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COACHELLA !!!

COACHELLA 2016

Hallooo!

Ich melde mich nach langer Zeit auch mal wieder aus dem schönen Cali. Ich war das ganze Semester wirklich nur unterwegs und habe immer Einträge angefangen, jedoch nicht geschafft abzuschicken. Also werde ich jetzt nach und nach ältere Beiträge/Erlebnisse posten. Da es in zwei Wochen ‚bye Cali’ heißt, ist es für mich auch ein cooler Rückblick auf mein zweites Semester in den Staaten. Time flies!

Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, berichte ich hier von meinem persönlichen Study Abroad HIGHLIGHT: Coachella Musics & Arts Festival!!!

In der letzten April Woche verfasst:

Heeeeeute vor einer Woche bin ich vom Coachella Festival zurückgekommen. Es war mit Abstand das beste Wochenende meines gesamten Auslandjahres! Es war schon seit Jahren mein Traum, zum Coachella zu gehen - trotz der wahnsinnigen Preises. Im Januar diesen Jahres war es dann so weit, dass der Kartenverkauf auf der offiziellen Coachella Seite in die zweite Runde ging. Ich hatte endlos viel Glück und konnte meiner Freundin und mir zweit Tickets fürs weekend two ergattern. Zu dem Zeitpunkt waren alle Camping passes bereits ausverkauft, sodass wir uns nur ein reguläres Parkticket angeschafft haben – besser als gar nix, dachten wir uns. Falls man aber Glück hat und es noch Camping passes gibt, dann unbedingt gleichzeitig mit dem Festival Ticket kaufen. Separat kann man das Camping pass dann nämlich nicht mehr kaufen! Bis das Festival tatsächlich vor der Tür stand, haben meine Freundin und ich einfach alles und jeden nach Camping passes, Schlafmöglichkeiten etc. gefragt. Leider ohne jeglichen Erfolg, da uns entweder kurzfristig abgesagt wurde oder alle Camp sites schon überfüllt waren. Somit sind wir ohne Zelt, ohne camping pass und ganz planlos zum Coachella gefahren. das Festival beginnt erst am Freitag Mittag, das Campinggelände öffnet jedoch bereits am Donnerstag Morgen. Da wir uns um keinen Zeltplatz schlagen mussten, sind wir erst gegen Donnerstag Nachmittag in Indio angekommen. Ich habe mir den Truck meiner besten Freundin von der Uni geliehen, sodass wir ganz zur Not im Truck schlafen könnten. Der Truck wurde geparkt und meine Freundin Jule und ich haben uns auf das Zeltgelände begeben. Wir hatten 37 Grad, waren k.O. von der Fahrt und hatten keine Bleibe. Also hieß es für uns: Nettes Lächeln aufsetzen, coole Leute finden und einen Schlafplatz schnorren. Wie man sich bei Coachella vorstellen kann, sind wir erst nur auf Gruppen gestoßen, die völlig dicht oder komplett auf Drogen waren. Nach ca. 3 Stunden haben wir eeeeendlich coole Leute kennengelernt und den besten Campingspot ergattert: 2 Gehminuten vom Festivalgelände entfernt und mit Aussicht auf das berühmte Coachella Riesenrad. Am Donnerstag vor dem offiziellen Festival Beginn gibt es auf dem Vorgelände viele Partys, viel Essen, Trinken (natürlich) und viele Kunstattraktionen, die man einfach selbst von Zelt zu Zelt erkunden muss.

Das Essen ist schweineteuer. Jule und ich haben einen Tag vor dem Festival einen Kochmarathon bei uns Zuhause gestartet und für ’ne halbe Mannschaft gekocht. Der Nudelsalat hat die Wüstenhitze leider nicht so gut durchgestanden wie unser Couscous, er hat aber dennoch für die ersten beiden Festivaltage gereicht. Obst und Gemüse hatten wir auch reichlich mit. Das war dann auch meistens unser Frühstück; es sei denn, unser Zeltnachbar hat uns mal wieder leckere Frühstücks-Hotdogs angeboten ;D Falls man zu faul ist und keine Lust auf sparsame Maßnahme hat, muss man vor Ort mit 15-20$ pro Mahlzeit rechnen (ohne Trinken) – Coachella ist ein teurer Spaß, wenn man kein geborener Schnorrer ist.

Nach einer langen ersten Campingnacht, ging es am Freitag endlich mit den Konzerten los. Es gab ca. 6 Bühnen; die Maintacts waren folglich auf der Coachella Mainstage. Am ersten Tag haben wir uns den perfekten Platz in der ersten Reihe der Mainstage ergattert und haben uns somit für 8 Stunden nicht vom Fleck gerührt. Im Nachhinein weiß ich selbst nicht, wie wir bei 39 Grad, ohne Sonnenschutz/Überdachung, wenig Wasser und ohne Pinkelpause ausgehalten haben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, die Atmosphäre während des Festivals ist unbeschreiblich. Lieblingsacts: Ellie Goulding, Of Monsters and Men, Years & Years, M83 !

Am Samstag hieß es dann: Fotosession-Time & Riesenrad Date (8$ pro Fahrt). Auf dem gesamten Festival- und Campinggelände gibt es zig verschiedene Kunstwerke, vor denen man sich einfach ablichten lassen muss. Das Riesenrad lohnt sich auch auf jeden Fall; man hat sowohl einen Ausblick auf das Festival- als auch das Campinggelände – und man muss einfach mal drauf gewesen sein. Highlight an dem Tag: Während der Sonnenuntergang nahte, standen wir am Rande der Mainstage und CHVRCHES hat ‚the mother we share’ gespielt. Die Musik, die Gelassenheit der Festivalbesucher und die rotorangenen Sonnenstrahlen, die einem ins Gesicht strahlten, haben Gänsehaut ausgelöst. Lieblingsacts: CHVCHRES, Disclosure, Zedd, James Bay.

Am Sonntagmorgen gab es viel Alkohol zum Frühstück: aus Langeweile vor Konzertbeginn, vertreibt man sich die Zeit mit Trinkspielen, angetrunken Federball spielen oder in der Sonne brutzeln (was angenehmer klingt, als es bei 40 Grad und Windstärke 0 tatsächlich ist). Gegen Nachmittag gab es dann wieder reichlich gute Musik, gute Laune und viel Tanzerei. Mit der Zeit haben wir es aufgegeben, in der ersten Reihe zu stehen. Irgendwann genießt man nur noch die Festivalatmosphäre und sogar das trockene, schweißtreibende Wetter. An dem Abend haben wir uns sogar teures Festivalessen gegönnt – unser mitgebrachtes Essen war jedoch deutlich leckerer + billiger. Highlight: Riesiges Feuerwerk während Calvin Harris aufgelegt hat! Lieblingsacts: Flume, Sia, Major Lazer, Chrystal Fighters.

Nach dem Feuerwerk war das Festival offiziell zu Ende, die Trauer groß. Coachella war mein absolutes Highlight und das Geld so was von Wert. Beim nächsten mal würde ich mich doch schon um ein eigenen Campingspot kümmern, auch wenn unsere verzweifelte Schnorreraktion reibungslos geklappt hat. Man lernt unfassbar viele freundliche, herzliche und offene Menschen kennen während des Festivals. Jeder ist gut gelaunt, gesprächsfreudig, lustig, teilt sein Essen & Trinken mit Fremden und und und. Coachella – the happiest place on earth! 

 

Sunset

Art

Ferris Wheel

Nadya Yoksulabakan zuletzt bearbeitet am 02.07.2016