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Die Reise durch die Zeitzonen

Einmal um die Welt – über den Wolken mit Airberlin und Etihad Airlines

Der Tag der Abreise war gekommen. Ich schreibe aus dem Flieger nach Brisbane. Mein Flugzeug ging am Dienstag 21:50 Uhr Ortszeit und es hieß pünktlich am Flughafen zu sein. Wir fuhren wirklich sehr pünktlich los und waren zwei Stunden vor Abflug am Flughafen Berlin Tegel. Das war auch nötig. Die Gepäckabgabe verlief recht unproblematisch, obwohl mein Handgepäck locker 14 kg wog und nur 8kg erlaubt waren. Aber die nette Dame am Schalter drückte ein Auge zu und meinte ich solle sagen, dass mein Koffer nur 10kg wiege, falls es Probleme gäbe. Ich kann nur das Online-Check-In empfehlen. Keine langen Schlangen und keine langen Wartezeiten und man hat gleich seine Bordkarten in der Hand. Zum Abschied organisierten meine Eltern, dass all meine Freunde zum Gate kommen würden, ohne, dass ich das vorher erfahren sollte. Ich war total überrascht und obwohl ich mir vornahm nicht zu weinen, konnte ich meine Tränen vor Freude nicht zurückhalten. All meine Freunde, hier an einem Ort, nur um mich zu verabschieden! Unglaublich! Nun stand ich in mitten meiner Liebsten, alle mit Fahnen zum Winken bestückt, zum Verabschieden bereit. Alle ließen mich mit einem lachenden und weinenden Auge gehen.

Das Abenteuer konnte beginnen!

Und es ließ keine 5 Minuten auf sich warten. Kaum saß ich auf einen der Plätze am Gate, setzte sich ein junger Student neben mich. Wir kamen prompt ins Gespräch und ich erfuhr, dass er ebenfalls an der Griffith University an der Gold Coast studieren würde. Er kam aus Dänemark und studiert Business. Nun waren wir also schon zwei auf dem Weg nach Brisbane.

Die Reise ging weiter, ich nahm im Flugzeug platz, neben mir ein sehr nettes Mädchen, mein Alter. Wie, als sollte es so sein ebenfalls eine internationale Studentin aus Norwegen auf dem Weg nach Australien. Die ersten 6 Stunden nach Abu Dhabi vergingen wie im Flug. Nachdem ich meine letzte deutsche „Stulle“ gegessen hatte, fielen mir die Augen zu und ich wurde erst von der netten Stewardess geweckt, die über die Lautsprecher die bevorstehende Landung ankündigte. Es war inzwischen 4:30 Uhr deutsche Zeit, in Abu Dhabi bereits 6:30Uhr.

Zu dritt erkundeten wir nun den Flughafen und verbrachten unsere drei Stunden Aufenthalt gemeinsam. Es gab viel zu erzählen, wir tranken Kaffee tauschten schon erste Erfahrungen und Tipps aus.

Gegen 10:00 Uhr Ortszeit in Abu Dhabi ging es nun auf zum nächsten Flug nach Singapur. Dort landeten wir allerdings nur für eine Stunde, zum Tanken.  Das Flugzeug gefiel mir und es gab eine Menge „Kram“. Hier ein Glas Wasser, da ein warmes Tuch zum Erfrischen und Säubern der Hände, Decke, Kissen und Kopfhörer, eine große Auswahl an Musik, Filmen und Serien. Ich hatte Glück, dass der Platz neben mir frei blieb und ich auch mal die Beine hochlegen konnte. Auch war ein Gang durch das Flugzeug zur Toilette eine nette Abwechslung für meine Beine. Ich kann übrigens sehr zu Kniestrümpfen oder einer langen Hose raten! Auch eine Strickjacke ist sehr gut, denn die Klimaanlage ist sehr frisch und ich war stets in die weiche Fließdecke eingewickelt.

Wir hatten unterwegs auch einige Turbulenzen, bei denen keiner seinen Sitzplatz verlassen durfte. An dieser Stelle kann ich zu Reisetabletten raten, die wirken beruhigend. Bei mir persönlich haben sie eine sehr starke einschläfernde Wirkung, ich kann mich keine 30min nach Einnahme wachhalten und so „verschlief“ ich jegliche Aufregung.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass es nicht erlaubt ist Früchte, Nüsse und Wurst nach Australien einzuführen. In Abu Dhabi habe ich daher all mein frisches Obst und Gemüse gegessen, über meine Käsebrote hat sich zum Glück keiner beschwert. ;-)

Ab Singapur hieß es dann nochmal 8 Stunden überstehen. Der Flieger war diesmal richtig voll und wir waren alle heilfroh, als wir es endlich geschafft hatten. Die Einreise nach Australien ist sehr streng, ich musste genau angeben, wo ich wohnen werde, was ich machen möchte und wie lange. Abschließend wurden unsere Gepäckstücke samt allen Passagieren von Hunden abgesucht. Falls doch jemand sein Wurstbrot vergessen hat oder schlimmeres einführen möchte.

Der Homestay -Service der Griffith University brachte uns Studenten dann jeweils zur beliebigen Unterkunft. Alles lief nach Plan und meine Reise dauerte ganze 35 Stunden.

Habe also keine Angst vor dem Beginn deines großen Abenteuers! Es ist so leicht neue Kontakte zu knüpfen, du bekommst stets Hilfe, wenn du sie brauchst und irgendwie bist du nie wirklich alleine. Vergiss nur eines nicht: Immer schön die Augen offen halten und nach vorne schauen, dann kannst du alles schaffen!

Airberlin

Annelie Voland zuletzt bearbeitet am 12.07.2013