dass trotz 12wöchiger Vorlesungen, die Klausurthemen stark eingegrenzt werden. Man muss bedenken, dass die Klausuren ja nur jeweils 40-50 % zählen und pro Vorlesungswoche auch immer ein komplettes Thema abgearbeitet wird. Es war daher sehr angenehm, nicht wie zum Teil in Deutschland, 100 % zu lernen und nur 30 % kommen in der Klausur ran. Und wenn man großes Pech hat, kommen genau die 30 % ran, die man sich ehe nie merken konnte. War immer einer meiner Stärken wohlbemerkt!

Auch wenn vieles zu Beginn vielleicht erst einmal nicht machbar erscheint, nichts ist Unmöglich! Ihr könnt euch in jedem Falle immer an eure Dozenten wenden. Ich habe jeden Einzelnen als sehr hilfsbereit kennengelernt und auch die Kommilitonen lassen einen nicht im Stich.

Wenn ihr weitere Fragen habt, wendet euch gerne an mich

Iec-Ambassador Kaja

Kaja-Maria Kuntsche zuletzt bearbeitet am 20.12.2012