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Kauai Tag 4 – Die Jagd nach Highlights geht weiter

Am vierten Tag unseres Kurzurlaubes stand morgens ein Helicopterflug über die Insel an. Um 8:40 musste wir uns im Headquater von Safarihelicopters zum Check-In einfinden. Schnell die Gewichtsangaben checken und die Security-Instructions verinnerlichen und dann ging es mit einem Shuttle zum Helipcopterport. Dort angekommen mussten wir noch kurz auf den Heli warten, der noch auf einer Tour war. Die Vorfreude – zumindest bei mir – stieg und stieg und stieg. Und dann kam er endlich!

Helicopter im Anflug

„You Germans are tough“

Dana, unser Pilot, ist ein hawaiianischer Pilot wie man ihn sich vorstellt - Lebensmotto: „Take it easy“. Er begrüßte mich, der als erstes in den Heli klettern sollte, als ob wir uns schon seit Jahren kannten. Nachdem wir alle im Heli saßen, gab es eine kurze Info, für den Fall der Fälle, dass Turbulenzen für Übelkeit sorgen sollten. Und dann ging es auch schon los. Zunächst an der Südküste entlang und dann etwas ins Landesinnere zu den berühmten Wasserfällen aus Jurassic Park.

Jurassic Park Wasserfälle

Mehr Highlight geht nicht

Von den Wasserfällen ging es weiter in Richtung Waimea Canyon. Auf dem Weg dorthin durchflogen wir zahlreiche Regenbögen, einer schöner als der andere. Leider kam die Sonne nur sehr vereinzelt durch die Wolkendecke, so dass große Teile des Canyons zunächst etwas im Nebeldunst versanken.

Waimea Canyon

Dana erzählte uns vieles über die Insel, die aus einer einzigen Eruption entstanden ist und zu 20% im Privatbesitz der Familie Robinson Familie ist. Gerade drehte Dana wieder etwas aus dem Canyon ab und stieg auf als die Wolkendecke aufbrach und die Sonne über den gesamten Canyon strahlte. Es war einfach der absolute Wahnsinn und ich weiß nicht wie ich den Anblick beschreiben soll: Wir flogen über den von der Sonne durchfluteten Canyon mit seinen vielen Wasserfällen unter einer Vielzahl an kraftvollen Regenbögen. Ich war der maßen geflasht, dass mir dachte, wie viel Glück ich habe, dass ich das erleben darf.

Napali Coast

Tuuurrrbuullllenzzzzeeennnn

Wir stiegen über den Waimea Canyon Lookout hinweg und flogen in Richtung Westküste, zur berühmten Napali Coast. Dort war das Wetter leider nicht mehr so gut. Viel Wind, ab und zu Regen und viele Wolken verursachten die eine oder andere Turbulenz. Dennoch die Napali Coast ist einfach ein unvergesslicher Anblick – ob mit oder ohne Sonnenschein. Und als Dana dann in eine der unzähligen Schluchten der Klippen hineinflog, wurden wir auch für das schlechte Wetter entschädigt. Rechts und links ragten die zerklüfteten Felswände fast senkrecht in die Wolken und vereinzelt bildete der Regen Wasserfälle. Dazu gigantische Wellen, die mit atemberaubender Geschwindigkeit auf die Felswände krachten also ob sie versuchten diese einzureißen.

Ein paar Wasserfälle zum Abschluss

Nachdem wir die gesamte Napali Coast in Richtung Norden entlanggeflogen waren und Princeville und Hanalei hinter uns gelassen hatten, ging es weiter über die Insel in Richtung Ostküste. Dana zeigte uns den Waimea River und die – so seine Aussage – schönsten Wasserfälle, die er seit letztem Jahr gesehen hat. Hier kam uns der viele Regen in den letzten Tagen entgegen, da sich dadurch viel mehr Wasserfälle bilden. Dana erzählte uns, dass man bei wenig Regen hunderte Wasserfälle auf der Insel sehen kann. Nach regenreichen Tagen sind es tausende.

Kauai von oben

Krass wie schnell 60 Minuten vorbei sein können

Kaum hatten wir auch diese Wasserfälle hinter uns gelassen, waren wir auch schon wieder auf dem Weg in Richtung Lihue Airport, in dessen Nähe sich der Heliport befindet. Noch ein paar Fotos und dann ging es auch schon wieder zum Shuttle.

Für eine Stärkung sind wir dann kurz ins Apartment und haben uns gestärkt ehe es dann hieß: „Auf an den Strand!“ Mit dem Auto fuhren wir eine Stunde in westlicher Richtung.

Offroad, jetzt aber richtig!!!

Zum Barking Sands Beach im Polihale State Park muss man ca. 8km über eine sehr holprige und teilweise mit Schlaglöchern übersäte Straße fahren. Kein Problem! Ab in den Allrad-Modus und gib ihm! Selten hat Autofahren so viel Spaß gemacht als auf diesen 8km. Blöd nur, wenn man ab und zu von ein paar SUVs ausgebremst wird. Am scheinbar endlosen weißen Sandstrand angekommen viel unser Blick direkt auf die Meter hohen Wellen.

Polihale State Park

Achtung vor dem Sog

Da erwachte das Kind in uns, als wir durch die Wellen tauchten und gegen sie ankämpften. Kämpfen ist dabei sogar nicht mal übertrieben da natürlich die Wellen selbst aber auch der Sog zurück in den Pazifik eine unglaubliche Power hatten. Diese Anstrengung endete letztendlich in einem ausgiebigen Mittagsschlaf. Zum Ende des Tages – also so gegen 6 pm – schauten wir uns natürlich mal wieder den Sonnenuntergang an. Dieses Mal mit der kleinen Privatinsel Ni’ihau im Vordergrund.

Sunset at Polihale State Park

Mit knurrenden Mägen machten wir uns auf den Rückweg. Noch ein letztes Mal Offroad mit Allrad, Yippie!!!

Morgen kommt dann der letzte Teil meines Kauai-Abenteuers.

Bis dann, Aloha

 

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 28.11.2017