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Hochschulrankings

Elite-Universitäten und Rankings - eine Einführung und Kurzübersicht

Rankings verstehen

Rankings können mitunter eine gute Hilfe beim ersten Vergleich einzelner Hochschulen sein. Insbesondere über ausländische Unis lässt sich so ein besserer Überblick verschaffen – Reputation, Ruf, Qualität der Lehre oder Forschungsaktivitäten sind aus der Ferne schwer einzuschätzen. Rankings geben da erste Anhaltspunkte.

Persönliche Kriterien festlegen

Sie sollten genau auf die Bewertungskriterien des jeweiligen Rankings schauen und die Hochschulauswahl nicht allein von der Tabelle abhängig machen. Entscheidend ist, welche Daten und Kriterien für die Bewertung der Unis herangezogen werden. Schaut ein Ranking vor allem auf die Forschungsstärke einer Uni, bringen z.B. eine hohe Anzahl an Promotionen pro Professor die Hochschule in die Spitzgruppe, über die Betreuungssituation oder die allgemeine Zufriedenheit der Studierenden sagt das Kriterium Forschungsstärke jedoch nichts aus.

Wichtig ist daher, dass Sie selbst Kriterien festlegen, die Ihnen persönlich für das Studium am wichtigsten sind. Die Höhe der eingeworbenen Drittmittel mag ein Gradmesser für die Forschungsstärke einer Universität sein und für Doktoranden durchaus von Interesse – als Indikator für die Qualität der Lehre und die Zufriedenheit von Studierenden taugt er nicht. Beides sind jedoch Kriterien, die für den Studienalltag von wesentlicher Bedeutung sind. Verschaffen Sie sich daher einen umfassenden Überblick verschiedener Rankings, auch und vor allem anhand Ihrer eigenen Kriterien!

Methodik der Rankings beachten

Zudem gilt es zu beachten: Während einige Rankings ganze Universitäten miteinander vergleichen, betrachten andere nur die einzelnen Fachbereiche einer Universität. Das Gesamtergebnis der Rankings ergibt sich in der Regel anhand der Gewichtung der unterschiedlichen Indikatoren, welche Indikatoren genau herangezogen werden und wie sie im einzelnen zueinander gewichtet werden, ist nicht standardisiert sondern von Ranking zu Ranking verschieden. Generell gilt, dass Rankings, in denen Universitäten als Ganze verglichen werden, keine allzu große Aussagekraft haben, weil die Qualitätsunterschiede innerhalb der Fachbereiche einer Universität enorm sein können.

Internationale und nationale Rankings

Es gibt bislang nur zwei Rankings, das Higher World University Rankings des Times Higher Education Supplement (THES), sowie das Academic Ranking of World Universities der Shanghai Jiao Tong University, die Universitäten weltweit untersuchen.

Hier schneiden vor allem die Top-Unis in den USA und Großbritannien besonders gut ab. Kritisiert wird, dass die Gewichtung bestimmter Kriterien diese Unis klar bevorteilen. Ein besonders hohes Gewicht hat z.B. die Anzahl an (englischsprachigen) Publikationen in internationalen Fachzeitschriften, dieses Kriterium wird für die Forschungsstärke einer Universität herangezogen.

Aktuelle Entwicklungen greifen diese Kritik auf – bei den etablierten nationalen Rankings, wie dem U.S. News & World Report für amerikanische Unis oder dem Good Universities Guide für australische Universitäten, werden teilweise neue Indikatoren herangezogen. Ab 2011 wird es voraussichtlich ein drittes, von der EU in Auftrag gegebenes, weltweites Universitätsranking geben, das Studierenden eine bessere Vergleichbarkeit der für sie relevanten Aspekte gewährleisten soll.

