< zurück zum Blog von Patrick Zimmerer
< zurück zum Universitätsprofil: Hawai'i Pacific University

Kauai Tag 3 – Unterwegs auf dem Waimea River

Wieder hieß es früh aufstehen, wieder wollten wir früh los. Wohin? Zum Kamokila Hawaiian Village, wo wir uns Kajaks ausleihen wollten. Auf der Fahrt dorthin goss es wie aus Eimern aber wir, zumindest unser Auto, entschloss sich, die Kajaktour durch zu ziehen. Damit waren wir jedoch die einzigen und das andere Auto verabschiedete sich in Richtung Nordküste. Am Waimea River angekommen wurden wir von Piper, einem 15 Wochen alten Welpen begrüßt.

Secret Falls

Schnell noch etwas Verpflegung in die wasserdichten Säcke und ab auf den Fluss

Der Regen hörte auch, die Sonne kam durch und es dauerte nicht lange, bis wir den Bogen mit dem Paddeln raushatten und nicht mehr im Zick Zack über den Fluss paddelten. Dann ging es auch ganz schnell und wir waren an der Stelle angekommen, wo der Hike zu den Secret Falls beginnt. Wir zogen die Kajaks an Land und machten uns auf den Weg. Schon jetzt war klar: Das wird wieder eine matschige Angelegenheit. Aber wir machten uns ja keine Vorstellung, was da noch auf uns warten würde. Bis zu einem Fluss war es noch machbar, den Pfützen und tiefen Schlammlöchern auszuweichen. Am Fluss angekommen galt es dann die erste Hürde zu nehmen.

Ab durch den Fluss!

Schuhe aus?

Nichts da!

An einem Seil hangelten wir uns auf die andere Seite. Auf einem zunehmend schlammiger werdenden Pfad taten wir unser bestes dem Schlamm auszuweichen. Doch mit der Zeit merkte man, wie sehr die Hemmschwellen sinken. Bis zu einem Zeitpunkt zu dem man teils knöcheltief im Matsch versank.

Secret Falls Trail

Jetzt ist alles egal

Ich hatte das Gefühl, dass wir ab diesem Zeitpunkt schneller vorangekommen sind, da wir eben nicht mehr jeder Pfütze ausgewichen sind, sondern den direkten Weg – mittendurch – gewählt haben. Insgesamt folgten wir dem Fluss etwa für 45 Minuten. Am Ziel erwartete uns ein etwa 100 Fuß hoher Wasserfall. Wir zögerten nicht lange und stürzten uns in das sehr kalte Wasser. Direkt unter den Wasserfall konnten wir uns nicht stellen, da das Wasser zu viel Kraft hatte. Die Alternative hinter den Wasserfall klettern. Gesagt getan. „Geschützt“ vor den reißenden Fluten hangelten wir uns an der Felswand entlang. Ich war überrascht wie stark der Wind hinter dem Wasserfall war. So stark, dass die Wassertopfen an der Felswand nicht einfach heruntergefallen sind, sondern teils senkrecht nach oben geschleudert wurden.

Secret Falls

Matschig, Matschiger, total versaut

Der Rückweg führt einen den gleichen Pfad wieder zurück. Einziger Unterschied: Mittlerweile waren etliche Wandergruppen auf diesem Pfad zu den Secret Falls gelangt, was den Weg mehr oder weniger zu einer einzigen großen Schlammgrube machte. Zum Glück war uns das zu diesem Zeitpunkt ja schon egal. Nachdem wir also, ausgerutscht, hingefallen oder im Schlamm steckengeblieben waren erreichten wir irgendwann unsere Kajaks und paddelten noch etwas Stromabwärts und dann auch wieder zurück.

Rainbow at Glass Beach

Ab auf die Mülldeponie

Wir entschlossen uns zu einem kurzen Snack im Apartment. Dort trafen wir dann auch das andere Auto wieder. Zusammen fuhren wir dann nach Hanapepe zum Glass Beach. Wieso Mülldeponie? Ganz einfach, weil dieser Strand früher eine Mülldeponie war. Davon zeugt aber kein schlechter Geruch sondern lediglich das Glass das quasi den Sand ersetzt. Verletzungsgefahr = Null!

Glass Beach ist ein relativ ruhiger Strand, was sich wohl auch der Monkseal dachte, der sich in der kleinen Bucht treiben ließ. Wir schnorchelten etwas, genossen die Abendsonne und schauten uns den Sonnenuntergang an.

Sunset at Glass Beach

Danach: Ab nach Hause, kochen, essen, chillen, schlafen. Same procedure as yesterday!

Bis morgen

Fazit: Kann der Spaßlevel überhaupt noch steigen?

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 26.11.2017