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Goodbye, Vancouver and Hello, Toronto

Die Finals sind geschrieben, die Noten stehen fest - jetzt ist es Zeit zu gehen!

Ich kann nicht glauben, dass das Auslandsemester schon vorbei ist. Da die Uni schon am 3. September angefangen hat, hat sie auch Anfang Dezember wieder aufgehört. Meine letzte Prüfung hatte ich am 11. Dezember und Noten gab es dann direkt eine Woche später. Für die Neugierigen unter euch: Meine schlechteste Note ist ein B, was in Deutschland einer 2,0 gleichkommt. Ich bin damit völlig zufrieden, wenn ich bedenke, dass ich trotzdem so viel unternehmen konnte. Alles in einem, war es einfach eine unglaubliche Zeit in Vancouver. Ich werde am Ende nochmal ein Fazit schreiben, also seid gespannt.

Für die, die keine Zeit zum Reisen eingeplant haben, ging es meist zur Weihnachtszeit wieder nach Hause. Bei mir war von Anfang an klar, dass ich danach die Zeit noch etwas nutzen will. Zum Glück habe ich in Vancouver Freunde mit den gleichen Plänen gefunden!

Mein erster Stopp: Toronto

Augen auf bei der Flugbuchung! Im Winter kommt man ziemlich günstig von Vancouver nach Toronto. Hierbei muss man nur bedenken, dass meist kein Gepäck im Preis enthalten ist. Daher habe ich meine Sachen in Vancouver gelassen und reise mit Backpack und Handkoffer. Erst dachte ich, dass das niemals ausreicht. Aber dank Vakuumbeutel habe ich alles unterkriegen können! Diese Vakuumbags sind echte LIFESAVER. Ich habe sie für 10$ bei Amazon bestellt. Welche es genau sind, ist eigentlich egal, aber die Rolltechnik ist für Reisende am Besten!

Für Toronto habe ich mir drei Nächte genommen, was im Winter völlig angemessen ist. Mein Hostel hieß HI Toronto: Es gibt viele HI Hostels in Kanada und in den USA. Dort kann man sich eine Membership Karte holen und kriegt internationale Rabatte, also lohnt es sich echt! Das Hostel in Toronto hatte eine sehr zentrale Lage, jedoch waren die Badezimmer nicht ganz so hygienisch. UND NEIN, ich bin nicht verwöhnt!!! Ich hatte vielleicht aber auch einfach Pech mit meinen Roommates. Für 30$ pro Nacht sollte man da eigentlich nicht meckern.... Außerdem war das Frühstück mit drin und sogar gut!

Ganz anders als Vancouver, ist Toronto eine wirklich große Großstadt.. wenn man das so sagen kann. Und vor allem ist es kalt!! Trotzdem kann man seine Zeit dort gut verbringen.

Hockey Hall of Fame

Wie immer wollte ich mir bei Tim Hortons einen XL Camomile tea holen, doch dieser Hortons war etwas ganz besonderes! Ich hatte natürlich keinen blassen Schimmer, bis ich überall Bilder von scheinbar berühmten Hockey Spielern gesehen habe. Später habe ich dann gehört, dass das wohl wirklich Toronto‘s großer Stolz ist, warum auch immer. Kanadier halt...Ich fand da eher das Gebäude und die Lichter beindruckend!

Nathan Phillips Square

Eine Legende besagt, dass noch kein Tourist in Toronto war und KEIN Foto an dem berühmten Toronto Sign gemacht hat. Mehr kann man dort nämlich gar nicht machen. Im Winter kann man aber Eislaufen und es gibt auch sowas wie einen Weihnachtsmarkt. 

Downtown

Times Square Feeling! Riesige Bildschirme, viele Menschen und Straßenmusik. I loved it! Natürlich besonders schön bei Nacht.

Die University of Toronto ist auch nicht so weit entfernt, und definitiv einen Besuch wert.

Außerdem gibt es immer wieder tolle Gebäude zu sehen, wenn man die Augen offen hält (...sagte die Umgebungsblindeste Person der Welt)

Graffiti Alley 

Wer auf Graffiti steht, ist hier definitiv im Paradies. Eine ganze Straße voll mit Graffitis. Soooooo cool!

Wenn man richtig hinschaut, findet man in der ganzen Stadt verteilt überall wunderschöne Graffitis. 

Kensington Market

Ein absolutes Must-See. Es ist kein wirklicher Markt, sondern eher Häuser, die zu Geschäften umfunktioniert sind. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um 0815 Geschäfte, sondern um richtige Hipster und Hippie Kleidung. Von Second Hand bis zu den ausgefallensten Flowerpower Kleidungen ist alles dabei. Ich habe sowas in der Art noch nie gesehen!

Toronto Christmas Market

Vermutlich der schönste Weihnachtsmarkt, auf dem ich bisher war! Es war jetzt an sich nichts besonders ausgefallenes, aber es hatte wirklich einen ganz eigenen Flair. Es findet jährlich an einer Distillery statt. Dort wird alles geschmückt und es sieht richtig cute aus. Aus einem unerklärlichen Grund gab es auch shampoo samples, wenn man ein Bild mit Santa gemacht hat :D

Riverdale Park

Die beste View über die Stadt. Es ist jedoch nicht der beste Ort, um am Abend den Sonnenuntergang anzuschauen. Natürlich wegen der Eichhörnchen...vor deren Langfinger muss man sich hüten! Woran habt ihr denn gedacht ?!

Niagara Fälle

Wer in Toronto ist, kann sich die Niagara Fälle nicht entgehen lassen! Mein Hostel hat eine Bustour für 65 CAD angeboten und es hat sich echt gelohnt. Die Möglichkeit die Niagara Fälle zu sehen bietet sich nicht alle Tage. Aber ich muss sagen, dass es wirklich anders war, als ich es erwartet hatte. Der Wasserfall ist wunderschön, keine Frage. Aber um das Naturspektakel haben sich leider auch Hotels und Casinos angesammelt. Diese haben das Feeling etwas zerstört.

Dennoch werde ich niemals den Anblick vergessen, wie Unmengen von Wasser in den tiefen Abgrund fallen, wo etliche Vögel über die Wasseroberfläche fliegen. Da konnte ich mein Glück kaum fassen! Wow, das klang jetzt sogar richtig poetisch...

Ich kann außerdem noch die kleine Stadt empfehlen, die in der Nähe der Niagara Fällen liegen: Niagara-on-the-lake. Schadet definitiv nicht, dort mal vorbeizuschauen. Hat mir richtig gut gefallen! Dort wurde sogar ein Netflix Film gedreht.

 

Wie man sieht, hat Toronto viel zu bieten. Es gibt mit Sicherheit noch viel mehr zu sehen, aber mehr war bei den vorliegenden Wetterbedingungen nicht mehr möglich. Alles in Einem hatte ich eine tolle Zeit in Toronto und kann es für einen Kurztrip nur empfehlen.

Merve Özyurt zuletzt bearbeitet am 20.01.2019