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Im Westen was Neues

Prolog

Ladies and Gentlemen, herzlich willkommen auf meinem Blog. Hier werde ich – unterstützt von Kakao und Koffein - meine Erlebnisse in meinem Auslandssemester mit euch teilen. Für etwaige schlechte Witze, lahme Phrasen oder verwackelte Bilder kann keine Haftung übernommen werden. Wer Rechtschreib- und Grammatikfehler findet, darf sie gerne behalten

Uniwahl

Als Teil meines Studiengangs „International Business Studies“ ist ein Auslandssemester verpflichtend. Dementsprechend war mir rasch klar, dass ich a) meine Koffer packen muss und b) so weit weg wie möglich will. Nach einigen Stunden im Internet stand auch fest, wohin es gehen sollte  - am liebsten nach Kanada. Da meine Uni kein Austauschprogramm mehr mit Kanada anbot, musste ich als Freemover gehen. Eine Kommilitonin empfahl mir IEC – danke dafür! – und aus einer bloßen Beratungsbitte wurde eine ausführliche Infosession. Die verantwortliche Beraterin empfahl mir die University of Winnipeg, da sie nicht nur günstiger ist als andere, sondern auch mit einer Topbetreuung für ihre Auslandsstudenten aufwartet. Als ich auflegte, wusste ich ganz genau, dass ich nach Winnipeg wollte.


Bewerbung

Da ich mich parallel noch halbherzig an ein paar Austauschangeboten meiner Universität angemeldet hatte, war es nun wirklich kein Hexenwerk mehr, das IEC Formular auszufüllen. Den von der UWinnipeg geforderten DAAD-Sprachtest bekam ich durch meinen Englischkurs aus dem Studium automatisch. Es lohnt sich also immer mal nachzuhaken! Fristgerecht reichte ich dann auch die passenden Formulare bei IEC ein. Ernsthaft: Fristen beachten! Ansonsten sind die Universitäten ziemlich großzügig, wenn man erstmal angenommen ist. Aber dafür muss erstmal alles in trockenen Tüchern sein. Dann hieß es warten. Ich erhielt im März meines Wissens dann meinen Letter of Acceptance. Dann ließ ich mich für ein Wohnheimzimmer auf die Warteliste eintragen – und dann passierte erstmal nichts. Ich dachte, ich würde wahnsinnig werden oder dass mein E-Mailprogramm tot sei.  

 

Vorbereitung

Irgendwann setzte sich dann jemand von Student Records bezüglich meiner Kurswahl mit mir in Verbindung. Ich erhielt eine detaillierte Anleitung, wie ich denn meine Kurse raussuchen könnte und sollte eine ungefähre Liste mit allen Kursen abgeben, die ich gerne besuchen würde. Augen auf bei der Kursbeschreibung: Nur weil manches cool klingt, heißt es nicht, dass es einem daheim auch angerechnet wird;) Mein Kurs über Machtverhältnisse im 16. Jahrhundert, den ich eigentlich wegen seiner interessanten Bezeichnung nehmen wollte, hätte man mir zuhause wohl kaum angerechnet. Aber da ist die UWin ziemlich locker: Meine Betreuerin konnte es fristgerecht umbuchen und bis in die zweite Septemberwoche kann ich selbst noch meine Kurse ändern.

Learning Agreements sollte man abschließen, bevor man ins Ausland fliegt. Da mein Auslandssemester verpflichtend ist, ist meine Koordinatorin in Nürnberg relativ gelassen, aber einige meiner Freunde mussten wirklich von Lehrstuhl zu Lehrstuhl rennen, bis sie alle erforderlichen Agreements hatten. Ende Juli und Anfang August hatte ich dann endlich die ersten Termine, einen Flug und fing an, mich um die Formalitäten zu kümmern. Da meine gebuchten Flüge beide über die USA gehen, brauche ich nicht nur eine kanadische Einreiseerlaubnis (ETA), sondern auch eine für die Vereinigten Staaten (ESTA). Beim Beantragen braucht man eigentlich nur seinen Reisepass und eine Kreditkarte, aber man sollte definitiv aufpassen, es auf der betreffenden, offiziellen Seite zu buchen. Es gibt genug Organisation, die anbieten, es für einen zu beantragen – und dann bezahlt man erheblich mehr! Inzwischen bin ich mit meinen Vorbereitungen fast am Ende angelangt, und ärgere mich eigentlich nur noch über die Bettwäsche, die ich gebucht (?) habe und mein WLAN im Wohnheimzimmer, das aufgestellt werden soll. Aber irgendwann sind da auch alle Möglichkeiten, von der anderen Seite des Teichs Druck zu machen, ausgeschöpft.

Inzwischen ich habe beschlossen, es auf mich zukommen zu lassen. Sobald ich am 29. das Haus verlassen habe, weiß ich ohnehin, was ich natürlich nicht eingepackt habe;)                                                                   

Die Vorbereitungen laufen...

Lisa Denndörfer zuletzt bearbeitet am 04.09.2018