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Schmilzt Geld eigentlich?

Passend zum Halloween Wochenende schneide ich heute mal das gruselige Thema Finanzen an. Leben in Kanada ist teuer. Leben auf einer Insel in Kanada noch ein bisschen mehr. Das meiste Geld gebe ich definitiv für Lebensmittel aus. Da die Cluster Residenzen eine Küche haben, habe ich keinen Meal Plan und muss mich somit selber versorgen.

Die ersten Male beim Einkaufen war ich dann schon etwas geschockt, Brot ist hier zum Beispiel um einige Taler teurer als in Deutschland und nicht mal halb so gut! Zum Glück gibt es ja aber einen netten Wechselkurs für die Euro Gewohnten, das macht es dann am Ende immer ein bisschen erträglicher. Außerdem habe ich einen Supermarkt gefunden (save on foods) bei dem man mit einer kostenlosen Treuekarte und der richtigen Auswahl an Produkten immer ein wenig sparen kann. Ein Wocheneinkauf der mich zuhause im örtlichen Lidl/Aldi/Netto etc. 20-30€ kostet, kann dann hier aber schon mal locker bei 70$ und aufwärts enden (ca. 50€). Wer sich dann noch Alkohol leisten will muss  noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Die billigste Flasche Wein kostet etwa 9$ (ca. 6€) und schmeckt dann auch nach bottom shelf. Gin kostet hier mindestens 18€ umgerechnet für die günstigste Marke.

Wie viel Geld man im Monat für den Lebensunterhalt braucht hängt also stark davon ab wie man lebt, ist aber definitiv teurer als in Deutschland.

Meine Miete auf dem Campus und mein Busticket sind zum Glück schon vor Semesterbeginn komplett gezahlt worden (Busticket ist in den Studiengebühren mit inbegriffen), da muss ich mir während des Semesters keine Gedanken drum machen. Internationals die off Campus wohnen zahlen um die 600$ Miete im Monat glaube ich, es gibt aber auch die Möglichkeit in Gastfamilien zu leben und da ist manchmal dann sogar Essen inklusive. Allgemein finde ich meine Wohnsituation immer noch am praktischsten und würde wieder genau das Gleiche wählen.

Kanadische Handynummer mit ein bisschen Datenvolumen gibt’s ab ca. 35$ im Monat, auf dem Campus ist aber überall WLAN und Downtown üblicherweise auch. Ich komm gut damit klar nur WLAN zu haben und hab mir keine kanadische Nummer besorgt.

Zum Feiern muss man auch je nach Trinkgewohnheiten mehr oder weniger viel Geld einplanen. Drinks sind wie alles teurer als in deutschen Clubs, also bleibt man meist bei Bier und wie in Deutschland auch gibt es immer Pre-Parties. Wenn man sich zu viert ein Taxi auf dem Nachhauseweg teilt (Busse fahren dann nicht mehr) kommt man mit 5$ pro Person. Eintritt ist immer unterschiedlich. Im Upstairs kommen Mädels bis 11 Uhr freitags umsonst rein und für den größeren Club Distrikt gibt es oft Coupons mit denen man umsonst reinkommt. Ansonsten muss man ca. 5-10$ für den Eintritt und Garderobe einplanen.

Sich für Stipendien und Auslands Bafög zu bewerben sollte man angesichts der hohen Lebenskosten meiner Meinung nach auf jeden Fall in Erwägung ziehen, denn man will ja nicht nur Essen kaufen mit seinem Geld sondern auch mal ausgehen und verreisen. Meine Ersparnisse scheinen so dahinzuschmelzen, aber ich erlebe ja auch viele tolle Sachen damit, für die es sich lohnt Geld auszugeben.

Wer noch weitere Fragen zum Thema Finanzen hat: Hit me up, happy to help  J

Was habe ich sonst noch so gemacht?

Die letzten Wochen waren echt anstrengend in der Uni… ABER gute Nachricht: Ich habe überall gut bestanden und meine Assignments waren bisher auch alle sehr zufriedenstellend notentechnisch. Wenigstens lohnt sich die ganze Arbeit also.

Letztes Wochenende habe ich Besuch bekommen, von meinen lieben Gasteltern aus den USA. Sehr schön mal wieder ein paar gewohnte Gesichter um mich herum zu haben und Außenstehenden von meinen Erlebnissen zu erzählen und auch meine  neue Hood zu zeigen! Nach einer kurzen Campus und Cluster Tour haben wir den Abend in Victoria im schnieken Cactus Club Cafe ausklingen lassen. Samstags sind wir in die Butchart Gardens gefahren, ein toller Park mit Gärten in verschiedenen Stilen (Japanisch, Rosen, italienisch und das Aushängeschild den versunkenen Garten). Das war besonders schön jetzt im Herbst mit den ganzen kräftigen Farben. Meine liebe Mitbewohnerin Adéle war auch dabei und wir hatten einen richtig schönen Tag. Zum Lunch ging es dann zur Fisherman’s Wharf und dann haben wir noch ein bisschen Victoria erkundet. Da die Fähre in die USA nur einmal am Tag fährt musste ich mich Samstagabend schon wieder verabschieden, aber zum Glück nur bis Weihnachten. Die Feiertage verbringe ich nämlich in Seattle. Nächste Woche ist Reading Break, also quasi Ferien und alle internationals gehen mal wieder auf Reisen. Die meisten zieht es nach Hawaii oder Kalifornien. Mich wird es nach Las Vegas verschlagen, dort treffe ich meine lieben Düsseldorfer Mädels, die zur Zeit in LA studieren wieder.

Jetzt ist schon bald Zeit um sich fertig zu machen für Halloween! Ich gehe als Bankräuber also passt auf euer Hab und Gut auf ;)

Wie immer: mehr Fotos auf instagram! vika_vs

Butchart Gardens in voller Pracht

Viktoria van Stegen zuletzt bearbeitet am 31.10.2015