Master und PhD
Master of Business Administration & Arts im Ausland
Masterpezialisierungen im Ausland - Business
Business Master per Fernstudium
Business Master für Quereinsteiger
Diploma & Certificates im Ausland - Internationale Zusatzqualifikationen im Bereich Business
Doctorates & PhD - Zum Forschen ins Ausland
Master of Business Administration & Arts im Ausland
An einem Masterabschluss kommt man kaum vorbei, wenn man in einer Führungsposition auf dem internationalen ÂArbeitsmarkt erfolgreich sein will. Mit Schlüsselqualifikationen wie Fremdsprachenkompetenz und länderspeziÂfischen Kenntnissen kann man bei Personalern punkten. Nach dem Bachelor muss man sich zunächst entscheiden zwischen einem Master of Arts (MA) oder einem Master of Science (MSc) in einer wirtschaftswissenschaftlichen Disziplin. Spätestens nach den ersten Jahren im Job macht sich die Investition Masterstudium bezahlt.
Ein MA betont eher sozial- und geisteswissenschaftÂliche Komponenten. Häufig wird dieser akademische Grad in Disziplinen wie Management, Marketing, Advertising, ÂHuman Ressource Management oder International Business verliehen. Ein Master of Science betont dagegen Âeine naturwissenschaftlich-mathematisch-technische Ausrichtung, ein Master in E-Marketing, Information Systems, Transport Management oder auch Sports Management ist daher meist ein MSc. Feste Standards für die Unterscheidung zwischen beiden Hochschulgraden gibt es allerdings nicht, an manchen Universitäten steht z.B. am Ende des Masters of International Business auch ein MSc. Ein genauerer Blick ins Vorlesungsverzeichnis lohnt sich also um herauszufinden, welche Schwerpunktsetzungen – ob eher mathematisch-naturwissenschaftlich oder geistes-/sozialwissenschaftlich – einen im Studium erwarten.
Masterpezialisierungen im Ausland - Business
Master of Business Administration (MBA)
Besonders erfahrene Führungskräfte benötigen bei einer Weiterqualifizierung ein passendes Lernumfeld und Mitstudent/innen; dies bietet ein MBA Studium. Ob im gehobenen Management oder als Manager/in in einem kleinen Unternehmen - MBAs gibt es mit unterschiedlichen ÂSpezialisierungen und Ausprägungen, sodass sorgfältig das passende Programm ausgewählt werden kann.
Ein MBA-Studium ist im Gegensatz zum klassischen MA oder MSc in Business sehr viel anwendungsorientierter ausgerichtet. Praktische Arbeiten an realen Fallbeispielen stehen im Mittelpunkt. Neben wirtschaftswissenschaftlichem Fachwissen vermittelt ein MBA-Studierenden vor allem problemÂorientiertes Handeln, interkulturelle Kompetenzen wie ÂTeamarbeit und Kommunikationsfähigkeit. Studierende sollen speziell für Führungsaufgaben im Management fit Âgemacht werden. Ein MBA eignet sich auch für QuerÂeinsteiger fachfremder Disziplinen, die den Einstieg ins Management sowie gezielt Handwerkszeug für das Ausfüllen einer Führungsposition suchen.
Zwischen zehn Monate und zwei Jahre dauert ein MBA-Studium (Vollzeit) in der Regel, wobei sich der Schnitt für einen Master of Business Administration im englischÂsprachigen Ausland bei einem Jahr befindet. Ausnahme USA: Hier dauert ein MBA im Vollzeitstudium im Schnitt 21 Monate. MBAs werden auch als Teilzeitstudium, als Fernstudium oder als Modulstudium angeboten.
Einen MBA im Ausland zu absolvieren, verbessert die Karrierechancen weltweit, denn MBA-Abschlüsse an Business Schools im englischsprachigen Ausland genießen bei interÂnationalen Unternehmen ein hohes Ansehen. Oft sind MBA-Studiengänge interdisziplinär angelegt und bieten spannende Einblicke in fachfremde Gebiete – Ânatürlich mit Hinblick auf die spätere AnwendÂbarkeit. Ein MBA in International Business zum Beispiel vermittelt die Ânötigen Kompetenzen in Kursen zu International Marketing, ÂInternational Finance oder Sales Management.
