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Zur Abwechslung dann auch mal studieren

Die Hälfte des Semesters ist geschafft (...leider?). Studieren an der JCU ist auf den ersten Blick genau so wie in Deutschland und dann aber doch irgendwie völlig anders.

Ich hatte die Möglichkeit zwischen 3 oder 4 Kursen zu je 3 Creditpoints zu wählen, als ich mich an der JCU beworben hab. Da ich in Deutschland bereits alle meine Kurse fertig habe, hab ich den Luxus nur 3 Kurse belegen zu „müssen“. Das klang aus Deutschland erst mal ziemlich wenig, so wenig ist es dann aber doch nicht. Die Leistungspunkte hier sind nämlich nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Für eine 3 CP Veranstaltung hat man in der Regel 2 bis 3 Mal pro Woche 2 Stunden Uni, bestehen aus Vorlesungen, Übungen und Tutorien (bei denen fast überall Anwesenheitspflicht herrscht). Das ist also von den Stunden, die man insgesamt in der Uni verbringt, mit Deutschland vergleichbar. Allerdings hat man meiner Meinung nach hier während des Semesters einiges mehr zu tun! An der JCU bekommt man zu Beginn des Semesters für jedes Fach eine sogenannte „Subject Outline“, die einem ganz genau sagt was, wann von einem erwartet wird. Das finde ich total super, da es einem hilft den Überblick über die vielen verschiedenen Aufgaben zu behalten.  Das sind nämlich gar nicht mal so wenige: in den meisten Fächern habe ich 3-4 Assignments (die wiederum aus mehreren Teilen bestehen können). Das können Essays, Berichte, Stundenentwürfe, Präsentationen Zwischen-, oder End-Klausuren sein, die alle zusammen die Endnote für das Fach bilden. In der Subject Outline sieht man also schon zu Beginn des Semesters ziemlich genau, welche Aufgabe zu wann erledigt werden muss, was sie alles beinhaltet, nach welchen Kriterien die Aufgabe bewertet wird und welchen prozentualen Anteil sie an der Endnote hat. Seeehr transparent also, so wie es uns Lehramtsstudenten auch immer beigebracht wird ;-)

Der Campus der JCU in Townsville ist groß, aber die Uni Hamburg ist ja auch groß, deswegen hat mich das jetzt nicht soo überrascht. Es gibt so etwas ähnliches wie eine Mensa, aber leider mit weniger Auswahl an Essen (viel Fastfood) und weniger günstigem Essen (z. B. Salate und Wraps). Aber man kann überleben ;-) Was ich an dem Campus neben den vielen Grünflächen besonders mag ist die Bibliothek, die ist nämlich ganz anders als ein Deutschland. Total gemütlich mit vielen Sesseln und Sofas, man darf all seine Sachen mit reinnehmen und essen und trinken so viel man möchte (es ist sogar eine Eisdiele IN der Bib). Ich finde das trägt sehr zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei ;-) Das heißt, dass man im Erdgeschoss (das etwas aussieht wie ein Apple Store mit den ganzen Computern) und 1. Stock auch noch reden darf und nur der 2. Stock ist absolute Ruhezone – sehr praktisch für Gruppenarbeiten oder wenn man sich gerne zwischendurch mal von seinem Nachbarn von der Arbeit ablenken lassen möchte. Apropos ablenken, eigentlich sollte ich jetzt ja auch an meinem nächsten Assignment arbeiten ;-)

JCU Townsville Campus

Kathrin Kohake zuletzt bearbeitet am 13.04.2015