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Maui – The Valley Island

Happy New Year,

wie versprochen melde ich mich. Leider jedoch nicht wie versprochen von Big Island, sondern wieder von O’ahu. Ich bin euch ja noch die ein oder andere Story von Maui schuldig….

Tag 1 – Super Wetter

Am Montag dem 11.12. ging es für Markus und mich mit dem Uber früh zum Flughafen in Honolulu. Departure: 5:03am. Destination: Kahului, Maui. Dort angekommen durften wir uns direkt über ein Upgrade für unseren Mietwagen freuen, denn da kein Economy-Wagen verfügbar war, haben wir eine Klasse höher bekommen. Zwischen Hyundai, Toyota und Dodge haben wir uns für den Dodge entschieden. Dann ging es erstmal los etwas frühstücken, ehe wir dann unser erstes Ziel in Angriff nahmen, den Ho’okipa Lookout.

Ho'okipa Lookout

Waihee Ridge Trail

Waihee Ridge Trail

Der Waihee Ridge Trail startet nordwestlich von Kahului im West Maui Forest Reserve. Etwa vier Meilen sind es bis zum 460m hohen Lookout. Dort oben angelangt, erkannten wir, warum Maui auch Valley Island genannt wird. Die West Maui Mountains im Rücken blickten wir über die eigentlich sehr schmale Insel bis zum Haleakala im Osten der Insel. Es war schon beeindruckend wie dessen Gipfel wieder durch die Wolkendecke brach und scheinbar wie eine Art schlafender Riese über die Insel wacht.

Baldwin Beach Park

Baldwin Beach Park

Da wir ja bereits seit etwa 3 Uhr unterwegs waren, verbrachten wir den Nachmittag am Strand im Baldwin Beach Park, ebenfalls an der Nordküste von Maui. Von dort aus fuhren wir dann zu unserem Airbnb in Maalaea. Dort angekommen stellten wir mit Freuden fest, wie geil unsere Unterkunft auf Maui sein wird. Ein Balkon mit Blick auf die Maalaea Bay und den sich dahinter aufbauenden Haleakala und der Pool im Garten – Wohlfühlatmosphäre pur.

Tag 2 – Aloha auf der Road to Hana

Für Tag 2 stand die Road to Hana auf unserem Zettel. Wir starten also nach dem Frühstück auf dem Balkon in Richtung Makawao, einer Stadt am Fuße des Haleakala. Von dort aus fuhren wir weiter nach Süden. Bereits jetzt bekamen wir einen Eindruck davon, wie vielseitig die Landschaft auf dieser Strecke werden würde. Zunächst fuhren wir durch eine grüne hüglige Landschaft übersäht mit kleinen und großen Gärten und einigen Häusern. Begeistert von der Aussicht über die Maalaea Bay, Molokini und Kaho’olawe hielten wir nur kurz an um ein paar Fotos zu machen. Doch aus dem „Kurz“ wurde nichts, da uns ein Local ansprach. Herzlich und überaus freundlich – einfach der pure Aloha Spirit – haben wir uns unterhalten und er hat uns eine Avocado geschenkt. Es ist eben doch etwas anderes wie auf O’ahu, wo man natürlich als Tourist erkannt aber eben manchmal nur als Last wahrgenommen wird.

Piilani Highway

Wir fuhren weiter und die Straße wurde zunehmend holpriger und enger bis es irgendwann nicht mehr möglich war an entgegenkommenden Autos vorbeizufahren. Stattdessen gab es immer mal wieder Haltebuchten, an denen man den Gegenverkehr vorbeiließ. Die mittlerweile felsige und etwas karge Landschaft verwandelte sich wieder zunehmend in einen grünen fast tropischen Wald. Unser Ziel für den Mittag war der Pipiwai Trail zu den Waimoku Falls. Den größten Teil des Trails läuft man durch dichten Bambuswald bis man einen etwa 120 Meter hohen Wasserfall erreicht.

Blöderweise haben wir den zweiten Teil des Trails nicht gesehen. Dieser hätte uns auf eine Anhöhe geführt, von der aus man den Wasserfall von oben sehen kann.

