< zurück zum Blog von Laura Mäntele
< zurück zum Universitätsprofil: Hawai'i Pacific University

Über das Wetter, Hurricanes und tropische Stürme

Hurricane Lane

Geh nach Hawaii, haben die Leute gesagt. Da ist es paradiesisch schön und immer sonnig, haben die Leute gesagt. Tja was soll ich sagen, tut mir leid, Euch die Illusion rauben zu müssen, aber das ist so nicht ganz richtig - zumindest, wenn man in der sogenannten „Hurricane-Season“ auf der Insel verweilt.

Nachdem ich nicht einmal zwei Wochen vor Ort war, befand sich Hurrikane Lane unaufhaltsam auf dem Weg nach Hawaii und die Insel verfiel in Panik. Wir wurden aufgefordert, sowohl Wasservorräte für zwei Wochen, als auch Dosennahrung zu besorgen, einen Evakuierungs-Notfall-Rucksack zu packen und den Weg zur nächsten Notfallunterkunft zu kennen. Ich sag’s euch, da war ganz schön was los. Alle Supermärkte in Waikiki und Umgebung waren quasi leergeräumt. Kein Wasser, keine Konserven, sogar das Nutella war ausverkauft. Wir warteten also auf den großen Sturm, der durch laute Sirenen auf der ganzen Insel angekündigt wurde. Da wir unsere Vorräte noch nicht angreifen wollten, entschieden wir uns dazu, eine Art „Henkersmahlzeit“ zu gönnen. Wir checkten die Nachrichten und den Wetterchannel in einem halbstündigen Abstand, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dann ist es wirklich passiert: Lane hat eine Wende gemacht und ist in Richtung Westen weitergezogen anstatt weiterhin auf uns zu zuhalten. Aus einem anfänglichen Kategorie 5 Hurrikan zerstörerischen Ausmaßes wurde eine Kategorie 0 wie nicht vorhanden und Lane war in Wirklichkeit einfach nur lame!

Das Klima und Tropensturm Olivia

Allgemein ist das Klima auf O’ahu super angenehm. Der Unterschied zu Zuhause ist, dass die Sonneneinstrahlung in Äquatornähe viel intensiver ist als in Mitteleuropa. Aus diesem Grund fühlen sich 31°C in Hawaii auch in etwa so an wie 38°C in Deutschland. Glücklicherweise geht meistens eine leichte Brise und egal, um welche Uhrzeit man draußen ist, frieren muss man nie. Naja…Außer es kommt zu dem Fall, dass das nächste Naturphänomen auf einen zukommt: Diesmal mit dem fröhlichen Namen Olivia und in Form eines tropischen Sturms. Ja richtig gehört, die Alarmfunktion meines Handys hat einmal mehr ihren Dienst getan: Sie warnte mich vor Sturzfluten und Hochwasser nach starken Regenfällen. In diesem Moment sitze ich deshalb in Pullover und Jeans im Lernraum der HPU und friere. Aber auch Olivia war eine Harmlose und am Ende ist alles gut ausgegangen.

Trotz schlechtem Wetter war die Laune gut

Die pazifische Hurrikan-Saison beginnt im Mai und zieht sich bis Ende September. Diese Zeit heißt so, weil während dieser fünf Monate besonders viele Hurrikans unterwegs sind. Der letzte wirklich verheerende Hurrikan, der auf Hawaii, traf trug den Namen Iniki und traf die Insel im Jahre 1992. Iniki war verantwortlich für großflächige Zerstörung der Infrastruktur und 6 Tote.

Notfallwarnung auf dem Handy

Die erwähnte Alarmfunktion des Handys war vollkommen neu für mich: Hat man eine US-amerikanische Handynummer, so empfängt das Telefon Warnungen des Staates und reagiert mit einem schrillen Ton und Vibration. Das kann ziemlich beängstigend sein, erfüllt seine Pflicht jedoch jedes Mal.

Grüße von der Insel, ihr werdet von mir hören!

Laura

Laura Mäntele zuletzt bearbeitet am 16.09.2018