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Abflug nach Winnipeg!

Hallo zusammen,

ich hab gute Neuigkeiten: Ich hab den Koffer gepackt! Und nach ewigem Hin und Her geht er Gott sei Dank sogar zu. Also bin ich praktisch startklar. Mein Tipp: Fangt rechtzeitig an damit, dann seht ihr, dass ihr kiloweise über dem erlaubten Gewicht seid und habt genug Zeit, scheinbar überlebenswichtige Dinge wieder rauszuschmeißen ;) Großen Dank an meine Mum, die da ruhig Blut bewahrt hat und konsequent eliminiert hat, als der Koffer nicht zuging :D

Doch kein Kofferchaos :)

Nachdem ich zuerst Monate, dann Wochen und jetzt Tage gezählt habe, ist es morgen doch tatsächlich soweit und es geht looos! :D  Bissen unwirklich irgendwie, glaube ganz realisieren werde ich das erst wenn ich am Flughafen am Gate sitze^^ Satte 13 h bin ich unterwegs bis nach Winnipeg, mit kurzem Zwischenstop in Toronto.

So, aber nun zu den Key Facts zum Thema Vorbereitung auf so ein kleines Auslandssemester. Denn leider ist es nicht so, dass man irgendwo im Internet auf nen Knopf drückt und sein Auslandssemester bequem online bestellt und dann läuft die ganze Dokumenten-Genehmigungsmaschinerie an. (Wie hammer das wäre). Es gibt doch einiges zu erledigen, bis man entspannt über den Wolken dahinfliegt. Also hier mal alle Infos über den gesamten Prozess von der Bewerbung über Unterkunft, Learning Agreements und so weiter:

Bewerbung:

IEC ist einem wirklich eine große Hilfe, wenn man als Freemover ins Ausland gehen will. Ich hab aus Spaß mal so über die Internetseiten an den Unis rübergescrollt die den offiziellen Bewerbungsprozess erklären, wenn man sich als einzelne Privatperson dort bewerben möchte und puh... da die Übersicht nicht zu verlieren und zu wissen was genau wann gefordert wird ist eine Herausforderung. Und all das könnt ihr von IEC erledigen lassen. Ich hab mich damals Ende Januar bei IEC beworben, die nötigen Formulare, die alle auf der Website aufgelistet sind ausgefüllt und das wars. Einen Sprachnachweis braucht ihr nicht mal, wenn ihr nach Winnipeg geht. Ich hab auch total schnell Rückmeldung von der Uni erhalten, glaube das waren so 2 Wochen und dann trudelte schon der Official Letter of Acceptance per Mail ein.

Sobald ihr den Official Letter of Acceptance habt, endet quasi die Phase in der alles über IEC läuft. Jetzt seid ihr gefragt euch um Unterkunft, Flug und Learning Agreements zu kümmern.

Unterkunft:

Die U of W und das Campus Living Department stellen euch wirklich ein großes Angebot an verschiedenen Unterkünften zur Verfügung aus denen ihr wählen könnt. Ihr könnt euch entweder für die zwei Wohnheime McFeetors Hall oder Lions Manor entscheiden oder in eine WG in den Balmoral Häusern ziehen. Ich werde mal noch extra auf die einzelnen Wohnungsoptionen eingehen, wenn ich mir vor Ort ein Bild davon gemacht habe und mich mal nach tatsächlichen und gefühlten Vor- und Nachteilen umgehört hab. Ist ja oft sehr subjektiv.  Ganz neu seit ein paar Wochen ist auch, dass euch Service zur Verfügung steht, über den ihr euch Privatwohnungen in der Stadt mieten könnt. Bin mir da aber nicht sicher, ob sich das für die paar Monate lohnt, wenn ihr nur für ein Term bleibt, bzw. ob das so kurz überhaupt geht.

Generell kann ich aber schon mal sagen, dass es sich wie bei allem lohnt möglichst früh ein Zimmer unter Dach und Fach zu haben. Zumindest hat man dann schon mal eine Sorge weniger à la „where you gonna sleep tonight?.“ Ich hab mich gleich nachdem ich den Letter of Acceptance im Februar erhalten hab um einen Platz im Wohnheim gekümmert. Dabei bewerbt ihr euch über die Seite von Campus Living (uwcampusliving.com) wo ihr euch einen Account für das StarRez Portal erstellt. Gut zu wissen ist, dass ihr die Option „First Year Residence Guarantee“ wählt, anstatt „Academic Year“. Da dürft ihr etwas früher ins Wohnheim einziehen und euch wird ein Platz im Wohnheim garantiert. Dafür seid ihr auf jeden Fall berechtigt, weil ihr ja zum ersten Mal überhaupt an die U of W geht ;)

