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Bald geht's los an die UVic

In knapp zwei Monaten geht es auf ins Auslandssemester an die University of Victoria. Trotz, dass die Wochen mittlerweile an zwei Händen abzählbar sind, ist es für mich immer noch ein bisschen surreal, bald ein halbes Jahr in Kanada zu verbringen. Anfang des Jahres hatte ich noch gehofft, dass die Monate etwas schneller vergehen würden. Nun ist der Tag des Abfluges plötzlich so nah, dass sich meine Vorfreude in Form von leichter Nervosität bemerkbar macht. Ein guter Zeitpunkt um ein Resümee zu ziehen, über die Dinge die ich bereits erledigt habe und die Dinge, die noch zu erledigen sind.

Die schwierige Entscheidung für die „richtige“ Uni

Die Idee eines Auslandssemesters hatte ich vermutlich schon in demselben Moment, in dem ich mich für ein Studium entschied. Auch war mir klar, dass es ins englischsprachige Ausland gehen sollte. Dann begann die Recherche. Und je länger ich nach möglichen Unis recherchierte, desto schwieriger wurde es für mich eine Entscheidung zu treffen, welche Uni nun die „Richtige“ für mich ist. Hierbei hat mir die Seite von IEC sehr geholfen, da sämtliche wichtige Informationen gebündelt auf einer Seite einsehbar sind. Dann habe ich mir eine Liste mit für mich wichtigen Kriterien erstellt, wie etwa: „Nähe zum Meer“, „nicht zu kalt“, „Vielfalt des Kursangebotes“… Schließlich entschied ich mich dann für die University of Victoria (UVic) und dann begann das Organisatorische.

Organisatorisches: Abgehakte TO DOs

Nachdem ich mich noch einige Male von IEC hab beraten lassen, habe ich mich im Oktober 2014 online an der UVic beworben (Gebühr $ 115). Den Versand der Papierunterlagen hat freundlicherweise IEC für mich übernommen. Es dauerte nicht lange, ehe mein Online-Status zu „Admitted“ wechselte.

Im Dezember 2014 war die zuständige Mitarbeiterin der UVic für Visiting Students (so heißt man, wenn man wie ich als Free Mover sein Auslandssemester an der UVic verbringt), Hannah Gottfried, zu Gast bei IEC in Berlin. Ich nutzte diese Gelegenheit und vereinbarte einen Termin mit ihr. Der Termin war sehr aufschlussreich und informativ und die sehr freundliche und offene Art von Hannah hat mich bestärkt in meinem Vorhaben ins Auslandssemester zu gehen.

Anfang Januar 2015 habe ich meine Bewerbungsunterlagen für das Auslands-BAföG mit allen Unterlagen, die ich bis dato hatte an das Studentenwerk Thüringen versandt. Trotz dass man die erforderlichen Unterlagen meist erst kurz vor Beginn des Auslandssemesters beisammen hat, empfiehlt es sich auf jeden Fall den Antrag mindestens sechs Monate vorher zu stellen um sicherzugehen, dass die Auszahlung rechtzeitig erfolgen kann.

Im Februar 2015 erhielt ich den Admission Letter via E-Mail. Nun hatte ich die Zusage endlich sicher in der Tasche und konnte mich in meiner Organisation auf die nächste Ebene begeben und den Flug buchen, sowie mich um die Anerkennung der Kurse an meiner Uni kümmern. Beides ging sehr schnell und unkompliziert bei mir.

Da ich plane, neben meinen Kursen etwas off-campus zu arbeiten, habe ich mich Ende April 2015 um eine Study Permit auf der Seite der Kanadischen Regierung (Link: http://www.cic.gc.ca/english/study/study.asp) beworben (Gebühr $ 150). Hierfür war ein detaillierter Study Permit Information Letter seitens der UVic erforderlich, der mir auf Anfrage hin zugesandt wurde. Das Bewerbungsverfahren für die Study Permit lief ausschließlich online und sehr unkompliziert. Ich musste keinerlei Dokumente irgendwohin versenden, geschweige denn persönlich vorsprechen. Obwohl die Oberfläche des Internetauftritts eigentlich sehr selbsterklärend ist, empfiehlt es sich sehr, vor der Bewerbung die Instructions genauestens durchzulesen, damit man an einigen Stellen nicht versehentlich falsche Angaben macht. Schon nach drei Tagen hatte ich die Zusage. Die kanadische Bürokratie war bisher für mich insofern äußerst unkompliziert.

Im Juni 2015 wurde mir dann der Tag der Online-Registrierung für die Kurse bekanntgegeben und wenig später erhielt ich diverse Formulare, in denen ich vor der Registrierung meine Kurswünsche angeben sollte. In der E-Mail waren sämtlich wichtige Hinweise zum Registrierungsverfahren sehr gut und ausführlich erklärt. Dennoch ist es sehr, sehr wichtig, dass man sich vorab bereits das Kursverzeichnis der UVic anguckt um sich a) zu vergewissern, welche Kurse angeboten werden und b) die Anerkennung an der heimischen Uni zu besprechen. Außerdem sehr wichtig ist es, zu beachten, ob die gewählten Kurse Prerequisites  voraussetzen. Diese müssen dann entsprechend auf Englisch nachgewiesen werden. Hierfür sollte man einen entsprechenden Zeitpuffer einplanen. Wie gesagt, es ist besser, sich bereits vorab im Klaren zu sein, welche Kurse besucht werden, damit dann nur noch die entsprechenden Formulare ausgefüllt und per E-Mail abgeschickt werden müssen.

Kurz vor der Registrierung hat Hannah uns zu einem Webinar eingeladen, in dem sie uns in ein paar Slides noch ein paar Informationen, die für uns an der Stelle wichtig waren, präsentierte (u.a. Registrierungsverfahren, Housing, Living Costs…). Das Webinar war optional aber sehr hilfreich, da man hier auch die Möglichkeit hatte, noch einmal persönlich Fragen im Live-Chat klären zu können.

Die Registrierung selber lief dann sehr einfach ab. Man trägt sich einfach für die Kurse ein und erhält i. d. R. sofort den Platz. Nachdem dann klar war, welche Kurse ich besuchen würde, schickte ich die Anlage für meinen Antrag auf Auslands-BAföG, an die UVic. Diese erhielt ich dann sehr schnell ausgefüllt, unterschrieben und gestempelt als Scan per E-Mail wieder zurück. Nun konnte ich endlich alle Unterlagen komplett an das Studentenwerk Thüringen übergeben.

Organisatorisches: noch zu erledigende TO DOs

 

Mit den Fragen, die mir immer noch auf der Seele brannten (Krankenversicherung, Handyvertrag, Konto, Social Insurance Number) habe ich mich kürzlich an den International Student Service der UVic gewandt. Woraufhin ich sehr gutes Infomaterial mit vielen nützlichen Links bezüglich der o. g. Themen erhielt. In den nächsten Wochen werde ich mich also an erster Stelle um den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung kümmern und anschließend Angebote für einen guten Handy-Tarif und ein kanadisches Konto vergleichen, sodass ich in meinen ersten beiden Wochen in Kanada gleich alles schnell erledigen kann und genug Zeit fürs Einleben und die Wohnungssuche habe.

 

 

Steve Burkhardt zuletzt bearbeitet am 13.07.2015