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Montréal: Je t'aime!

Die letzte Station meiner „East-Coast“-Reise war Montreal. Ich war sehr gespannt auf diese Stadt, da sie mir von so vielen Kanadiern empfohlen wurde. Sie deklarieren sie als die „Kulturhauptstadt“ Kanadas. Und als ich dort ankam, wusste ich, was sie meinten.

Montreal Erotic Art at its best

Angekommen bin auch hier wieder mit dem Greyhound Bus ($20-25 bei Online-Buchung). Die Fahrt von Ottawa dauerte 2.5 Stunden und war ebenfalls eine Tour durch den bunten kanadischen Herbst. Viel Zeit zum Akklimatisieren blieb mir nicht. Meine beiden Gastgeber (Couchsurfing) haben mich kurz nach meine Ankunft zu einer Show ins Théâtre La Chappelle mitgenommen. Vor Ort habe ich dann erfahren, dass dies eine Art Exibitionisten-Show war. Wow cool, dachte ich mir. Da lerne ich die Montrealer Künstlerszene ja gleich auf die harte Tour kennen. Die Show war genial: eine sehr geschmackvolle Mischung aus nudistischen Elementen und Kunst. Und es gab Extrashots für alle diejenigen, die ebenfalls nackt auf die Bühne kommen (was tatsächlich einige taten). Kurz um: es war großartig.

Lange Nacht in der berühmten Montrealer Clubszene

Direkt nach der Show haben meine Gastgeber mich mit ins Samstag-Nachtleben von Montreal genommen. Wir waren in einigen Bars und haben gutes Quebecer Bier getrunken. Die Leute waren sehr entspannt und offen und unterscheiden sich schon deutlich von den anglophonen Kanadiern. Obwohl alle Montrealer, die ich getroffen habe, sehr gut Englisch sprachen, ist man ab einem gewissen Punkt aber schon oft ein wenig der „Outsider“ wenn man kein Französisch spricht.

Während die Clubs und Bars im Rest von Kanada schon sehr früh (um 2 Uhr) nahezu ausnahmslos schließen, ist Montreal sehr für seine exzessive After Hour Clubszene bekannt. Die musste natürlich auch ausprobiert werden und so habe ich den Rest der Nacht im Stereo, einem der bekanntesten Technoclubs Kanadas, verbracht (Eintritt: $35, kein Alkohol nach 2 Uhr). Das hat mein „Heimweh“ nach dem Berliner Nachtleben schon deutlich geschmälert. :-)

Stadtbesichtigung mit dem Fahrrad

Nach eins, zwei Stündchen Schlaf haben mich meine Gastgeber mit auf Entdeckungstour durch Montreal genommen. Wir sind mit dem Fahrrad zum Mont Royal gefahren, von dem aus man einen tollen Blick auf die Skyline hat. Anschließend ging es vorbei an der Rue Sainte-Catherine , der Shopping-Meile Montreals, zum alten Hafen, dann zur Altstadt und dann war der Tag auch schon rum.

Am heutigen Montag habe ich mich auf eigene Faust etwas umgeguckt im Mile End District. Nette Neighborhoods, niedliche französische Eck-Cafés und Künstler-Ateliers überall. Die perfekte Gegend wenn man nur einen halben Tag hat bevor der Flug geht und nicht weiß, was man machen soll.

Bye Bye Québec!

Nun sitze ich bereits wieder schweren Herzens im Flieger Richtung Vancouver und anschließend Victoria. Doch der Osten hat es mir angetan und ich werde wiederkehren, im Winter. Bis dahin: A bientôt Montréal!

Ausblick vom Mont Royal

Steve Burkhardt zuletzt bearbeitet am 07.10.2015