Red Sand Beach

Wieder am Auto angelangt fuhren wir weiter in Richtung Hana, unserem Ziel für den Mittag. Hana ist vielleicht die Stadt in Hawai’i, die mir am besten gefällt. Ein sehr grünes gemütliches Städtchen direkt an der Ostküste von Maui mit dem Haleakala National Park im Rücken. Nach einem leckeren Mittagessen liefen wir zum bekannten Red Sand Beach. Man erreicht ihn über einen kurzen Hike entlang der Küste, bis man eine verborgene Bucht erreicht. Markus und ich schnorchelten etwas im sehr sehr kalten aber total klaren Wasser und waren uns beide einig, dass es ein sehr schöner Strand ist, den man am besten am Vormittag aufsucht. Denn durch die hohen Klippen, die ihn einschließen, hat man nur am Vormittag Sonne und kann da Farbenspiel der Felswände und des roten Sandes in seiner ganzen Pracht genießen.

Black Sand Beach

Auf roten Sand folgt schwarzer Sand

Da wir noch ein gutes Stück zu fahren hatten, verbrachten wir nicht allzu viel Zeit am Red Sand Beach und fuhren weiter die Ostküste hinauf bis zum Waianapanapa Beach Park, in dem sich der Black Sand Beach befindet. Um uns nochmal an den Strand zu legen, reichte jedoch unsere Zeit leider nicht, da die Sonne bereits am Untergehen war und wir noch immer etwa 43 Meilen zu fahren hatten.

„43 Meilen (70km), das ist doch nicht viel“

Das mag stimmen, wenn man sich auf Deutschlands Autobahnen befindet. In Hawai’i und besonders auf der Road to Hana ist das etwas anderes. Die Straße ist sehr eng – oft passen zwei Autos nicht aneinander vorbei – und schlängelt sich mit vielen Haarnadelkurven an der Küste entlang. Durch die dichte Vegetation sieht man bei Dunkelheit keine 20 Meter weit und eine Straßenbeleuchtung gibt es auch nicht. Demnach brauchten wir etwa 2,5 Stunden bis wir unser Ziel, die kleine Stadt Paia, erreicht hatten. Dort aßen wir noch etwas und fuhren dann zurück in unsere Unterkunft.

Tag 3 – Hike in einen Vulkankrater

An unserem letzten vollen Tag auf Maui wollten wir zunächst etwas am Black Rock Beach ausspannen und schnorcheln und dann gegen Mittag auf den Haleakala fahren. Gesagt, getan. Der Black Rock Beach im Westen der Insel hat unseren Geschmack allerdings nicht getroffen. Er ist sehr touristisch und von Golfclubs und Hotelanlagen umgeben. Das machte zum einen das Parken in Strandnähe unmöglich und sorgte für viel Betrieb am Strand. Dennoch, das Schnorcheln macht sehr viel Spaß, weil sich zwischen den Felsen unzählige bunte Fische tummeln.

Redhill Crater

Das Beste kommt zum Schluss

Für mich persönlich stimmt dieser Spruch – zumindest, wenn an die Tage auf Maui denke. Gegen Nachmittag hatten wir den Gipfel des Haleakala erreicht und uns bot sich wahnsinns Aussicht. Nordwestlich konnten wir die West Maui Mountains erkennen und davor lag im Valley unter einer leichten Wolkendecke das Maui Valley. Auf der anderen Seite sah man etwa 200 Meilen entfernt die Gipfel des Mauna Kea und Mauna Loa von Big Island. Ein paar Fotos später, machten wir uns auf in den Krater. Leider reichte unsere Zeit nicht um die gesamten 11 Meilen des Kraterrundtrails zu laufen. Dafür bot uns etwa um 5:45 pm ein atemberaubender Sonnenuntergang mit der Silhouette des Haleakala Observatory. Und wie die Sonne langsam hinterm Horizont versank, so ging auch unsere Zeit auf Maui zu ende. Doch kein Grund traurig zu sein, denn das nächstes Abenteuer wartete schon. Also nichts wie in unser Airbnb, die letzten Bierchen gemütlich trinken und packen. Am nächsten Morgen wartete bereits der Flieger nach Kona auf Big Island auf uns.

Haleakala Sunset

Fazit: Maui ist nochmal ganz anders als O’ahu und Kauai, und hat ihren ganz eigenen Charme. Natürlich ebenfalls wunderschön und perfekt zum Entspannen – besonders wegen den unzähligen Traumstränden.

Ich melde mich dann die Tage wieder und erzähle euch was wir so auf Big Island erleben durften.

PS: Der Sonnenaufgang auf dem Haleakala ist etwas was jeder, der nach Maui kommt, erleben sollte. Wir konnten das leider nicht, da man im vorhin einen Parkplatz für 1,5$ reservieren muss. Leider waren jedoch bereits alle Tage bis in den Januar ausgebucht. Dann eben das nächste Mal!

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 01.01.2018