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Über Uncle Henry, die letzten Wochen und Besuch aus der Heimat

Hallo Miteinander,

die letzten Wochen waren sehr ereignisreich und ich möchte Euch gerne davon berichten. Zuvor muss ich jedoch nochmal was zur Uni einschieben:

„Laura du solltest in deinem Blog auf jeden Fall mal über Uncle Henry schreiben!“ – Ja das sollte ich wirklich. Solltet ihr Interesse haben einen undergraduate Kurs in Human Resources zu besuchen, dann hoffe ich wirklich inständig, dass Uncle Henry immer noch unterrichtet. Ihr hört richtig – ich nenne meinen 80-jährigen Prof Uncle Henry. Warum? Na, weil er das eben so will. Jap, wieder richtig gehört – ein 80 Jahre alter Chinese bringt der Jugend von heute was über die neuesten HR Trends bei und ich sag euch eins: Er macht seinen Job super gut und ich habe noch nie bessere PowerPoint Präsentationen gesehen. Stellt euch übersichtliche Folien mit Memes, persönlichen Bildern und musikalischen Einlagen vor und dazu einen ungefähr 1,60m großen Mann, der rastlos durch das Klassenzimmer wuselt und HR am liebsten anhand Geschichten aus seinem Leben erklärt. Auf jeden Fall eine super spaßige Erfahrung, bei der man gleichzeitig eine Menge lernen kann. Regel Nummer 1 ist jedoch auf jeden Fall: „Never ever marry for love. Only marry for money!“(Henry Ku).

Jetzt aber zu den Ereignissen der letzten Wochen…

Vor ca. 3 Wochen fand die Honolulu Pride statt. Die Pride ist eine Veranstaltung, die auch in Deutschland immer populärer wird und bei der Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender als Gemeinschaft auf die Straßen gehen, um für ihre Rechte einzustehen. Die Parade ging einmal durch ganz Waikiki und an der Strecke standen super viele Menschen, die in allen Farben des Regenbogens gekleidet waren und die dieverrücktesten Outfits trugen. Das Motto der Pride ist schließlich die Diversität, die Verschiedenheit der Gesellschaft zu zeigen. Ausgedrückt wird das vor allem durch das Symbol des Regenbogens. Dieser ist jedoch nicht nur das Symbol der Pride, sondern auch das Symbol Hawaiis. Zu finden auf Kennzeichen, Ausweisen und auch so gut wie fast jeden Tag am Himmel. Ich war noch nie auf einer Parade, bei der ausnahmslos alle Menschen trotz stechender Mittagssonne super gut gelaunt waren und ein breites Lachen im Gesicht hatten. Teilnehmer waren nicht nur Organisationen die Homosexuelle unterstützen, sondern auch Firmen wie z.B. Sephora, Alaska Airlines, Mobilfunkanbieter oder Grundschulen, Universitäten und Marching Bands. Alles in allem war die Ausbeute des Tages super gute Laune, eine Menge Spaß, gefühlt 300 Aufkleber und mindestens genauso viele Kondome, die während der Parade von den Menschen verteilt wurden. Was will man mehr?!

Ein weiteres Highlight der letzten Wochen war definitiv der Besuch meiner Schwester und einer ihrer besten Freundinnen. Die beiden waren für 2 Wochen hier und wir haben gemeinsam eine Menge erlebt. Solltet ihr einen Besuch Eurer Liebsten einplanen, dann empfehle ich Euch das ungefähr in die Mitte Eures Aufenthalts zu legen. Die Midterms sollten vorbei sein, die Finals sind noch weit genug entfernt und auch ansonsten ist das Semester gerade recht ruhig. Genug Zeit also, um in zwei Wochen die Insel zu erkunden, oder vielleicht sogar einen Inseltrip einzuplanen.

Wir haben uns an mehreren Tagen ein Auto gemietet und sind damit zu diversen Ausflugszielen gefahren wie z.B. Pearl Harbour, Hanauma Bay, die North Shore, oder Lanikai Beach. Ich finde es am besten quer über die Insel zu fahren und nicht nur in einer Ecke zu bleiben, um dort alles abzuharken. So gewinnt man ständig neue Eindrücke und sieht die vielen wunderschönen Facetten O‘ahus.

Nachdem die zwei Wochen Besuch gestern leider zu Ende gegangen sind, muss ich jetzt ein bisschen was in der Uni nachholen…

Liebe Grüße von der Insel,

Eure Laura

Laura Mäntele zuletzt bearbeitet am 07.11.2018