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Mein Alltag

Nachdem alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert, jeder Winkel der Downtown unsicher gemacht und kein Google Maps mehr benötigt wird, um den Weg nach Hause zu finden, merkst du eins: Der berühmt berüchtigte Alltag ist eingetroffen. 

Ich möchte euch heute mal davon erzählen, wie hier mein persönlicher Alltag abläuft. Die Zeit, als noch alles erkundet werden musste, war spannend und aufregend. Diese Zeit fühlt sich ganz anders an; ich würde schon fast sagen heimisch. Die Freundschaften wachsen enger zusammen und alles bekommt einen ganz anderen Flair. Die Zeit hier neigt sich dem Ende zu und man gewöhnt sich gerade erst so richtig an das Leben hier. 

Wochenende

Unter dem Motto #TGIF geht es am Wochenende in das Herz der Stadt - Downtown! Es gibt so viele gute Restaurants und Cafés. Falls ihr Empfehlungen braucht, schaut doch in meinem nächsten Blog dazu nach! Die Stadt hat auch etliche Clubs und Tanzbars. Ich kann die Tanzbar Cambie's nur empfehlen: lockere und chillige Atmosphäre und die Musik geht auch klar. Außerdem gibt es sehr günstige Getränke :)

Kinos gibt es auch eine Menge und die Filme sind viel früher draußen als in Deutschland! Da lässt es sich über salziges Popcorn hinwegsehen... Der Eintritt kostet meistens ca. 15 Dollar. Für Popcorn und Getränk im Menü muss man auch 20 Dollar einkalkulieren. Oder man nutzt Studenthack No. 10220 und kauft sich vorher was bei Walmart und versteckt es in seiner Tasche ;-)

Natürlich kann man sich auch bei Freunden einen gemütlichen Abend machen. Wir kochen immer gerne zusammen und schauen einen Film. Wenn es mit einer größeren Gruppe ist, kann es auch schnell mal zu einer Homeparty werden...Aber ich warne schon mal vor, Kanadier fangen sehr früh mit dem Feiern an und hören dann auch früh wieder auf. Am Ende sind die Deutschen die einzigen die noch abgehen, während die Kanadier schon laaaange im Land der Träume sind :D

Sonnentage

Wenn die Sonne scheint, begibt sich ganz Vancouver in die Stadt und genießt das schöne Wetter. An solchen Tagen bin ich am liebsten am English Bay, im Lighthouse Park, im Vancouver Harbour oder am Stanley Park. Dort sind die Sonnenuntergänge immer am schönsten. 

Für Hikes ist es mittlerweile ziemlich kalt geworden, deshalb bin ich gerne mit dem Fahrrad oder einfach zu Fuß unterwegs. Ein schöner Spaziergang am Canada Place kann nie schaden! Mit dem Fahrrad fahre ich gerne einfach mal drauf los und habe dadurch schon einen ganz besonderen Ort entdeckt. Steveston ist ein kleines Fischerdorf mit etlichen Fischrestaurants und süßen Cafés. Falls ihr dem Großstadtfeeling mal entkommen wollt: unbedingt anschauen! Der Sonnenuntergang war so beruhigend. Also schwer erkennbar, bin ich wirklich ein Fan von Sonnenuntergängen...

Regentage

Schlechtes Wetter kann auch postive Seiten haben, denn es ist Zeit für Indoor Aktivitäten. Vancouver hat in der Hinsicht auch viel zu bieten. Es gibt so viele Museen, die man sich angucken kann. Darunter auch z.B. Science World oder die Vancouver Art Gallery Außerdem gibt es auch eine Indoor-Halle, wo man Trampolin springen kann. 

Natürlich kann man die Zeit auch mit Shoppen verbringen. Dies geht jetzt an alle Shopaholics da draußen... Packt nicht zu viel ein. Ihr werdet euch spätestens nach dem Black Friday verrückt kaufen. Vor allem wenn man wie ich nur 15 Minuten von einem Designer Outlet entfernt wohnt. Ich verspreche es euch. Ich sage nur 85% auf Calvin Klein, 70% auf Michael Kors und Coach.... Am Black Friday!

An Regentagen bin ich auch gern einfach mal Zuhause und verbringe Zeit mit meiner Mitbewohnerin aus London und/oder meiner Gastmutter. Wir kochen zusammen, schauen Filme und quatschen über unsere Erlebnisse. Falls ihr nach einer Unterkunft sucht, kann ich euch meine Gastmutter nuuuur empfehlen. Sie nimmt allerdings nur KPU Studenten auf, aber meldet euch bei mir wenn ihr Interesse habt. Instagram: Mervit oder Facebook: Merve Özyurt. Ich leite euch dann weiter und kann euch sonst auch noch Fragen darüber beantworten :-) Es ist sogar, falls nicht bewohnt, Platz für zwei weibliche Austauschschüler.

Abschließend möchte ich allen an Herz legen, dass ein Auslandssemester auch immer das ist, was man daraus macht. Man muss lernen, die kleinen Dinge zu genießen, denn irgendwann hat man halt schon alles gesehen und gemacht. Aber ich würde fast behaupten, ich genieße die Zeit in der man sich richtig eingewöhnt hat noch viel mehr :-)

Bis bald!

Merve Özyurt zuletzt bearbeitet am 08.12.2018