Master of Arts (MA) – Master of Science (MSc)
Die klassischen, stärker forschungsorientierten Master of Arts (MA) oder Master of Science (MSc), bieten zahlreiche Disziplinen, in denen man wirtschaftswissenschaftliche Expertise erwerben oder theoretisches Vorwissen aus dem BWL-Bachelor weiter vertiefen kann. Für die klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudiengänge ist im Gegensatz zum MBA in der Regel keine ÂArbeitserfahrung notwendig, ein Bachelorabschluss ist ausreichend.
Meist sind traditionelle Masterprogramme in Bezug auf die Studiengebühren günstiger als ein MBA. Bedingt durch den stärkeren Theoriebezug und die eher wissenschaftliche Ausrichtung ist man mit einem klasÂsischen Business Master zudem meist etwas länger unterwegs als mit einem MBA, verfügt dafür aber über spezifischere und theoretisch fundierte Fachkenntnisse in bestimmten Bereichen. Dauert ein MBA im Schnitt ein Jahr (USA: zwei Jahre) muss man für einen MA oder MSc in der Regel 18 Monate veranschlagen.
Ein Master im Bereich Hotel-/Tourismusmanagement (andere Bezeichnung: Leisure and Tourism Management) bereitet Studierende auf Managementpositionen in der Reise- und Tourismusbranche sowie der Hotelwirtschaft vor. Kurse in Kultur- und Tourismusmanagement und Marketing werden ebenso besucht wie Seminare zu umweltrechtlichen und ökologischen Überlegungen in Bezug auf die Tourismuswirtschaft.
Logistics and Supply Chain Management beschäftigt sich mit dem Management von Lieferketten und umfasst Aufgaben wie Lieferantenwahl, die Betreuung unternehmensinterner Lieferketten, also die Beschaffung, Produktion und den Absatz von Produkten, sowie die Kundenbetreuung und alle Aufgaben der Logistik. Studierende besuchen z.B. Kurse in Akquise, internationaler Logistik oder auch zu wirtschaftsrechtlichen Aspekten der ÂBeschaffung von Gütern und Dienstleistungen.
In Human Resource Management beschäftigt man sich mit dem Produktionsfaktor Arbeit, sprich: dem Personal eines Unternehmens. Dazu gehören Themengebiete wie Führungsprozesse, Geschäftsprozesse und die Interaktionsdynamik zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Studierende besuchen Kurse zu Personalrekrutierung und –selektion, zur sozialen Verantwortung von Firmen und erwerben Führungs- und Managementkompetenzen. Absolventen arbeiten in Bereichen der Personalführung und –verwaltung in Unternehmen und sind als Experten für Personal- und Unternehmenspolitik tätig.
Der Klassiker unter den wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen: Marketing, beschäftigt sich mit der Absatzwirtschaft eines Unternehmens und analysiert als wissenschaftliche Disziplin das Management von Unternehmen im Hinblick auf ihre Marktorientiertheit. Wer Marketing studiert, setzt sich mit den Bereichen Preispolitik, Produktpolitik, Kommunikations- und Distributionspolitik auseinander. Studierende besuchen Kurse zu MarktÂforschung, strategischem Marketing oder KommunikaÂtion für Marketingzwecke – meist gibt es die Möglichkeit, sich in bestimmten Bereichen zu spezialisieren, etwa mit Kursen zu Internem Marketing, Digital Marketing oder Internationalen Marketing Strategien.
Business Master per Fernstudium
An der Gradschool.com kann neben dem Beruf auch ein anerkannter Master per Fernstudium absolviert werden. Der Vorteil: Sie erwerben während eines Fernstudiums auch die Kompetenz, auf die Distanz hin und online gemeinsam mit Studierenden aus der ganzen Welt an Projekten zu arbeiten und können sich so besser für Jobs im internationalen Bereich qualifizieren. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einen Teil des Studiums direkt in Australien auf dem Campus der University of Newcastle bei Sydney zu absolvieren.
Business Master für Quereinsteiger
Ein Master in wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen wird auch für Quereinsteiger, etwa aus den Geistes- oder Kulturwissenschaften, immer wichtiger. Denn Unternehmen brauchen Mitarbeiter/innen, die quer denken können, soziale Kompetenz, ein breites Wissen und die Fähigkeit mitbringen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Nach Âeiner Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) von 2008 beschäftigen mittlerweile ein ÂDrittel der international aufgestellten Unternehmen Geisteswissenschaftler/innen. Dass der Weg in den Beruf für ÂAbsolvent/Âinnen der geisteswissenschaftlichen Fächer meist trotzdem steinig ist, ändert das allerdings nicht. Ein Business Master im Ausland kann da entsprechende ÂVorteile bringen. Viele wirtschaftswissenschaftliche Masterstudiengänge im Ausland verlangen keine fachspezifischen Vorkenntnisse und sind für Quereinsteiger offen.