Learning Agreements:

Für viele ist das logischerweise der toughste Teil. Wenn ihr für ein Semester ins Ausland geht, dann wollt ihr natürlich kein Semester in „akademischer Hinsicht“ verschwenden, sondern eurer neugewonnenes Wissen und eure erbrachten Leistungen auch anrechnen lassen können. Prinzipiell läuft es so ab, dass ihr die Inhalte der Kurse in Winnipeg mit denen an eurer Heimatuni vergleichen müsst und dann ähnliche Veranstaltungen sucht, die ihr für ein deutsches Fach anrechnen lassen könnt. Das heißt also bisschen Rumgeirre auf Internetseiten, die sehr oft leider noch gar nicht auf das Semester aktualisiert sind, das ihr braucht. Sobald ihr passende Kurse aus vorherigen oder, im besten Fall, kommenden Semestern gefunden habt, geht ihr zu den jeweiligen Lehrstühlen, welche die deutschen Kurse anbieten. Jeder Lehrstuhl entscheidet dann individuell, ob die Kurse den geforderten Ansprüchen entsprechen. Ich war ziemlich froh, dass meine Uni uns International Business Studies Leuten dabei das Leben nicht so schwer gemacht hat, denn damit wir unser Bachelorzeugnis irgendwann mal in den Händen halten können, müssen wir mind. 20ECTS im Ausland erwerben und anrechnen lassen. Aber bei mir hat das soweit alles super geklappt, vor allem auch weil die University of Winnipeg ziemlich verlässlich und früh die angebotenen Kurse aktualisiert und die auch wirklich dann gehalten werden ;)  Jetzt hoffe ich nur, dass wenn ich zurück komme dann auch alles rund läuft mit dem Antrag auf Anrechnung :D^^

Auslands-BAföG:

Das war bei mir leider/zum Glück, je nachdem wie man das sieht, nicht auf der Agenda, aber viele, die ich kenne haben erzählt, dass  man dafür eine mittlere Portion Zeit einplanen sollte, da sich auch die Bearbeitung… naja.. zieht ;)

Also auch hier am besten alles so früh wie möglich erledigen, wenn ihr das Geld noch vor dem Abflug haben wollt, ich weiß von ein paar Fällen, da wurde es dann erst fast am Ende des Semesters überwiesen und diejenigen mussten es sozusagen vorher auslegen.

eTA:

Ab März 2016 braucht man, auch wenn man weniger als 6 Monate in Kanada bleibt, eine Art kleines Visum. Die Electronic Travel Authorization (eTA) könnt ihr ganz easy über die Website der Kanadischen Botschaft (www.cic.gc.ca/english/visit/eta.asp) beantragen. Der Spaß kostet auch (bis jetzt?) nur 7CAD und bei mir kam die Bestätigungsemail mit dem eTA praktisch sofort mit dem Klick nach dem Ausfüllen, dass ich beantragen will. Ihr braucht dazu die Kreditkarte, die ihr auch mit nach Kanada nehmt und euren Reisepass und das wars. Keine Fahrt hin zur Kanadischen Botschaft ;) Außer ihr bleibt eben länger als 6 Monate, dann wird auch ein Study Permit nötig, soweit ich weiß.

 

Handyvertrag:

Also ich habe beschlossen mich permanent im WLAN zu befinden ;) Es gibt aber bestimmt auch günstige kanadische Tarife, da werde ich mich mal ein bisschen umhören, wie das andere internationale Studenten so gemacht haben. Ich dachte mir halt, wenns mal einen Notfall geben sollte, dann wird der Anruf mich jetzt schon keine zweistellige Summe kosten und ansonsten gibt’s ja überall WLAN damit man über WhatsApp und co erreichbar ist. Ich gebe dann noch Bescheid, ob das wirklich so ein guter Plan war oder ob ich mir nicht doch noch was kanadisches hole ;)

So, ich glaube das waren so die wichtigsten Schritte und Eckpunkte auf dem Weg zum Auslandssemester. Ihr könnt mich aber auch gern weiter in der Facebook-Gruppe mit Fragen löchern, falls ihr sonst noch Fragen zu organisatorischen Dingen habt.

 

Den nächsten Blogeintrag gibt’s dann schon live aus ca. 7000km Entfernung :D Drückt mir die Daumen, dass mit dem Flug und Anschlussflug in Toronto alles klappt:D

 

Liebe Grüße und bis bald aus Winnipeg,

 

 Eure Mariana

 

Mariana Reisinger zuletzt bearbeitet am 29.08.2016