Finanzierung - Wege zum Auslandssemester
Finanzierung eines Auslandssemesters
Die Finanzierung des Auslandssemesters ist ein häufig genannter Grund, wenn Studierende befragt werden, warum sie sich gegen ein Semester im Ausland entschieden haben. Richtig ist, dass viele Universitäten im Ausland Studiengebühren erheben, die höher liegen als die deutschen. Jedoch gibt es eine Vielzahl an Finanzierungsmöglichkeiten, um diesen Mehrkosten zu begegnen: vom Auslands-BAföG zu Stipendien und Studienkrediten.
Mittels einer genauen Kostenplanung, bei der das IEC Beratungsteam gerne behilflich ist, können Studierende also im Voraus herausfinden, ob ein finanzieller Mehraufwand auf sie zukommt und in welcher Höhe.
Die Möglichkeiten zur Finanzierung
Um seinen Lebensunterhalt auch in den USA und Kanada, in den Ländern der EU oder im asiatischen Raum bestreiten zu können, wurde das Auslands-BAföG eingeführt. Jeder, der das inländische BAföG erhält, erhält automatisch auch Auslands-BAföG und auch die Studierenden, die nicht BAföG-berechtigt sind, können Auslands-BAföG beantragen. In der finanziellen Unterstützung enthalten sind die Kosten der Studiengebühren bis zu 4600 Euro, die Reisekosten, ggf. Zusatzleistungen für die Krankenkasse sowie länderabhängig einen Auslandszuschlag auf die monatliche Unterstützung, welcher zwischen 60 und 255 Euro liegt.
Eine weitere Möglichkeit, sein Auslandssemester zu finanzieren, ist der Weg über ein Stipendium. Klassische Universitätsstipendien sind in der EU das Erasmus-Programm, durch welches die Studiengebühren übernommen werden und eine monatliche Pauschale bezahlt wird, doch auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt Stipendien, welche in der Stipendiendatenbank eingesehen werden können. Neben den universitären Stipendien gibt es zusätzlich staatliche, private und auch das IEC vergibt Stipendien für Auslandssemester, wie beispielsweise die IEC Down Under Stipendien für Australien und Neuseeland.
Letztlich können Studierende auch einen Studienkredit aufnehmen, der ihnen die Finanzierung des Auslandssemesters ermöglicht. Hier müssen Studierende zuerst abwägen, ob sie sich für einen Bildungskredit oder für Bildungsfonds entscheiden. Der Bildungskredit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist genau auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten: Er verfügt über einen günstigen Zinssatz, niedrige Rückzahlungsraten und ist unabhängig von denen eigenen Vermögenswerten ebenso wie von denen der Eltern oder des Ehepartners. Neben dem staatlichen Bildungskredit sind weitere private Anbieter die Sparkassen, die Deutsche Bank, die Career Concept AG, die BB Bank, Commerzbank und KfW-Bankengruppe.
Die andere Möglichkeit zur Finanzierung des Auslandssemesters ist der Bildungsfonds. Auch hier wird sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert, was die Rückzahlungsmodalitäten und die Höhe der Unterstützung anbetrifft. Die Career Concept AG bietet beispielsweise einen Bildungsfonds für alle Studierenden, ebenso wie die Deutsche Bildung AG mit ihrem Deutsche Bildung Studienfonds.
Für welchen Finanzierungsweg sich Studierende auch entscheiden mögen, die Finanzierung des Auslandssemesters sollte sie nicht davon abhalten, diese Erfahrung zu machen! Wichtig ist es in jedem Fall, sich im Vorfeld ausführlich über Lebenshaltungskosten, Nebenkosten und Studiengebühren eine Übersicht zu verschaffen.