Diploma & Certificates im Ausland - Internationale Zusatzqualifikationen im Bereich Business
Für deutsche Studierende mit einem ersten Abschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen oder aber auch anderen Fach, kann ein Diploma oder ein Certificate im Ausland eine schnelle und effiziente Möglichkeit sein, Kenntnisse in einem speziellen Gebiet zu vertiefen. Das Besondere an den Diplomas und Certificates in den USA ist, dass sie meist sehr praxisorientiert und thematisch weniger breit angelegt sind als komplette Bachelor- oder Masterprogramme.
Generell ist wichtig: Jedes Studienland versteht unter der Programmbezeichnung Certificate oder Diploma etwas anderes und häufig tragen die Programme noch Zusätze wie Graduate oder Postgraduate. In der Regel bezeichnen Diplomas und Certificates jedoch ein- bis zwei-semestrige Aufbaustudiengänge, die sich an einen ersten Studienabschluss anschließen. In den USA kann ein Certificate oder Diploma bereits nach dem Abitur angegangen werden.
Der Abschluss Certificate oder Diploma ist in der deutschen Hochschullandschaft zwar weitgehend unbekannt, doch bei internationalen Unternehmen sind Absolvent/innen, die über ein gutes Grundlagenstudium verfügen und zudem mit einem Certificate oder Diploma praktisches Know-How auf einem bestimmten Gebiet nachweisen können, gefragt – insbesondere, wenn sie darüber hinaus über Auslandserfahrung verfügen.
Angeboten werden Certificates und Diploma in der Regel in sämtlichen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen: Oft gibt es analog zu jedem Masterprogramm auch noch ein entsprechendes, in Umfang und Dauer „abgespecktes“ und um praktische Komponenten erweitertes, Certificate oder Diploma Programm.
Auch Quereinsteiger in die Wirtschaftswissenschaften können von einem Certificate oder Diploma Programm profitieren. Oftmals verlangen die Universitäten (Ausnahme: Großbritannien) keine fachspezifischen Vorkenntnisse. Wer aus einer fachfremden Disziplin kommt, kann ein Certificate oder Diploma Programm auch gut als Brücke in einen Masterstudiengang nutzen.
Doctorates & PhD - Zum Forschen ins Ausland
Wen es in die universitäre Forschung zieht, wer eine Karriere in der Politik anstrebt oder wer als Berater in höheren Positionen in internationalen Unternehmen tätig sein möchte, ist mit einem PhD oder Professional Doctorate im Ausland gut beraten. Ein Doctor of Philosophy (PhD) bezeichnet ein wissenschaftliches Forschungsdoktorat und ist der höchste Titel, den das angelsächsische Studiensystem zu vergeben hat. Einen Doctor of Philosophy kann man in verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen absolvieren, mögliche Forschungsschwerpunkte sind z.B. Accounting, Economics, Finance oder Strategic and International Management. Oftmals ist ein PhD aber auch sehr interdisziplinär angelegt.
Normalerweise ist ein Masterabschluss Voraussetzung, um ein PhD aufnehmen zu können. In Großbritannien und den USA ist es jedoch möglich, auch mit einem vierjährigen Bachelor of Honours (und sehr guten Noten) direkt in ein PhD Programm einzusteigen. Dabei ist man in Großbritannien allerdings erst für ein bis zwei Jahre in einem Masterprogramm eingeschrieben, besucht vorbereitende Kurse zu wissenschaftlicher Arbeitsweise und erweitert seine fachspezifischen Kenntnisse, bevor man dann, meist in den darauf folgenden zwei Jahren, ein eigenständiges Forschungsvorhaben unter der Betreuung eines/r Professor/in verfolgt.
Ein so genanntes Professional Doctorate bezeichnet in den wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen einen Doctor of Business Administration (DBA). Im Gegensatz zum PhD ist ein DBA sehr viel anwendungsorientierter angelegt. In Deutschland gibt es keine Entsprechung zum DBA, vergleichbar wäre in etwa eine betriebswirtschaftliche Promotion. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Zielgruppe eines DBA von der, die ein PhD anstrebt: Wer sich für das sehr praxisnahe Professional Doctorate entscheidet, hat meist schon Arbeitserfahrung im höheren Management und strebt auch weniger eine akademische Karriere als vielmehr eine Erweiterung der KarriereperÂspektiven in der freien Wirtschaft an.