Weltweite Rankings

Times Higher Education Supplement (THES) – Higher World University Rankings
  • jährliches Ranking mit einer Liste der besten 200 Universitäten weltweit
  • für die Rankings wird eine Mischung aus qualitativen (Meinungen, Einschätzungen) und quantitativen Daten (Anzahl der Studierenden auf einen Lehrenden, Anzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, usw.) herangezogen. Die Reputation und Tradition, weniger die Fakten, spielen für das Ergebnis eine große Rolle
Academic Ranking of World Universities der Shanghai Jiao Tong University
  • mehr als 1.000 Universitäten weltweit sind durch das Institut gerankt, die besten 500 werden jährlich online veröffentlicht
  • sechs Indikatoren werden für die Bewertung herangezogen. Wissenschaftliche Beiträge in internationalen Fachzeitschriften, Preise und Auszeichnungen sind für die Bewertung besonders wichtig

Regionale und nationale Rankings

Australien: The Good Universities Guide
  • wendet sich vor allem an Studierende
  • mit einem Vier-Sterne System werden unterschiedliche Faktoren bewertet, ein individuelles Ranking kann nach persönlichen Bedürfnissen zusammengestellt werden
Kanada: MacLeans - Guide to Canadian Universities
  • die Hochschulen werden für eine bessere Vergleichbarkeit in drei Kategorien unterteilt
  • in die Bewertung fließen sowohl qualitative als auch quantitative Indikatoren ein
USAU.S. News & World Report
  • Die Rankings und Bewertungen werden in verschiedenen Fachbereichen und Kategorien der Hochschulen vorgenommen
  • Studierende haben die Möglichkeit, nach ihnen wichtigen Kriterien zu differenzieren

Elite-Universitäten und Rankings

Australien

Group of Eight - Go8 - das ist ein Verbund von führenden Universitäten in Australien, die sich durch ihre Forschungsintensität sowie Breite in Forschung und Bildungsangebot auszeichnen. IEC repräsentiert drei dieser Universitäten:

The University of Western Australia (Perth)

Monash University (Melbourne)

Australian National University (Canberra)

USA

Zu den Elite-Universitäten in den USA gehören die Ivy League Universitäten, auch genannt: The Ancient Eight, die allesamt im Nordosten der Vereinigten Staaten liegen. IEC repräsentiert eine der Ivy League Universitäten, die University of Pennsylvania, in Philadelphia und kann hier hin Auslandssemester sowie an die Summer School vermitteln.

Hier eine komplette Übersicht:

  • Brown University in Providence (Rhode Island)
  • Columbia University in New York City (New York)
  • Cornell University in Ithaca (New York)
  • Dartmouth College in Hanover (New Hampshire)
  • Harvard University in Cambridge (Massachusetts)
  • University of Pennsylvania in Philadelphia (Pennsylvania)
  • Princeton University in Princeton (New Jersey)
  • Yale University in New Haven (Connecticut)

Kanada

Anders als in den USA gibt es in Kanada ein einheitliches staatliches Qualitätskontrollsystem, dem alle Universitäten unterliegen. Die meisten Universitäten sind zudem sind Mitglied in der Association of Universities and Colleges of Canada (AUCC). In diesem Sinne kann man in Kanada zwar hoch gerankte Universitäten finden, s.u. Die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Universitäten sind aber bei weitem nicht so groß wie in den USA.

Großbritannien

Spricht man über Elite-Universitäten in Europa, so fallen häufig Namen britischer Universitäten: Großbritannien stellt die größte Zahl an führenden Universitäten aus Europa, wie die Rankings weltweit zeigen. 

Generell kann man von 13 britischen Elite-Universitäten sprechen, zu denen gehören:

  • Birmingham
  • Bristol
  • Cambridge
  • Durham
  • Edinburgh
  • Imperial College London
  • London School of Economics
  • Nottingham
  • Oxford
  • St Andrews
  • University College London
  • Warwick
  • York

Alle Universitäten sind dabei Mitglied der Russel Group, einem Zusammenschluss der 20 führenden forschungsintensiven Universitäten des Vereinigten Königreiches.