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On Tour!

Ich wäre ja keine ordnungsgemäße Studentin, wenn ich mir nicht auch ein klein wenig Freizeit gönnen würde. Denn nur die Uni von Innen zu sehen und auf den Computer zu starren, sind die Studiengebühren auch nicht wert. Ich lebe ja schließlich in einer Stadt mit einer Vielzahl an wunderschönen Stränden und strahlend blauen Himmel (Sorry, das musste ich euch nochmal mitteilen, falls ihr es bis dahin wieder vergessen habt. Just in case!) Gerade mit dem Zug besteht auch die Möglichkeit, die sogenannte Central Coast, an der sich ja Newcastle befindet, zu erkunden.Oder mit dem Zug wieder mal nach Sydney fahren und ein Kurzwochenende genießen.

Auch das Blackb***-Reserve, ein kleiner Zoo, ausgestattet mit der einheimischen Tierwelt, welches bereits schon im Blog von Matt erwähnt wurde, ist sehenswert und kostenfrei. Außer, man möchte es sich nicht entgehen lassen und ein Foto mit den flauschigen Eukalyptus-Fressern als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Dann muss man schon ein paar Dollar (4,50 AUD) investieren. Leider ist es im Bundesstaat New South Wales wohl verboten, diese kuscheligen Geschöpfe auf den Armen zu halten.

Da dieser Kontinent ja bekannterweise von sehr viel Wasser umgeben ist, leben natürlich auch Meeresbewohner darin, die man sich gerade auf einer Whale-Watching Tour nicht entgehen lassen möchte. Auch wenn man Geld für solch eine Tour bezahlt, besteht leider keine Garantie, diese riesigen Säugetiere auch zu Gesicht zu bekommen. Auf meiner ersten Tour sah ich leider keine Wale, sondern nur riesenhafte Wellen auf mich zukommen und ich durfte mich dreimal übergeben. Ein paar Delfine kreuzten zwar unseren Weg, aber die konnten meine Laune und meinen Magen auch nicht mehr umstimmen. Als Belohnung, dass ich so tapfer durchgehalten habe und keine Wale sah, bekommt man die nächste Tour gratis. In dem Moment bin ich natürlich nicht vor Freude über Bord gesprungen. Aber da ich Besuch aus Berlin bekam, beschloss ich das Risiko des Frühstücks-Verlustes ein zweites Mal einzugehen. Gewappnet mit entsprechenden Tabletten und Toast zum Frühstück (bleibt vielleicht besser drin als Müsli und Milch), sahen wir der Gefahr ins Auge. Und was soll ich sagen. Es war diesmal ein Träumchen. Das Meer, still und glatt wie ein Teppich, die Sonne schien, mir wurde nicht schlecht und ich sah bestimmt an die acht Wale. Flipper sagte zwischendurch auch nochmal "Hallo". Gute dreieinhalb Stunden war das Boot mit uns draussen auf dem Meer und anschließend war ich sogar in der Lage, mir ein Eis zu gönnen.

Beim nächsten Ausflug besteht zwar auch die Gefahr des Schelchtwerdens, aber auch diese Region ist sehenswert, nämlich das sogenannte Hunter Valley, welche berühmt für ihren Weinanbau ist. Mit dem Auto ist man ca. eine Stunde unterwegs. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, auch Touren zu buchen. Dies ist online oder über Hostels möglich. Das Beste an diesem Ort ist, dass man wirklich in jeder Weinerei alle Weine kostenfrei probieren kann und der australische Wein ist wirklich empfehlenswert. Mein Glück war, dass ich nicht mit dem Auto fahren, geschweige denn zum Zug oder irgendeinen Bus torkeln musste. Ich hatte einen Fahrer.  Das rentiert sich preislich allemal, wenn einer ein Auto hat, man sich die Benzinkosten teilen kann und jede beliebige Weinerei, die man sehen möchte, gemeinsam aufsucht. Glück für mich, Pech für den Fahrer.

Weiterhin habe ich mir sogar ein Australien-Football Spiel im Hunter Stadium gegönnt. Habe zwar nichts verstanden, aber dafür gutaussehende und sportlich durchtrainierte Männer über den Rasen rennen sehen.

Im Gegensatz zum Semester, hat man im Trimester (da dieses ja auch kürzer ist), keine zweiwöchigen Ferien mittendrin. Daher sind solche Kurztrips wie oben beschrieben, eine gelungene Abwechslung zum Studienalltag.

Die bisherige Club-Landschaft habe ich noch nicht so sehr erkundet. Aber, es gibt wirklich eine Vielzahl an guter Live-Musik Pubs und  Bars mit Live-DJ´s. Viele junge Leute/ Studenten, die ihre Gitarre zücken und wunderbare Musik spielen. Auch super Konzerte durfte ich hier schon erleben und diese waren jeden AUD wert.

Eines muss man Newcastle wirklich lassen:Man trifft immer Leute, die man kennt. Und wenn sie einem nicht gerade bei Aldi oder in der Uni übern Weg laufen, dann defintiv am Strand!

Wenn ihr Fragen habt und euch was auf der Seele brennt, lasst es mich wissen auf meiner Iec-Ambassador Facebook-Seite!

Kaja-Maria Kuntsche zuletzt bearbeitet am 16.10.2012