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Erste Tage in Newcastle

Hallo und herzlich willkommen in meinem Blog über mein Masterstudium in Newcastle upon Tyne. Bevor ich loslege, erzähle ich euch kurz etwas über mich: ich bin 22 Jahre alt, komme aus Berlin, habe aber schon meinen Bachelor im Ausland gemacht, und zwar an der University of Stirling in Schottland. Dort habe ich vier Jahre lang Geschichte und Englisch studiert, und weil die Zeit dort so unglaublich schön war und mir das Studieren in Großbritannien so gut gefallen hat, habe ich mich entschieden, zu bleiben und meinen Master auch in UK zu machen. Es wird also nicht alles, was mir begegnet, völlig neu für mich sein, allerdings wird die Umstellung von einer kleinen, familiären Campus-Uni auf das Leben in der Großstadt Newcastle mit der Uni direkt im Zentrum eine neue Herausforderung und ich werde, wie ich in den ersten Wochen schon mehrfach festgestellt habe, auch hier wieder viel Neues lernen, über das ich in meinem Blog berichten werde. Angekommen bin ich hier in Newcastle schon vor zwei Wochen, was vor allem für International Students von der Uni auch so empfohlen wird. Dann hat man Gelegenheit, an einer Menge Willkommensveranstaltungen und Info-Events teilzunehmen, wo einem erklärt wird, wie alles funktioniert und wo alles ist. Außerdem hat man so die Zeit, sich einigermaßen einzuleben und zurechtzufinden. Ich wohne hier in einer WG mit drei anderen Postgrads, die ich vorher allerdings nicht kannte, da ich mir das Zimmer von Deutschland aus über Internet gesucht habe. Das funktioniert mit E-Mails, Fotos und Skypecalls auch ganz gut, ich habe mein Zimmer über die Seite spareroom.co.uk gefunden. Man braucht allerdings ein bisschen Geduld, da hier nicht alle Vermieter ihren Job ganz so ernst zu nehmen scheinen wie in Deutschland und man auf Infos, Fotos, ect. auch schon mal sehr lange warten muss, manchmal auch vergeblich. Ich habe ungefähr vier bis sechs Wochen gesucht, würde auch jedem empfehlen auf jeden Fall zwei Monate vorher mit der Suche anzufangen, denn zum Ende des Sommers hin wird es hier echt voll. Ich wohne in Heaton, einer der beiden Haupt-Studentenwohngegenden (die andere ist Jesmond, was etwas näher an der Uni ist aber auch dementsprechend teurer). Die Gegend selbst ist relativ ruhig und außerhalb des Stadtzentrums, man hat aber Supermärkte, Parks und was man sonst so braucht in Laufnähe und zur Uni sind es zu Fuß ungefähr 30 Minuten, mit dem Fahrrad gut 10. Es gibt auch eine Metro (eine Art U-Bahn), die in die Stadt fährt und einen Bus direkt vor der Haustür. Von dem würde ich allerdings dringend abraten, wenn man irgendwo auch nur einigermaßen pünktlich ankommen will, weil der Verkehr hier in Newcastle wirklich grauenhaft ist: es gibt Unmengen von Wanderbaustellen mit verstopften Umleitungen und gefühlte zwei Millionen Ampeln, die auch noch immer alle auf Rot stehen. Man kommt also nicht wirklich voran, und besser für den Geldbeutel ist es auch. Deshalb fahre ich jetzt auch mit dem Fahrrad. An der Uni selbst gab es in den ersten zwei Wochen jede Menge Willkommensangebote und es war jeden Tag etwas los, zum Beispiel geführte Touren durch Newcastle, wo einem wichtige Läden und Ämter gezeigt werden, Pub Quizzes und alle Clubs, Vereine und viele local businesses stellen sich vor. Allerdings sind viele besonders der Social Activities hauptsächlich auf Freshers (also Bachelor Erstemester) ausgerichtet und als Postgraduate hat man es ein bisschen schwer, Leute kennen zu lernen. Das findet man dann denke ich allerdings, wenn die Seminare einmal angefangen haben, bei seinen Mitstudenten und im eigenen Department. Ich hatte jetzt schon ein paar Vorlesungen und alle sind sehr nett, was mich jedoch sehr überrascht hat, war, dass im gesamten Masterstudiengang Professional Translating vor EU Languages insgesamt nur dreizehn Studenten eingeschrieben sind. Wir sind also eine sehr kleine Gruppe, selbst für mich, die ich ja kleine Seminargruppen aus Stirling eigentlich schon gewohnt bin. Auf jeden Fall macht es mir bisher sehr viel Spaß, aber wir hatten ja auch hauptsächlich Einführungsveranstaltungen wo einem Kursinhalte, -aufbau und -bewertung ganz genau erklärt werden. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass es auf jeden Fall sehr arbeitsintensiv werden wird, weshalb ich die letzten paar Tage jetzt noch nutzen werde, um die Stadt und die Küste (die mit der Metro nur eine halbe Stunde entfernt ist), zu erkunden. Darüber werde ich bald wieder berichten, bis dann, Christina!

Die Millenium Bridge an der Quayside

Christina Mausolf zuletzt bearbeitet am 07.10.2014