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Orientation Day

Halli Hallo! 

Die letzten 7 Tage waren echt stressig, intensiv und einfach überwältigend. All die neuen Eindrücke, die Menschen, die Sprache, die Uni, der neue Alltag, der neue Stundenplan... die Liste könnte endlos weitergehen. Natürlich kann man all die Eindrücke, Emotionen, Erlebnisse und Erfahrungen, die man macht, erlebt und fühlt, niemals anschaulich und verständlich genug erläutern. Dennoch möchte ich Euch die Aspekte nahelegen, die wahrscheinlich die Mehrheit interessieren und die einen vor einem Auslandsaufenthalt beschäftigen könnten. In diesem Eintrag wird es sich hauptsächlich um den “Orientation Day“ handeln. Dieser wird gewöhnlich am Freitag vor Beginn des amerikanischen Fall Semesters für International Students veranstaltet und ist die erste aller Veranstaltungen vor Eurem Semester an der CSUCI.

 

Wie man vom Orientation Day erfährt

Die Einladung zum Orientation Day bekommt man ungefähr 10 Tage vor der Veranstaltung per Mail zugeschickt. In der Mail erfahrt ihr, was Euch an dem Tag ungefähr erwarten wird, wann Ihr erscheinen müsst, was Ihr unbedingt mitbringen müsst und in welchem Gebäude des Campus das ganze stattfinden wird. Alles also ziemlich unkompliziert und selbsterklärend. Bei Fragen könnt Ihr immer direkt auf die Ausgangsmail antworten, irgendwer aus dem International Office antwortet schnellstmöglich. Hilfsbereitschaft wird hier ziemlich groß geschrieben, also kein Grund zur Sorge!

 

Freitag, 21. August 2015, 11.30 Uhr, Sage Hall: Ablauf des Orientation Day

Da man über sämtliche IEC Facebook-Gruppen auf zig Leute aufmerksam wird, die ebenso ein Auslandssemester an deiner Wahluniversität im Ausland absolvieren werden, kommt man so schon mit unzähligen Leuten in Kontakt. Somit bin ich am Orientation Day nicht ganz allein aufgekreuzt, sondern mit einer anderen internationalen Studentin aus Deutschland. Man wäre allein zwar nicht aufgeschmissen gewesen, aber ist schon beruhigender, jemanden dabei zu haben, der in derselben Position wie man selbst ist. Angekommen an der Sage Hall, sind wir in eine Art Student’s Office reingelaufen und haben dort erfahren, dass man sich für 15$ eine student’s ID erstellen lassen kann. In weiteren Einträgen werdet Ihr noch erfahren, wozu diese wichtig bzw. nützlich ist. Nur so zu Info: Für die student’s ID wird direkt vor Ort ein Bild von Dir gemacht. Also nicht, so wie ich, mit Fieber und blassem Gesicht zur ID Ausstellungsstelle gehen.

Nachdem wir unsere IDs hatten, haben wir uns durchgefragt, wo und wie es zur Veranstaltung für die international students geht. So freundlich wie die Mehrheit der Amis ist, hat uns eine nette Dame mit raus begleitet und uns den Weg gezeigt. In dem Raum, in dem die Veranstaltung stattgefunden hat, war eins direkt klar: ca. 95% aller Anwesenden kommen aus Deutschland. In meinem Fall waren es bestimmt um die 25 Personen. Klar, in dem relativ kleinen Raum, ohne amerikanische Studenten, nur Internationals macht die Situation einen erst stutzig. Mich jedenfalls hat sie stutzig gemacht. Man ist auf der anderen Seite des Planeten, möchte eine neue Kultur kennenlernen, einheimische Menschen kennenlernen und natürlich seine Englischkenntnisse bessern. So pessimistisch wie ich manchmal bin, habe ich direkt schwarz gesehen und dachte nur ‚hm, war wohl nix mit der kleinen, unbekannten Uni, an der nur Amis sind usw.’. Und ich war definitiv nicht die einzige aus Deutschland, die diesen Gedanken hatte, wie ich im Nachhinein in einigen Gesprächen erfahren habe. Aber wie gesagt, dieser Orientation Day ist nun mal nur für die internationalen Studenten und findet vor offiziellem Semesterbeginn statt – klar, dass man keine Amis sichtet, durch die man sein Englisch aufpeppen kann. Aber so logisch denkt man an einem so aufregenden Tag nicht.

