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Kauai Tag 5 – A hui huo

An unserem letzten Tag auf Kauai sind wir den Tag etwas ruhiger angegangen. Da wir bis 10:00 das Apartment geräumt haben mussten, hatten wir genug Zeit gemütlich zu frühstücken und unsere Sachen zu packen.

Auschecken, Auto abgeben, in den Flieger steigen? Fehlanzeige!

Unser Flug nach O’ahu ging erst um 7:45 PM, wodurch wir noch einen ganzen Tag auf Kauai hatten. So stiegen wir also ins Auto und fuhren in Richtung Norden zum letzten großen Ziels, der Nā Pali Coast. Wie zu erwarten war es sehr bewölkt und hin und wieder ergoss sich ein kurzer Schauer über uns. Aber das kannten wir ja bereits und wir waren abgehärtet. Nachdem wir kleinen urigen Städtchen Princeville und Hanalei hinter uns gelassen hatten, legten wir einen letzten kurzen Stopp ein um einigen Surfern in Meter hohen Wellen zuzusehen und eine kleine Höhle zu erkunden.

Surfer am Haena Beach Park
Maniniholo Dry Cave

Na Pali Coast State Wilderness Park

Der Kalalau Trail

Der Kalalau Trail ist der wohl bekannteste Trail auf Kauai und erstreckt sich über 11 Meilen entlang der Nā Pali Coast. Natürlich war auch dieser Hike geprägt vom Matsch. Da wir keine Möglichkeit mehr hatten unsere Schuhe zu trocknen versuchte jeder von uns so gut es eben möglich war die Pfützen und Matschgruben zu umgehen. Das funktioniert tatsächlich relativ gut, machte uns allerdings sehr langsam. Nach etwa 1,5 Stunden hatten wir 2 Meilen geschafft und standen an einem kleinen Fluss, der den Weg kreuzte. Da wir aus zeitlichen Gründen eh nicht mehr besonders viel weiter hätten gehen können, entschließen wir uns die Füße trocken zu lassen und zum Auto zurückzukehren.

Kalalau Trail

Es kam wie es kommen musste

Keine zwei Minuten nachdem wir umgedreht waren, rutschte ich aus und landete im Dreck. Das schien wie eine Art Zeichen gewirkt zu haben und wir verloren wieder einmal die Hemmungen. Die Schuhe voller Matsch kamen wir dafür jetzt viel schneller voran. Nachdem wir den Anfang des Hikes wieder erreicht hatten, machten wir unsere Schuhe sauber und fuhren unser nun wirklich letztes Ziel an, die Queens Bath Tide Pools.

Queens Bath Tide Pools

Barfuß durch den Matsch

Dort angekommen wagten wir in Flip Flops den etwa 500 Meter langen Trail zur felsigen Küste. Auch hier dauerte es nicht lange, da hatte jeder seine Flip Flops in der Hand und marschierte Barfuß durch teils schienbeinhohen Schlamm und Pfützen. Aber das Ziel war es wert. Meterhohe Wellen krachten auf das dunkle Gestein und Gischt spritzte teilweise weit über unsere Köpfe in die Höhe. Zum Baden in einem der Pools war es jedoch leider zu gefährlich, weswegen wir uns darauf beschränkten Fotos zu machen und die Aussieht zu genießen.

Von so vielem mussten wir Abschied nehmen

Auf der Fahrt zurück zur Ostküste vernichteten wir bereits so gut es ging alle übrig gebliebenen Lebensmittel – und davon hatten wir einiges! Müsliriegel, Brote, Bananen, Äpfel und Chili con Carne standen auf der Karte. Am Flughafen bei Alamo angekommen hatten wir den Großteil vernichtet und mussten uns nun von unserem liebgewonnenen Jeep, der so einiges aushalten musste, verabschieden. Doch das Abschied nehmen ging weiter! Wer glaubt, dass ich nochmal so viele Flüssigkeiten schmuggeln kann – natürlich AUSVERSEHEN! – der irrt gewaltig. Beim Security Check wurde ich angehalten. „We must open your bag!” Der Blick der Frau, die meine Tasche öffnete, war unbezahlbar. Mit einer Mischung aus Ekel und Erstaunen schaute sie mich an, als sie das Chaos in meiner Tasche sah. Dazu kam der leichte Geruch von nassen schlammigen Schuhen. Naja, am Ende musste ich dann meine Sonnencreme auf Kauai lassen. Neben meinen Flip Flops, von denen ich einen am Strand vergessen habe, behält Kauai also auch eine Tube Sonnencreme von mir.

Was behalte ich im Austausch?

Die Eindrücke und Erlebnisse in Worte zu fassen fällt mir extrem schwer. Und vielleicht ist es genau das, was die Zeit auf Kauai am besten beschreibt. Es war einfach unbeschreiblich! Fast schweren Herzens stieg ich – und ich denke die anderen auch – also in den Flieger.

Fazit: Zum Schluss kann ich nur eines sagen: A hui hou – bis wir uns wiedersehen!

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 30.11.2017