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Wochenende - ein Auto, zwei Tage, fünf Studenten

Schon wieder….

…zwei Wochenenden rum,

…habe ich viel erlebt,

…gibt es viel zu berichten,

…mehr als eine Woche ohne Blogbeitrag.

Ich wollte euch ja noch von meinem Wochenendtrip erzählen. Also das war so……

Der Plan war es, endlich Schildkröten zu sehen, was uns in den ersten 4-5 Wochen in Hawai’i leider noch vergönnt geblieben war. Also mietete ich uns ein Auto. Von meinen Mitbewohnern wusste ich, dass es am günstigsten ist, wenn man das Auto bei Alamo online bucht. Wichtig hierbei: geht auf die deutsche Website von Alamo, das ist nochmal günstiger.

Wir haben uns dann also samstags morgens direkt bei Alamo in Waikiki getroffen. Jeder natürlich bewaffnet mit Schnorchelausrüstung, Badehose und Übernachtungssachen. Als wir dann das Auto übergeben bekamen waren wir alle echt begeistert. Zwar wussten wir, dass es ein SUV sein wird, allerdings nicht, dass es ein neuer Jeep wird. Zu meinem Glück durfte ich laut Leihvertrag als einziger die Karre fahren. Wir fackelten also nicht lange und machten uns auf den Weg.

Unsere Reiseroute:

An der Ostküste entlang bis zur North Shore – Destination: Turtle Bay. Dann weiter an Haleiwa vorbei zum Kaena Point und mit Shrimps von Giovanni’s Shrimptruck als Abendessen den Tag ausklingen lassen. Übernachten wollten wir dann auch Haleiwa. Am nächsten Tag standen dann Schnorcheln an der Sharkscove, Shave Ice und chillen am Strand auf dem Programm.

Der Highway entlang der Ostküste ist echt der Hammer. Meistens verläuft die Straße direkt am Ozean entlang. Panorama garantiert! Unseren ersten längeren Halt haben wir am Lanikai Beach gemacht. Wo ich (wenn auch nur kurz und nur den Kopf) zum ersten Mal eine Schildkröte in Hawai’i gesehen habe. Vom Lanikai Beach ging es dann weiter zur Turtle Bay. Dort angekommen wurden wir leider etwas enttäuscht. Der Name verspricht mehr als er halten kann. Keine Schildkröten – nicht eine. Dafür sahen wir einen Monkseal – einen seltenen hawaiianischen Seelöwen, der es sich in direkter Nachbarschaft zu Touristen am Hotelstrand gemütlich gemacht hatte.

Monkseal am Turtle Beach

Wir blieben dann doch nur kurz am Turtle Beach, da dieser dann doch sehr touristisch ist. Zurück im Auto überarbeiteten wir unsere Wochenendplanung und beschlossen als nächstes zur Sharkscove zu fahren. Dieser Schnorchelspot wurde mir ebenfalls von meinem Mitbewohner ans Herz gelegt. Und er hat nicht zu viel versprochen. Zwar ist der Einstieg ins Wasser aufgrund der vielen scharfen Felsen etwas umständlich aber man wird dafür dann auch belohnt. Am Nachmittag bekamen wir dann langsam Hunger und beschlossen schon etwas früher nach Haleiwa zu fahren um dort die wohl berühmtesten und besten Shrimps der Insel zu kosten. Leider waren wir zu spät dran, da Giovanni’s Shrimptruck schon um 5 Uhr schließt.

Ok, dann gibt’s halt Shave Ice

Neben Giovanni’s Shrimp Truck ist Haleiwa für Matsumoto’s Shave Ice berühmt. Wir konnten es nicht abwarten und stellten uns an – hatten also das Dessert vor dem Hauptgang. Die riesige Schlange vor Matsumoto’s war schwer zu übersehen und wir brauchten ca. 20 Minuten bis wir an der Ausgabe angekommen waren. Ich muss sagen, ich verstehe den ganzen Hype um Shave Ice nur bedingt. Sicher es schmeckt nicht schlecht, ist aber eben im Endeffekt nur sehr bunter und sehr süßer Sirup, der über geschrädertes Eis gegossen wird.

Matsumoto's Shave Ice - Coconut, Pineapple, Mango

Unsere Mägen knurrten weiter, wenn nicht sogar noch mehr. Also: ab in das Seafood-BBQ-Restaurant, das wir aus dem Auto heraus gesehen hatten. Da wir auch nach dem Essen uns noch nicht richtig um eine Unterkunft für die Nacht gekümmert hatten, beschlossen wir die Nacht wieder in Waikiki zu verbringen und am nächsten Tag dann wieder an die North Shore zu fahren. Die Fahrt über den Highway zurück nach Waikiki dauerte sowieso nur etwa 45-60 Minuten. Gesagt, getan.

Tag 2

Am nächsten Morgen haben wir uns dann bereits um 5 Uhr am Auto getroffen. Wir wollten uns den Sonnenaufgang auf dem Koko Head anschauen. Zum zweiten Mal (zumindest für die meisten von uns) quälten wir uns also wieder den alten Eisenbahn Trail entlang bis zum Gipfel. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt. Seht selbst!

Sunrise at Koko Head

An der North Shore war unser erstes Ziel der Kaena Point Trail. Den Ozean zur Rechten und schroffe Felswände zu Linken läuft man etwas mehr als eine Stunde zum westlichsten Punkt von O’ahu. Dort erwartete uns schon der nächste Monkseal, zwischen dunklen Felsen, auf die die Wellen brandeten.

Kaena Point

So eine Wanderung in der knallen Sonne macht hungrig – auf zu Giovanni’s!

Wir hatten es endlich geschafft. Innerhalb der Öffnungszeiten und zu einem Zeitpunkt, an dem die Schlange nicht ganz so lang zu sein schien. Nach nur etwa 10 Minuten saß jeder von uns vor einem Teller mit Garlic Shrimps. Wer auf Knoblauch steht kommt hier wirklich auf seine Kosten. Es war verdammt lecker!

Giovanni's Shrimp Truck

Der Nachteil an so viel Knoblauch: Er macht müde. Und so fuhren wir zum sogenannten Secret Beach, den man tatsächlich nur dann findet, wenn man schon mal dort war - zum Glück hatten wir Benedikt dabei! Mit dem Baden ist es dort allerdings aufgrund der vielen scharfen Steine eher schlecht. Das war aber, wie wir die Woche darauf erfuhren, gar nicht so schlimm, da genau zu dieser Zeit dort eine Gruppe Hammerhaie das Schwimmen gefährlich machte. Dafür hielten wir dann Ausschau nach Schildkröten – mit Erfolg. „Da hinten liegt ein Stein, der sich bewegt. Lasst mal dahin laufen“ Und tatsächlich, es war eine Schildkröte. Endlich, wir hatten es geschafft! Sehr unbeeindruckt von uns lag sie da am Strand.

Endlich eine Schildkröte

Da wir um 7:00 PM das Auto zurückgeben mussten, machten wir uns nach dem Nachmittag am Strand wieder auf den Heimweg. Mit einem Zwischenstopp an der Dole Plantation. Von dort kommen die Ananas und Bananen, die hier extrem gut schmecken. Wirklich berauschend fand ich die Dole Plantation selbst jetzt nicht. Dafür war das Ananaseis, das man dort bekommt, umso besser. Sehr zufrieden machten wir uns also auf den Weg nach Waikiki.

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Trip – hoffentlich dann wieder mit einer so coolen Karre.

Bis dahin – oder auch schon früher

Patrick

Mein Jeep und ich

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 05.10.2017