In dem Raum war ein Buffet mit Lunch - Reis, Hähnchen und Gemüse – (ja, keine Burger) und so leckerem Obst und softbaked Cookies aufgetischt, an dem man sich ganz umsonst und so oft wie möglich bedienen durfte. Während des Essens hat man mit anderen Studenten gequatscht und sich gegenseitig vorgestellt/kennengelernt. Anschließend wurden wir von den Personen des International Office begrüßt. Sehr freundliche, liebe, hilfsbereite und verständnisvolle Menschen übrigens. Während der Veranstaltung werden Themem angesprochen, die jeden beschäftigen: Stundenplan, Kurswahl, erster Tag an der Uni, der Umgang mit amerikanischen Studenten, was einen erwarten kann/wird und und und... So offiziell wie die Veranstaltung klingt, so intim, hilfreich und beruhigend ist sie auch. Es haben sich Personen vorgestellt und ihre Unterstützung angeboten, die selbst mal an einer Auslandsuniversität studiert haben und unsere Lage genau nachvollziehen können. Darunter waren auch Personen, die ganz ehrenamtlich für die internationalen Studenten der CSUCI arbeiten. ‚Arbeit’ bedeutet hier: Einladungen zu Dinner-Parties auf Kosten der ehrenamtlichen Arbeiter, Mitfahrgelegenheiten, die von denen organisiert werden und viele andere Dinge. Es wird bei der Veranstaltung großen Wert darauf gelegt, dass sich die Studenten aus dem Ausland wohlfühlen, willkommen fühlen und das Gefühl bekommen, zuverlässige Menschen in Reichweite zu haben. Klingt alles total nach einem Übermutter-Verhalten, aber dem begegnet Ihr in Amerika des Öfteren. Dazu aber demnächst mehr.

Bevor es zur Tour über den Campus ging, hat jeder einen CSUCI Turnbeutel mit CSUCI Zeugs drin bekommen. Danach ging’s mit zwei Ladies des international office über den Campus und uns wurden informative Dinge über Mensa, Bibliothek oder Hörsäle (wenn man das hier überhaupt so nennen kann) erzählt. Das ganze ging eine halbe Stunde, was definitiv genug war, da es ca. 34 Grad waren. Die Tour über den Campus war übrigens keine Pflichtveranstaltung, aber so etwas würde ich auf jeden Fall mitmachen an Eurer Stelle. So gegen 16/17 Uhr war der Spaß zu Ende und man konnte die Veranstaltung verlassen.

Es mag sich alles ziemlich einfach, unspektakulär und unkompliziert anhören. Na klar, im Nachhinein denke ich mir das auch. Aber an so einem Tag lernt man auf einen Schlag so viele neue Menschen, seine neue Uni, seine neuen Ansprechpartner bei Uni Angelegenheiten, einen Teil seines neuen Alltags kennen und realisiert, worauf man sich die nächsten Monate so einlässt. Klingt alles negativer, als es beabsichtigt ist. Es sind so tolle und einen weiterbringende Erfahrungen, die man Tag für Tag macht. Egal ob gute oder schlechte. Nach dem Orientation Day musste ich die beschriebenen Eindrücke, erfüllten oder nicht erfüllten Erwartungen an den Tag etc. jedoch erst einmal verdauen & ’ne Nacht drüber schlafen. Eindrücke, die einen an einem Tag überwältigen, erfreuen einen am nächsten wiederum. Auf Neues einlassen, es erleben & sich erst im Nachhinein eine Meinung drüber bilden, auch wenn das nicht immer auf Anhieb klappt. Das würde Ich Euch für Euren bevorstehenden Auslandsaufenthalt und Euren möglichen Orientation Day auf jeden Fall ans Herz legen! Egal wie schrecklich Euch auch ein Tag - weit weg von der gewohnten Umgebung in Deutschland und weit weg von Familien und Freunden- vorkommen mag. Dafür erlebt man hier in kürzester Zeit umso schönere und sehr wertvolle Dinge....

In den nächsten Beiträgen werde ich von Ausflügen nach LA, Santa Monica, an verschiedene Strände und natürlich von der ersten Woche an der CSUCI berichten: Kurswahl, amerikanisches Studium, amerikanische Dozenten, Kommilitonen etc.!

Nadya :) 

CSUCI

Nadya Yoksulabakan zuletzt bearbeitet am 13.10.2015